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Attacke auf Renault-Pilotin

Wie langsam ist Carmen Jorda?

Carmen Jorda - Renault - Formel 1 - 2016 Foto: xpb 32 Bilder

Renault-Entwicklungsfahrerin Carmen Jorda steht in der Kritik. Ex-Teamkollege Marco Sörensen hat sich darüber beklagt, dass die Spanierin trotz mangelndem Talent verhätschelt wird. Der Konter der Blondine ließ nicht lange auf sich warten.

11.02.2016 Tobias Grüner

Frauen haben es in der Männerwelt Formel 1 bekanntlich nicht leicht. Normalerweise wird aber eher darüber diskutiert, dass die Leistung der Damen nicht genügend gewürdigt wird. Jetzt hat sich ein Fahrer allerdings darüber beklagt, dass Carmen Jorda wegen ihres Geschlechts Vorteile erlangt hat.

Marco Sörensen schimpfte im der dänischen Zeitung "Ekstra Bladet" über seine ehemalige Lotus-Teamkollegin: "Sie war im Simulator 12 Sekunden langsamer als ich. Aber trotzdem hat sie alle Belohnungen eingesackt." Als Folge hat der junge Skandinavier, der 2015 auch in der WEC und der GP2 unterwegs war, das Team frustriert verlassen.

Carmen Jorda kontert Sörensen-Kritik

Bei Jorda, die immer noch bei Renault unter Vertrag steht, kamen die Aussagen natürlich nicht besonders gut an. In der spanischen Zeitung AS konterte sie: "Ich weiß gar nicht, wer er ist. Ich habe ihn in Enstone nie gesehen. Er war kein Teil des Teams. Er sollte sich auf seine Karriere konzentrieren. Er hat kein Recht andere bzw. mich im Speziellen zu benutzen, um seine Leistungen hervorzuheben."

Auf den Abstand von 12 Sekunden angesprochen, antwortete die Entwicklungsfahrerin: "Ich kann nicht glauben, dass er das gesagt hat. Im Simulator lag ich letztes Jahr mehr oder weniger im Bereich von einer Sekunde Abstand zu Grosjean. Nach Sörensens Zahlen müsste er ja 11 Sekunden schneller als Romain sein. Da würden ihn sicher sofort alle F1-Teams verpflichten."

Über Twitter legte die Spanierin dann noch einmal hämisch nach: "12 Sekunden schneller? Darüber lache ich jetzt schon 12 Stunden lang." Der neuseeländische Rennfahrer Richie Stanaway, der 2014 mit Jorda in der GP3 unterwegs war, fand das ganze offenbar nicht lustig: "Wenn Du nicht in jedem GP3-Rennen auf dem letzten Platz gelandet wärst, würden die Leute jetzt auch keine Witze machen."

Auch Sörensen antwortete im dänischen Blatt "BT" noch einmal auf die Jorda-Kommentare: "Wenn Carmen Jorda wirklich denkt, dass sie gut genug für die Formel 1 ist, dann gute Nacht Formel 1. Man muss sich ja nur ihre Ergebnisse einmal anschauen. Es ist gut, dass die Menschen selbst entscheiden können, wer Talent hat und wer nicht."

Ergebnisse sprechen gegen Jorda

Jorda ist gut beraten, sich nicht auf eine Schlammschlacht mit ehemaligen Weggefährten einzulassen. Die Ergebnisse sprechen eine eindeutige Sprache: In 44 GP3-Rennen konnte sie nicht einen einzigen WM-Punkt sammeln. In den 3 Jahren, die Jorda in der Nachwuchsklasse unterwegs war, landete sie in der Fahrerwertung auf den Plätzen 28, 30 und 29.

Zur Verteidigung der Pilotin muss angemerkt werden, dass die von Sörensen erwähnten 12 Sekunden Abstand im Simulator sicher nicht realistisch sind. In der virtuellen Welt schrumpfen die Rückstände normalerweise etwas zusammen. Allerdings wollen wir auch nicht verschweigen, dass Jorda bei manchen Rennen der Einheitsserie GP3 bei vergleichbaren Bedingungen mehrere Sekunden pro Runde hinter der Spitze zurückblieb.

Dass sie von Lotus im Februar 2015 vor allem wegen des Geschlechts, ihres guten Aussehens und der Vermarktungsmöglichkeiten verpflichtet wurde, wurde vom Rennstall nie dementiert. Gerne fangen die Kameras die hübsche Dame aus Valencia in den Boxen ein, wenn auf der Strecke gerade mal nicht so viel los ist. Seit ihrem Entwicklungsfahrer-Job hat sie übrigens kein einziges Rennen mehr absolviert.

In unserer Galerie zeigen wir noch einmal ein paar Bilder der scharfen Blondine.

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