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Die Probleme von Caterham

Mehr Grip, weniger Balance

Petrov Kovalainen Caterham GP Deutschland 2012 Foto: xpb 33 Bilder

Der Durchbruch bei Caterham lässt trotz eines großen Technikpakets auf sich warten. In Hockenheim fehlte auf Toro Rosso eine knappe Sekunde. Die Caterham-Piloten spüren zwar deutlich mehr Grip, aber jetzt ist das Auto schlecht ausbalanciert. Heikki Kovalainen glaubt trotzdem noch an den Erfolg.

24.07.2012 Michael Schmidt

Beim GP England präsentierte Caterham sein großes Facelift. Die komplette Heckpartie wurde umgebaut: Seitenkästen, Auspuff, Bodenplatte, Diffusor, Motorabdeckung, Heckflügel. Auf dem Papier versprach der runderneuerte Caterham CT01 eine Steigerung von 0,5 Sekunden. Kam sie auch auf der Strecke an?

Zunächst nicht, was daran lag, dass der geplante Aero-Test vor dem Debüt in Silverstone wegen schlechten Wetters abgesagt werden musste. Dann regnete es auch in Silverstone selbst an drei von vier Tagen. Somit fiel eine vernünftige Entwicklungsarbeit ins Wasser. Die Fahrer bemängelten im Rennen Probleme mit der Balance. Das Auto neigte zum Untersteuern.

Caterham fehlt Grip auf der Vorderachse

Vor dem GP Deutschland holte Caterham den Aero-Test in Lurcy-Levis nach. Endlich gab es Daten. Die bestätigten deutlich mehr Grip im Heck. Jetzt fehlt es wieder vorne. "Deshalb kann ich in schnellen Kurven nicht so attackieren wie ich will", klagte Kovalainen. Der Finne bleibt aber optimistisch: "Je mehr wir zum Fahren kommen, umso schneller werden wir die Balanceprobleme lösen. Entscheidend ist, dass wir mehr Abtrieb gefunden haben."

Ein Fragezeichen ist noch der Einfluss des Auspuffs auf die Aerodynamik. Mit der neuen Position am Rand der Seitenkästen hat sich auch das Fahrverhalten geändert. Kovalainen: "Bei gewissen Geschwindigkeiten schwankt hinten der Abtrieb. Da ist noch viel Feintuning am Setup des Autos und von der Motoreinstellung her nötig."

Caterham verliert auf Mittelfeld-Teams

In Hockenheim fehlten auf den langsameren der beiden Toro Rosso 0,9 Sekunden. Das ging schon einmal besser. Vor zwei Rennen in Valencia lag Kovalainen sogar vor beiden Toro Rosso. "Das Auto ist in langsamen Kurven generell stärker. Unser Problem liegt in den schnellen Ecken", erklärt Kovalainen.

Von WM-Punkten will er vorerst noch nicht träumen. "Das wäre etwas viel verlangt. Wir müssen zuerst mal die Lücke zum hinteren Ende des Mittelfeldes komplett schließen. Das Problem dabei ist, dass nicht nur wir Fortschritte machen. Die anderen leider auch."

Im Rennen von Hockenheim erzielte Vitaly Petrov beachtliche Rundenzeiten. Mit seinem Bestwert von 1.19,997 Minuten lag er nur 1,272 über der schnellsten Rennrunde von Michael Schumacher und zwei Zehntel hinter Mark Webber. Romain Grosjean, Daniel Ricciardo und Lewis Hamilton rangierten hinter dem Russen. Petrov kam als 16. ins Ziel, einen Platz vor Williams-Pilot Bruno Senna. "Das Auto fühlte sich so gut wie noch nie an, vor allem in der Anfangsphase mit viel Sprit an Bord."

Kovalainen hofft auf Trendwende in Ungarn

Heikki Kovalainen lag bis zur 44. Runde vor Petrov, bekam dann aber massives Untersteuern, weil die Vorderreifen zu körnen begannen. Erst ein Nasenwechsel kurierte das Problem. "Zu Beginn des Rennens hatte ich ein gutes Gefühl, aber nach meinem zweiten Boxenstopp bekam ich Probleme mit den Reifen. Als wir die Nase getauscht haben, benahm sich das Auto wieder normal. Da war es aber schon zu spät."

Caterham setzt seine Aufholjagd fort. In Ungarn sollten die Karten besser stehen. "Hohe Temperaturen sind gut für uns. Langsame Kurven auch", freut sich Kovalainen auf den Grand Prix, den er 2008 in einem McLaren-Mercedes gewann.

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