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Interview mit Claire und Frank Williams

"Dad ist immer noch der Boss"

Frank & Claire Williams - Formel 1 - 2013 Foto: xpb 143 Bilder

Es läuft nicht bei Williams. Nur ein Punkt aus 15 Rennen. Und das ausgerechnet in der Saison, in der Frank Williams die Rolle des Teamchefs an seine Tochter abgegeben hat. auto motor und sport hat sich mit beiden unterhalten.

22.10.2013 Michael Schmidt
Was hat sich in Ihrem Leben geändert, seit Sie stellvertretende Teamchefin sind?

Claire: Die Tage im Büro sind wie vorher. Ich muss das Budget besorgen und zusammen mit meinem Vater unsere Partner betreuen. Nur das Medieninteresse ist größer geworden. Ein Interview da, ein Fotoshooting dort.

Wie war das Gefühl, Teamchefin eines Rennstalls mit so einer großen Historie zu sein?

Claire: Dad ist immer noch der Boss. Ich sehe mich nicht als Chef. In meiner neuen Rolle habe ich mehr Verantwortung übernommen. Und es ist eine Verantwortung, mit dieser sorgfältig umzugehen. Ich will Dad so repräsentieren, dass er zufrieden mit mir ist. Sonst käme ich in Teufels Küche.

Wie teilen Sie ihre Arbeit auf?

Frank: Mein Job hat sich nicht geändert. Ich kümmere mich um die Politik in der Formel 1-Gemeinschaft, bin der Ansprechpartner für Bernie und die FIA und versuche Claire bei der Sponsorpflege zu helfen. Der Job von Claire ist wichtiger als meiner. Sie muss das Geld besorgen. Das ist heute die wichtigste Aufgabe in einem Formel 1-Team. Mein letzter großer Wunsch ist es, unsere Partnerschaft mit Katar zu einem Abschluss zu bringen. Ich habe in den 70er Jahren mit den Saudis einen Vertrag gemacht. Das gleiche möchte ich jetzt mit Katar schaffen. Ich arbeite daran seit drei Jahren. Wir haben dort unten unsere kleine Filiale, die sich um die Entwicklung neuer Technologien kümmert. Von meiner Erfahrung mit den Saudis weiß ich, dass Geduld eine große Rolle spielt.

Wie wichtig ist ein zweites Standbein?

Frank: Es ist nicht unsere Lebensader, aber es ist wichtig. Es ist das dritte Bein eines Barhockers. Auf zwei sitzt sich schlechter.

Claire: Wir machen Fortschritte mit unserer Sparte fortschrittlicher Technologien. Sie spielt nun Geld ein, das dem Formel 1-Team zugutekommt. Wenn dieses Geschäft weiter so wächst, wird es für uns ein immer wichtigeres Standbein. Als Zuschuss zu den Sponsorgeldern.

Wollen Sie den Weg von Ron Dennis gehen, der mit einem Sportwagen eine zweite Existenz aufzubauen versucht?

Frank: Unser primäres Geschäft ist der Rennsport. Ich will wieder gewinnen. Dafür tue ich alles.

Wie gut waren Sie auf den Schritt an die Spitze des Rennstalls vorbereitet?

Claire: Der Schritt kam schon sehr früh in meiner Karriere, aber ich hatte eine gute Lehrzeit bei Williams. Keine spezielle Ausbildung, sondern learning by doing. Ich habe die ganze Zeit meinem Vater auf die Finger geschaut. Und dann habe ich drei, vier Jahre mit unserem früheren Geschäftsführer Adam Parr zusammengearbeitet und danach mit Toto Wolff. Ich hatte wirklich Glück, so gute Lehrmeister zu haben.

Frank: Mein Vater war ein sehr erfolgreicher Geschäftsmann, der sich alles selbst beigebracht hat. Claire ist nun die dritte Generation. Und man sagt ja, dass die das vollendet, was die erste gesät hat.

War der Weg zur Teamchefin immer Ihr Masterplan?

Claire: Dad ist wie eine Batterie, der nie der Strom ausgeht. Es kam mir nie in den Sinn, dass Dad einmal aufhören würde. Deshalb habe ich auch nicht von einem Job als Teamchef geträumt, weil es mir unrealistisch schien. Und du willst dir ja auch nicht vorstellen wie es wäre, wenn dein Vater einmal nicht mehr die Firma führt. Ich hatte deshalb nie den Plan das zu werden, was ich heute bin. Es kam aus heiterem Himmel. Ich liebe den Sport und das Team. Es ist wie ein dritter Bruder für mich. Deshalb habe ich mich immer angestrengt, so gut wie möglich zu sein.

Wollten Sie immer schon das Team an eines Ihrer Kinder übergeben?

Frank: Erst in den letzten drei oder vier Jahren. Ich war so beschäftigt, dass ich über die Nachfolge keinen Gedanken verschwendet habe. Aber wenn du mal ein gewisses Alter über 60 Jahre erreicht hast, musst du über die Zukunft deiner Firma nachdenken. Es wäre nicht fair, die Firma einfach ihrem Schicksal zu überlassen. Claire hat im Marketing einen super Job gemacht. Gute Arbeit ohne großes Aufheben. Sie war der ideale Kandidat für mich.

Wann haben Sie bei Williams angefangen und in welcher Rolle?

Claire: Meine erste Aufgabe war es, in Silverstone Tee zu kochen und Sandwiches vorzubereiten, als wir dort noch im Camper gehaust haben. Wir sind mit Dad an die Rennstrecke gefahren, und er hat uns kleine Aufgaben gegeben. Ich erinnere mich gerne an die alten Zeiten in Silverstone zurück. Das habe ich gemacht, bis ich 16 war. Danach bin ich in der Firma den Sekretärinnen auf die Nerven gegangen, indem ich sie um kleine Jobs angebettelt habe. Mein erster echter Job in der Firma war in der Presseabteilung in den 90er Jahren.

Frank: Als Vater willst Du das Beste für deine Kinder. Williams ist ein Familienbetrieb. Wenn du die Chance hast, die Firma an eines deiner Kinder abzugeben ist das die beste Lösung. Sonst müsste ich sie ja verkaufen.

Williams ist seit März 2011 an der Börse notiert. Wie hat sich die Firma seitdem gewandelt?

Frank: Es wurde ja nur ein Teil der Aktien an der Börse verkauft. Für unser Tagesgeschäft hat das keinen Einfluss. Williams wird immer noch wie ein Familienbetrieb geführt.

Schauen Sie jeden Tag die Börsenkurse an?

Frank: Einmal pro Woche.

Claire: Ich schaue mir die Kurse jeden Tag an. Es sind nur 20 Prozent der Firma an der Börse. Mein Vater ist immer noch der größte Anteilseigner. Die meisten unserer Aktionäre haben sich genau aus dem Grund Anteile gekauft, weil die Firma immer noch ein Familienunternehmen ist und als solches geführt wird. Das gibt ihnen Stabilität und Sicherheit. Weil der Anteil an Streubesitz relativ klein ist, bewegt sich die Aktie kaum. Es gibt vielleicht 2.000 Bewegungen pro Woche. Der Aktienkurs liegt immer noch in der Nähe des Ausgabepreises. Und er orientiert sich offenbar nicht an unseren Leistungen auf der Rennstrecke.

Frank, erinnern Sie sich an Ihr erstes Formel 1-Jahr: Wie viele Angestellte hatte Ihr Team damals?

Frank: Ich habe 1969 mit einem gekauften Brabham-Cosworth für Piers Courage begonnen und hatte drei Mechaniker, eine Truckie und ein Mädchen für alles. Als ich anfing eigene Autos bauen zu lassen, waren es ungefähr 20. Das war, als uns Patrick Head im Winter 1977/78 dieses wunderbare, elegante Auto gebaut hat. Ein Jahr später sind wir auf ein Groundeffect-Auto umgestiegen und haben angefangen zu gewinnen. Die Zahlen sind dann in 20er Schritten nach oben gegangen. Wir haben ziemlich früh die 100er Marke überschritten.

Sie haben die Firma mit eigenen Händen aufgebaut. Hat es Ihre Tochter einfacher, weil Sie einen großen Apparat in ihrem Rücken weiß?

Frank: Williams ist in den 60er und 70er Jahren von einem Rückschlag zum nächsten gegangen. Und wir mussten uns immer wieder aufrichten. Technisch waren wir armselig organisiert. Deshalb sagte ich Ende 1977 zu Guy Edwards: Finde mir um Himmels Willen einen fähigen Ingenieur. Er hat geantwortet: Es gibt da einen Kerl, der arbeitet momentan im Bootsgeschäft. Sein Name ist Patrick Head. Den Rest der Geschichte kennen Sie. Wir haben dank Patrick ein gutes Auto gebaut. Das hat uns Respekt bei den Sponsoren eingebracht. Wir verdienten richtiges Geld und hatten gute Ergebnisse. So ging das damals.

Claire: Ich habe alles zu verlieren. Wenn ich nicht gut arbeite, setze ich ein Lebenswerk aufs Spiel. Mein Vater, meine Mutter und Patrick haben gekämpft, gekämpft und gekämpft, um diesen Rennstall mit wunderbaren Leuten und den besten Ressourcen aufzubauen. Ich muss dieses Werk fortsetzen. Es wäre furchtbar, wenn ich 40 Jahre harte Arbeit an die Wand fahren würde. Das ist eine riesige Verantwortung.

Frank, in Ihrer Zeit gab es vier große Epochen: Die Cosworth-, Honda-, Renault- und BMW-Ära. Welche war die beste?

Frank: Wir sind auch mit Toyota-Motoren gefahren, aber die beste Zeit war mit Honda. Sie waren unglaublich entschlossen zu siegen. Dafür haben sie Unmengen Geld und Menschen investiert. Du hattest immer das Gefühl, dass dies die wichtigste Sache in ihrem Leben sei. Das waren echte Racer.

Williams hat sich immer zurückgekämpft. Ist es diesmal schwieriger?

Frank: Nein, das glaube ich nicht. Eher im Gegenteil. Jeder hat heute die Technologie und das Wissen, vorne zu fahren. Die Spitze ist breiter geworden.

Claire: Heute können sieben Teams ein Rennen gewinnen. Früher waren es drei. Der größte Wettbewerb findet heute neben der Strecke statt. Alle kämpfen um das gleiche Geld. Früher gab es die Tabakindustrie, die den Sport am Leben gehalten hat. Heute ist es ungleich schwieriger geworden das notwendige Budget zu finden.

Der Sport hat sich gewandelt. Denken Sie manchmal zurück an die gute alte Zeit?

Frank: Das ist die Vergangenheit. Ich bin froh, dass die Formel 1 den Weg in die moderne Zeit gefunden hat. Das haben wir alles Bernie zu verdanken.

Claire: Die Formel 1 ändert sich wie das Leben immer schneller. Mein Gott, wenn ich an die alte Zeit zurückdenke. Da waren die Motorhomes noch einfacher Camper. Im Vergleich dazu haben wir heute Paläste.

Wie oft sprechen Sie im Tagesgeschäft mit Ihrem Vater und holen sich Rat ein?

Claire: Das passiert regelmäßig. Ohne einen bestimmten Terminplan. Mein Büro liegt jetzt neben dem meines Vaters. Dad fährt viel mit seinem Rollstuhl durch die Büroräume um fit zu bleiben. Immer, wenn er zu mir ins Büro kommt, unterhalten wir uns. Ein bis zwei Mal pro Woche haben wir ein Treffen mit unseren Sponsoren und Partnern. Da halten Dad und ich alle auf dem Laufenden.

Und an der Rennstrecke?

Claire: Wenn mein Vater nicht da ist, telefoniere ich jeden Tag mit ihm. Das tun aber unser Teammanager Dickie Stanford, unser Technikchef oder die Fahrer auch. Frank ist an Rennwochenenden im Büro und verfolgt das Rennen dort live im Kontrollraum mit. Da hat er auch gleich alle Daten.

Frank: Ich bin immer noch bei allen europäischen und vier bis fünf Überseerennen dabei. Die langen Strecken kann ich nicht mehr fliegen. Die Fluggesellschaften erlauben es nicht, dass ich in einen Stretcher gestellt werde. Das könnte bei Turbulenzen Probleme geben. Ich liebe Rennsport, aber kann wegen meiner Behinderung nicht mehr überall dabei sein. Ich hätte mir eben nicht den Hals brechen dürfen. Mein alter Partner Patrick Head hat mich immer mit dem Spruch aufgezogen: Du hättest besser korrigieren sollen, als das Auto damals übersteuert hat.

Sie müssten der am längsten überlebende Mensch mit so einer Behinderung weltweit sein.

Frank: Nein, es gibt da einen Schweizer, dem ist das gleiche zwei oder drei Jahre vor mir passiert. Er hat vielleicht ein Prozent mehr Beweglichkeit als ich. Und er lebt immer noch. Ein toller Bursche. Ich hatte ein Geschäft, als es passierte und hatte das Glück, viele hochqualifizierte Menschen um mich herum zu haben. Der Typ hat nach seinem Unfall eine Firma gegründet. Eine Firma, die Rollstühle herstellt. Noch im Krankenhaus hat er gesagt: Ich kann bessere Rollstühle bauen als dieser Mist, den wir hier im Krankenhaus haben. Da ziehe ich meinen Hut vor. Er hat sein Geschäft trotz der Behinderung von null aufgebaut.

Claire: Dein Glück war, dass du mit der Firma ein Lebenselixier hattest. Und Mum hätte es nie zugelassen, dass du aufgibst. Der Rennsport war für meinen Vater der Sauerstoff zum Leben.

Wie schauen Sie sich ein Rennen am Fernseher an. Wie ein ganz normaler Zuschauer oder voll vernetzt?

Frank: Ich sitze mit den Ingenieuren im so genannten Communications-Room und habe alle Daten aus der Boxengarage und dem Technik-Truck zur Verfügung. Ich kann auch beim Debrief zuhören, so als wäre ich an der Strecke.

Sitzen Sie jetzt am Kommandostand?

Claire: Nein, da ist kein Platz für mich. Würde ich das verlangen, würden die Ingenieure den Kommandostand verlassen. Ich habe dort keine Funktion. Auch wenn mir jetzt eine Universität einen Doktortitel für meine Verdienste am Motorsport verleihen wollte. Es ist natürlich eine Ehre, aber ich habe abgelehnt, weil ich glaube, dass es nicht angemessen wäre, das anzunehmen. Mein Freund, der einer unserer Renningenieure ist, konnte es nicht glauben. Er hat sechs Jahre studiert und keinen Doktortitel und ich sollte ihn einfach so bekommen.

Welche Art Manager sind Sie? Können Sie gut delegieren?

Claire: Das müssen sie unsere Mitarbeiter fragen.

Frank: Sie ist im Team respektiert. Sie arbeitet hart, sie ist sehr gut organisiert. Das hat sie von ihrer Mutter.

Haben Sie sich über die Jahre als Chef verändert?

Frank: Am Anfang habe ich mich um alles gekümmert. Als Patrick Head in unser Team kam, habe ich gelernt, dass es Leute gibt, die mehr von Technik verstehen als ich. Ab da habe ich mich in technische Dinge nicht mehr eingemischt. Er hat unser Technikbüro aufgebaut. Ich musste das notwendige Geld dafür finden. Das ist jetzt der Job von Claire. Sie muss diesen enormen Appetit nach Geld, den dieses Geschäft fordert, stillen.

Wer geht in die Sitzungen der Teamchefs?

Claire: Normalerweise mein Vater. Nur wenn er nicht vor Ort ist, vertrete ich ihn.

Bernie hat Sie Ihren Kollegen in China vorgestellt.

Frank: Was hat er gesagt?

Claire: Er hat allen gesagt, dass sie nett mit mir umgehen sollten, weil ich noch neu bin. Und dann würde ich den Wölfen zum Fraß vorgeworfen.

Ist es ein Piranha-Teich?

Frank: Zu einem gewissen Teil ja. Den meisten kannst du schon trauen. Du weißt ja, wie sie ticken. Es sind alles Racer, die gewinnen wollen.

Claire: Es gibt heute mehr gemeinsame Interessen. Wir wollen alle weiter Rennsport betreiben und wissen, dass dies nur möglich ist, wenn die Kosten gesenkt werden. In der Zeit meines Vaters war es wahrscheinlich mehr ein Piranha-Club. Schon allein, weil alle Teams von einer unterschiedlichen Basis aus operiert haben mit Interessen, die schwer unter einen Hut zu bringen waren. Wir müssen heute zusammenarbeiten. Früher war das nicht so der Fall. Da hat jeder mehr für sich gearbeitet. Stimmt das, Dad?

Frank: Ja, aber dafür hatten wir ja Bernie. Er hat uns alle immer wieder zusammengebracht.

Sie sind neben Monisha Kaltenborn die zweite Frau an der Spitze eines Formel 1-Teams. Warum hat es so lange gedauert, bis sich Frauen an der Spitze eines Rennstalls durchgesetzt haben?

Claire: Komisch, nicht wahr? Vielleicht waren bislang Frauen nicht gut genug für diesen Job. Bis Monisha bewiesen hat, dass es geht. Sie hat das Eis gebrochen. Das wird mehr Frauen ermutigen, es zu versuchen.

Hätten Sie vor 30 Jahren Frauen in diesem Club akzeptiert, Frank?

Claire: Pass auf, was Du jetzt sagst.

Frank: Wahrscheinlich nicht. Weil es undenkbar war. Aber das Leben hat gezeigt, dass Frauen in dieser Position Erfolg haben. Warum sollte es im Rennsport anders sein? In 30 Jahren sind vielleicht 50 Prozent aller Teamchefs weiblich. Jetzt schon werden 80 Prozent aller Marketingabteilungen von Frauen angeführt.

Was sind die größten Fallen in diesem Geschäft? Wovor können Sie Ihre Tochter warnen?

Frank: Ich glaube, Sie braucht meine Ratschläge nicht. Sie muss Geld einspielen. Das ist eine große Aufgabe. Claire macht das schon seit einigen Jahren. Sie ist erfahren und hartnäckig genug, diese Aufgabe zu erfüllen.

Ist es einfacher Geld zu finden, wenn man als Team so viel Historie verkaufen kann?

Claire: Das ist einer der Gründe, warum ich die Rolle übernommen habe, Geld zu finden. Williams ist ein Synonym für die Leidenschaft meines Vaters. Es war besser, das Erbe innerhalb der Familie weiterzugeben als es an irgendjemand zu verkaufen. Diese Passion lebt in mir weiter, und ich kenne die Geschichte dieses Rennstalls. Ich muss unsere Partner überzeugen. Das fällt leichter mit meinem Background.

Wie viele der alten Williams-Modelle im Museum würden Sie erkennen?

Claire: Da kommt mein Bruder Johnny ins Spiel. Er ist ein lebendes Lexikon und kennt sie alle. Ich weiß, was ich wissen muss.

Sie haben noch weit über 100 Rennautos in Ihrem Bestand. Was machen Sie damit?

Frank: Ja richtig, wir haben rund 100 Autos in verschiedenen Lagerhallen und unserem Museum herumstehen. Hin und wieder verkaufen wir auch das ein oder andere. Aber nur wenn mir der Käufer gefällt.

Ihr Lieblingsauto?

Frank: Der FW07, unser erstes echtes eigenes Auto. Was für ein wunderschönes Fahrzeug. Der 86er Williams-Honda. Und der FW14 mit dem Renault-Motor, der alle anderen zerstört hat. Kurz gesagt: Jedes unserer Autos, das eine Saison dominiert hat.

Claire: Ich liebe auch die modernen Autos. Immer wenn ich unser Auto am Samstagabend eingepackt unter Parc fermé Bedingungen sehe, gibt mir das einen Stoß. Es ist ein so friedlicher Moment. Unsere Autos sind Teil unserer Familie.

Warum läuft es zur Zeit nicht?

Claire: Das Auto ist nicht gut genug. Jeder weiß das. Wir versuchen alles, den Schlüssel zu finden. Wir haben alle Ressourcen, das Ruder herumzureißen. Wir versuchen zu verstehen, warum dieses Auto nicht so gut ist wie das letztjährige. Heute reichen vier Zehntel aus, um aus den Top Ten zu fliegen.

Wie viele Mitarbeiter sind noch aus der alten Zeit dabei?

Frank: Einer, vielleicht zwei aus der Zeit als es losging.

Claire: Wir haben aber viele Mitarbeiter, die ihr 20-jähriges Firmenjubiläum gefeiert haben.

In unserer Bildergalerie zeigen wir Ihnen noch einmal die Fotos vom Aufstieg Williams, den goldenen Jahren und der Krise zuletzt.

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