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Caterham CT01

Das erste Auto der Formel 1-Saison 2012

Caterham F1 Foto: Caterham F1 16 Bilder

Update ++ Neue Bilder ++ Daten ++ Als erstes Team in der Formel 1 hat Caterham Bilder seines neuen Autos für die Saison 2012 veröffentlicht. Wir stellen den grün-gelben Renner mit der ungewöhnlichen Nase im Detail vor.

25.01.2012 Tobias Grüner

Die Formel 1-Generation 2012 zeigte sich einen Tag früher als geplant. Eigentlich wollte Caterham seinen neuen CT01 erst am Donnerstag (26.1.) im englischen "F1 Racing"-Magazin präsentieren und parallel dazu die ersten Bilder im Internet veröffentlichen. Da einige Abonnenten das Heft allerdings schon früher in die Finger bekamen, kursierten schon am Mittwoch einige Fotos im Internet.

Das haben auch die Verantwortlichen des britischen Teams mitbekommen. Als Reaktion auf die vielen Fragen gab es zunächst immerhin ein offizielles Bild des neuen CT01 für die restlichen Medien. Einen Tag später wurden dann im Stundentakt immer mehr Fotos des Autos gezeigt.

Caterham CT01 mit Schnabeltier-Nase

Leider verraten die ersten Bilder wegen der schlechten Auflösung und der mangelhaften Ausleuchtung noch nicht sehr viel. Einige Details lassen sich allerdings schon erkennen: Auffälligstes Merkmal ist sicherlich die gestufte Nase, die an ein Schnabeltier erinnert. Die ersten Reaktionen der Fans waren - freundlich ausgedrückt - verhalten. Besonders schön ist der CT01 nicht gerade.

Allerdings bestimmt das neue Reglement die Form der Schnauze. Die Spitze darf nur noch 55 Zentimeter hoch stehen, beim Rest des Cockpits sind 62,5 Zentimeter erlaubt. "Unsere Herausforderung bestand darin, das Chassis so hoch wie möglich zu bauen, um möglichst viel saubere Luft unter das Auto zu bekommen. Unsere Lösung sieht man nun am CT01", erklärte Technikchef Mike Gascoyne. "Wir sind das erste Auto in diesem Jahr und entfachen deshalb einige Diskussionen. Ich denke aber, dass wir solche Nasen in diesem Jahr an den meisten Autos sehen werden."

Fortschritt dank Anblasverbot?

Die Seitenkästen erscheinen auf dem Foto deutlich schmaler als beim Vorjahresmodell. Vorbild war hier sicher das Weltmeisterauto von Red Bull. An der Seite der Motorverkleidung sind gut die Austrittsöffnungen des Auspuffs zu sehen. Nach dem neuen Reglement ist die Position der Endrohre genau vorgeschrieben, damit die Auspuffgase nicht mehr auf den Diffusor blasen dürfen.

"Das Anblasverbot spielt uns sicher in die Karten", ist sich Gascoyne sicher. "Wir haben etwas darunter gelitten, weil wir diese Technik 2010 noch nicht hatten. Wir mussten deshalb 2011 immer einem Rückstand hinterherlaufen. Andere Teams hatten hier viel mehr Entwicklungszeit. Sie haben einfach viel mehr aus dieser Technik herausgeholt. Nun wird der Wettbewerb in diesem Bereich neutralisiert."

Gascoyne: "KERS ein Schritt nach vorne"

An den Flügeln lässt sich noch nichts erkennen. Sie sind noch aus dem Vorjahr. Neues gibt es dagegen unter der Haube. Im dritten Jahr des Rennstalls kommt erstmals ein Hybrid-System (KERS) zum Einsatz. Wie bei der Hydraulik setzt Caterham dabei auf fertige Komponenten von Red Bull.

"Ende der letzten Saison hat es uns wirklich beim Kampf mit den Mittelfeldteams zurückgeworfen, vor allem im Qualifying und dann auch bei den Platzierungen im Rennen", so Gasconye über das fehlende KERS im Vorjahr. "Mit KERS an Bord sollten wir einen guten Schritt nach vorne machen."

Caterham will ins Mittelfeld

Das Ziel für die neue Saison ist klar. Man will mit den Teams im Mittelfeld kämpfen und endlich den ersten WM-Punkt einsammeln. "Wir müssen erst einmal die ersten Tests abwarten und uns die Ergebnisse anschauen", bremst Gascoyne den Optimismus. "Bis das Auto auf der Strecke fährt, haben wir nur Zahlen und Simulationsdaten, mit denen wir arbeiten können. Jedes Team will in der Rangfolge nach vorne kommen. Wir sind da nicht anders. Die letzten beiden Jahre haben wir auf Rang zehn beendet, was unseren Zielen entsprach. Aber jetzt ist es an der Zeit, dass wir wieder einen Schritt nach vorne machen."

Welcher Fahrer dabei neben Heikki Kovalainen zum Einsatz kommt, ist immer noch nicht ganz klar. Zwar besitzt Routinier Jarno Trulli einen gültigen Vertrag, aussichtsreichster Kandidat ist allerdings Vitaly Petrov. Der Russe könnte sich seinen Platz dank Sponsorgelder erkaufen. Trulli müsste dann ausbezahlt werden. Eine Außenseiterchance besitzt auch noch Adrian Sutil. Die Entscheidung über das zweite Cockpit soll kommende Woche fallen, wenn das Urteil im Gerichtsprozess gegen Sutil gesprochen ist.

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