Kimi Räikkönen - GP England 2014 75 Bilder Zoom

FIA-Rennleiter Charlie Whiting exklusiv: "Nikis Kommentar nicht sehr hilfreich"

Beim GP England gab es zwei Aufreger, die in Fankreisen heiß diskutiert werden. Der Unfall von Kimi Räikkönen und Fernando Alonsos Fehler in der Startaufstellung. FIA-Rennleiter Charlie Whiting antwortet gegenüber auto motor und sport auf die dringendsten Fragen und lässt uns hinter die Kulissen blicken.

Kimi Räikkönen hat das Auto verloren, weil er in ein Loch im Gras eingehakt hat. Ist das ein Problem der Strecke von Silverstone?

Whiting: Es ist ein Problem aller Rennstrecken. Es ist unmöglich, so große Grasflächen hundertprozentig ebenerdig mit der Strecke oder den Randsteinen zu bringen. In dem Fall wäre es vielleicht besser gewesen, wenn Kimi etwas vorsichtiger auf die Strecke zurückgefahren wäre. Es hat auch nicht geholfen, dass die modernen Autos so wenig Bodenfreiheit haben.

Wäre ein Kiesbett in dieser Kurve nicht besser als Asphalt gewesen, der die Fahrer dazu ermutigt, mit hoher Geschwindigkeit weiterzufahren?

Whiting: Nein. Der Asphalt ist da aus bekannten Gründen. Er dient der Sicherheit. Hier sollten die Fahrer ermahnt werden, dass sie in Zukunft bei so einem Fall mit angemessener Geschwindigkeit auf die Strecke zurückkehren.

Warum hat die Pause so lange gedauert. Niki Lauda hat im TV vorgeschlagen, die beschädigte Leitplanke mit Reifenstapeln abzusichern, zumal es sich um eine Stelle handelt, an der die Chance eines Unfalls eigentlich sehr gering ist?

Whiting: Absolut Nein. Nikis Kommentar war nicht sehr hilfreich, denn er hat damit gezeigt, dass er von nichts von Rennstrecken versteht. Es ist lächerlich zu sagen, dass sich der Unfall an der gleichen Stelle kaum wiederholen wird. Wenn es ein Fahrer schafft so einen Unfall zu bauen, können es auch andere. Hätten wir bei dem Unfall von Felipe Massa 2009 in Budapest gesagt, dass wahrscheinlich nie wieder ein Fahrer von einer Feder am Kopf getroffen wird, dann hätte es nie eine Sicherheitskampagne für stärkere Helmvisiere gegeben.

Haben die Radseile zu Ihrer Zufriedenheit funktioniert? Max Chilton wäre um ein Haar von Reifenteilen getroffen worden.

Whiting: Die Radseile haben sich sehr gut bewährt. Nichts kann einen Reifen auf der Felge halten, wenn die Felge beim Aufprall so stark beschädigt wird, wie das bei Räikkönen der Fall war. Es sollte hierbei erwähnt werden, dass Kimi nach diesem massiven Unfall praktisch unverletzt aus seinem Auto gestiegen ist. Das Chassis war beinahe in zwei Hälften gebrochen. Das ist ein Beweis dafür, wie viel in den letzten Jahre für die Sicherheit der Autos unternommen wurde.

Anderes Thema: Warum hat die Rennleitung nichts davon gemerkt, dass Fernando Alonso seine Startposition überfahren hatte? Gibt es dafür keine Sensoren?

Whiting: Die Sensoren in der Startaufstellung messen die Bewegung, nicht die Position. Wir bekamen die Nachricht von zwei Teams und einem Beobachter am entsprechenden Startplatz. Es hat wegen des Unfalls nur länger gedauert, bis die Untersuchung eingeleitet wurde.

Warum wurde Alonso bestraft? Felipe Massa ist bei einem ähnlichen Vergehen in Spa mit einem blauen Auge davongekommen.

Whiting: Massas Regelverstoß wurde erst zwei Tage nach dem Grand Prix an uns berichtet. Da war es zu spät, ihn zu bestrafen.

*Korrektur: In der ursprünglichen Version war die Aussage Whitings zu lesen, dass Niki Lauda nichts von "Sicherheit" verstehe. Nach Rücksprache mit der FIA wurde diese Passage geändert in: "Er hat damit gezeigt, dass er von nichts von Rennstrecken versteht."

Michael Schmidt

Autor

Foto

Wilhelm

Datum

8. Juli 2014
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