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Caterham gegen Marussia

"Schumi hat uns gerettet"

Glock vs. Petrov GP Abu Dhabi 2012 Foto: xpb 43 Bilder

Das war knapp. Im Kampf um Platz zehn in der Konstrukteurswertung wäre es um ein Haar zu einem Platztausch zwischen Caterham und Marussia gekommen. Caterham brauchte einen zwölften Platz. Heikki Kovalainen landete aber nur auf der 13. Marussia-Fahrer Timo Glock bedankte sich bei Michael Schumacher.

07.11.2012 Michael Schmidt

In diesem Kampf am Ende des Feldes geht es um viel Geld. Marussia kann zehn Millionen Dollar gewinnen, Caterham 20 Millionen Dollar und den Transportkostenzuschuss verlieren. Das wären noch einmal 2,5 Millionen Dollar. Im Augenblick hält Marussia den rettenden zehnten Platz. Dank Timo Glock, der in Singapur Zwölfter wurde. Wenn es Caterham gelingt das Ergebnis zu egalisieren, rutscht der Rennstall wieder in die Top Ten.

Heikki Kovalainen weiß, dass er unter normalen Umständen nie Zwölfter werden kann. "Dazu brauchen wir Regen oder ein verrücktes Rennen." Das verrückte Rennen kam in Abu Dhabi wie auf Bestellung. Sieben Fahrer fielen aus. Sergio Perez wurde zu einer Stop-and-Go-Strafe verdonnert. Kovalainen stieß in den Runden 14 bis 18 und in Runde 42 auf den so wichtigen Platz 12 vor. Obwohl KERS wieder einmal ausgefallen war.

Glock ohne Chance gegen Kovalainen

Timo Glock lag eine Position dahinter. Ohne Aussicht, den Caterham-Piloten anzugreifen. "Die harten Reifen sind nicht richtig auf Temperatur gekommen. Da musste ich abreißen lassen." Außerdem war der Frontflügel krumm. "In der ersten Runde hatte ich eine Begegnung mit meinem Teamkollegen. Ich habe Charles aus dem Windschatten angegriffen, war schon vorbei, aber er wollte nicht nachgeben."

Der Schaden bescherte Glock ein anstrengendes Rennen. "Die linke Frontflügelendplatte ging kaputt. Im ersten Stint hat uns das Aerodynamik gekostet. Das Auto hat fürchterlich untersteuert. So war es echt hart, Petrov hinter mir zu halten. Beim Boxenstopp haben wir dann den Flap steiler gestellt und es wurde besser."

In der 42. Runde, am Ende der zweiten Safety-Car-Phase, wurde Glock nervös: "Ich habe gesehen, dass Heikki schon Zwölfter ist. Mann, das wird echt noch einmal eng, dachte ich mir." Sergio Perez ging zwar in der folgenden Runde an dem Caterham vorbei, doch es war klar, dass der Mexikaner noch eine Strafe absitzen musste. Damit lag Kovalainen virtuell immer noch auf dem zwölften Platz.

Schumi kommt Glock-Team zur Hilfe

Glock und Marussia brauchten die Mithilfe von anderen. "Ich habe Michael Schumacher sofort vorbei gelassen und gehofft, dass er den Caterham niedermacht. Als er an Heikki vorbei war, konnten wir aufatmen. Michael hat uns gerettet." Teamchef John Booth gab zu: "Wir haben an der Boxenmauer ganz schön Nägel gekaut."

Marussia verdient sich den Erhalt den zehnten Platzes im Konstrukteurspokal. Das Team macht weiter Fortschritte bei den Boxenstopps. Glock verbrachte bei seinem Reifenwechsel nur 19,884 Sekunden in der Boxengasse. Damit lag die Marussia-Truppe auf einer Ebene mit Ferrari, McLaren und Mercedes, war sogar schneller als Lotus bei Sieger Kimi Räikkönen. Hut ab! Caterham brauchte für Kovalainen 23,032 Sekunden.

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