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Chassis zerstört

Webber startet von ganz hinten

Mark Webber Red Bull Crash Singapur 2009 Foto: dpa 31 Bilder

Mark Webber wird den Grand Prix von Japan am Sonntag (4.10.) von ganz hinten angehen müssen. Bei seinem heftigen Crash im letzten freien Training beschädigte sich der Australier das Chassis seines Red Bull.

03.10.2009 Tobias Grüner

Ein Wechsel des Chassis und der Aufbau des Autos dauert mindestens vier bis fünf Stunden. Webber wird deshalb nicht am Qualifying teilnehmen. Das Rennen am Sonntag muss er von ganz hinten aus der Boxengasse starten.

Webber-Abflug mit Folgen

Acht Minuten vor Trainingsende hatte der WM-Vierte in den Degner-Kurven plötzlich die Kontrolle über sein Auto verloren. Der Red Bull setzte auf dem Asphalt auf und krachte seitlich in die Reifenstapel. "Mark war auf einer richtig schnellen Runde", nimmt Teamchef Christian Horner seinen Piloten in Schutz.

Auf den Fernsehbildern schien der Crash zunächst nicht so heftig. Eine erste Untersuchung in der Box lieferte allerdings ein negatives Ergebnis. "Das Lenkgestänge wurde aus dem Monocoque gerissen", erklärt Horner. "Nach dem Aufbau muss das Auto am Sonntag noch einmal zur Abnahme, weshalb er aus der Boxengasse starten muss."

Webber enttäuscht

Webber selbst war entsprechend bedient. "Das Rennen nicht von einem vernünftigen Startplatz angehen zu können, ist sehr hart für uns alle - vor allem für die Jungs in der Box. Es war kein harter Crash. Da wir heute aber keine Ersatzautos mehr haben, geht das leider so aus. Das ist schade."

Theoretisch könnte Webber nun den gleichen Trick anwenden, wie zuletzt Nick Heidfeld in Singapur. Wenn er sowieso an das Ende des Feldes muss, könnte das Team auch gleich einen neunten Motor einbauen, ohne zusätzlich bestraft zu werden. Heidfeld war vor einer Woche im Qualifying mit zu wenig Ballast unterwegs und nutzte die Strafe zum Motorwechsel. "Darüber haben wir noch gar nicht nachgedacht", gestand Horner auf Nachfrage. Allerdings ist die Motoren-Not bei Webber noch nicht so groß wie beim BMW-Kollegen.

Rückschlag für Webber im Kampf um Rang drei

Schon im freien Training von Singapur fiel Webber durch einen Crash auf. Vor einer Woche verlor der Routinier am Eingang der Zielgerade in Singapur das Heck und schlug in die Boxenmauer ein. Webber hatte Glück, dass der Unfall schon im zweiten Training passierte und für die Mechaniker genügend Zeit für die Reparatur zur Verfügung stand.

Nach dem Pech seines Teamkollegen kann Sebastian Vettel am Sonntag nun etwas leichter den dritten Platz in der WM zementieren. Allerdings blickt der Deutsche weniger auf seinen Teamkollegen als auf die letzte Chance auf den WM-Titel. Aus dem Brawn-Lager gibt es allerdings keine derartigen Hiobsbotschaften zu berichten. Alles läuft bei den weißen Autos nach Plan. Vettel müsste sechs Punkte auf Jenson Button aufholen, um nicht schon frühzeitig aus dem Titelrennen zu fallen.

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