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Christian Klien exklusiv im Interview

Planmäßig schneller als Senna

Christian Klien Foto: xpb 22 Bilder

Christian Klien bestritt in Singapur das erste Formel 1-Qualifying seit vier Jahren. Im Interview mit auto motor und sport.de spricht der Österreicher über seine kurze Eingewöhnungszeit bei HRT und die Probleme beim Comeback.

25.09.2010 Michael Schmidt

Wie schnell haben Sie sich an ihren HRT gewöhnt?
Klien: Ich bin in den Freitagstrainings rund 40 Minuten gefahren. Wenn du einen ganzen Trainingstag bestreitest, merkst du erst, wie kurz eineinhalb Stunden Training sein können. Da müssen nur kleine technische Probleme dazwischen kommen, und du verlierst schon wieder Zeit, die du gerne zum Kennenlernen des Autos hättest.

Wo gibt es noch Probleme?
Klien: Ich glaube, dass noch eine halbe Sekunde drin ist, wenn ich das Auto perfekt kenne. Die Daten zeigen, dass ich beim Bremsen noch Zeit verliere. Und ich hole noch nicht alles aus den weichen Reifen heraus. Man muss wissen, an welchen Stellen sie dir einen Zeitvorteil bringen. Sie sind besser in der Traktion, aber nur wenn das Auto beim Beschleunigen gerade steht. Wenn du das Lenkrad noch eingeschlagen hast und die Reifen Querkräfte übertragen müssen, dann stellt sich unser Auto schnell quer.

Was lief am Samstag besser als am Freitag?
Klien: Wir haben ein paar Kleinigkeiten geändert. Zum Beispiel unter das Gaspedal eine stärkere Feder eingebaut. Weil es den Fuß auf den Bodenwellen immer hin- und herschüttelt und die Gaspedalfeder zu weich war, hat die Rückmeldung nicht gestimmt. Dann hatte ich noch zu wenig Erfahrung mit den weichen Reifen. Auf den harten Reifen war das Auto gut ausbalanciert. Ein bisschen zuviel Untersteuern vielleicht. Als ich dann die weichen drauf hatte, geben die natürlich mehr Grip auf der Vorderachse. Die Balance ist schlagartig in Übersteuern umgeschlagen und ich habe keine Zeit gewonnen. Im dritten Training war ich besser vorbereitet. Wir haben mit der Gewichtsverteilung reagiert. Die erste Runde mit den weichen Reifen war um sieben Zehntel besser als mit den harten.

Froh, wieder mal ein Rennen fahren zu dürfen?
Klien: Und wie. Ich war ja länger weg als Michael Schumacher. Meinen letzten Grand Prix bin ich 2006 in Monza gefahren.

Liegen Sie im Plan?
Klien: Ich bin schneller als Senna. Also ja.

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