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Caterham Technikchef Gascoyne

"Wir sind im Mittelfeld angekommen"

Formel 1-Test, Barcelona, 02.03.2012, Heikki Kovalainen, Caterham Foto: xpb 16 Bilder

Caterham lag an den ersten neun Testtagen meistens am Ende des Feldes. Als bereits Stimmen laut wurden, dass dem Team eine ähnliche Saison drohe wie letztes Jahr, fuhr sich Heikki Kovalainen erstmals ins Mittelfeld. Technikchef Mike Gascoyne glaubt, dass er dort auch bleiben kann.

02.03.2012 Michael Schmidt

Der Auftrag von Caterham-Teamchef Tony Fernandes an seine Truppe war klar und deutlich: "Ich will den Anschluss ans Mittelfeld." Neun Testtage lang sah es so aus, als würde Caterham erneut im Niemandsland zwischen dem Mittelfeld und den beiden Hinterbänklern Marussia und HRT herumgurken. Doch am Freitag (2.3.) hat sich das Bild gewandelt. Heikki Kovalainen fuhr sich mit einer Zeit von 1:23.835 Minuten ins Mittelfeld. Auf Supersoft-Reifen. Allerdings hatte der Finne noch Reserven im Tank.

Caterham startet Angriff auf Mittelfeld

Die Dauerläufe am Nachmittag liefen noch besser. Mike Gascoyne liest daraus: "Wir sind im Mittelfeld angekommen. Auf eine Runde sollten wir die Zeiten von Toro Rosso fahren können. In den Dauerläufen können wir auch mit den anderen Mittelfeld-Teams mithalten. Vielleicht sogar mit Ferrari, wenn Alonsos Rennsimulation heute das richtige Bild war."

Heikki Kovalainen versucht den Ball flach zu halten. "Ehrlich gesagt, ich weiß noch nicht genau, wo wir stehen. Definitiv sind wir deutlich besser als letztes Jahr aufgestellt. Ich wäre sehr überrascht, wenn der Abstand zum Mittelfeld immer noch ein oder zwei Sekunden beträgt. Nach meinem Gefühl sind wir näher dran. Wir haben heute mit dem Setup einen großen Fortschritt gemacht. Wenn uns das gleiche morgen noch einmal gelingt, können wir echt zufrieden sein."

Caterham lässt Benzin ab

Kovalainen geht ins Detail: "Das Heck des Autos ist um Welten besser als im Vorjahr. Es liegt viel stabiler auf der Straße. Dafür ist der Vorderteil des Autos noch etwas behäbig. Für meinen Geschmack untersteuert das Auto zu viel. Einen Teil dieses Problems konnten wir durch den Eingriff von heute beheben. Das neue Teil, das wir morgen einsetzen, geht in die gleiche Richtung."

Zum ersten Mal seit Beginn der Testphase hat Caterham Benzin abgelassen. Zuvor fuhren die grünen Autos praktisch nie mit weniger als 70 Kilogramm im Tank los. "Wir wollten erst einmal unsere Basisarbeit machen, bevor wir auf die Rundenzeit schauen", erklärt Gascoyne.

Caterham läuft ohne Probleme

Im Vergleich zum Vorjahr verlief die Testphase wesentlich problemloser. Vitaly Petrov drehte am Donnerstag 124 Runden. Auch Heikki Kovalainen knackte tags darauf locker die 100-Runden-Marke. "Wir hatten in diesem Jahr hauptsächlich Kleinigkeiten. Nur ein Beispiel. Ein Mal ist uns ein Querlenker delaminiert. Das konnten wir an der Strecke beheben. Letztes Jahr standen wir wegen Wasserlecks und anderen Dinge den halben Tag herum", erzählt Gascoyne. Kovalainen ergänzt: "Über Dinge wie die Servolenkung, die uns 2011 die halbe Saison genervt hat, sprechen wir gar nicht mehr."

In Bezug auf Ausbaustufen hat Caterham sein Test-Pulver verschossen. "Unser großes Upgrade", verrät Kovalainen, "kommt in Melbourne." Unter anderem ein neuer Frontflügel. Der soll dann den letzten Rest des Untersteuerns kurieren. Woher Kovalainen das weiß? "Seit wir bei Williams im Windkanal arbeiten, ist die Korrelation zwischen den Daten und der Wirklichkeit besser geworden."

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