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Concorde Agreement

F1-Abkommen noch vor Ungarn-Grand-Prix

GP Deutschland 2009 Foto: Red Bull 60 Bilder

Der monatelange Kampf um das neue "Concorde Agreement" für die Formel 1 ist offensichtlich beigelegt. Das bis 2012 gültige Regelwerk soll noch vor dem Großen Preis von Ungarn unterschrieben werden.

21.07.2009

Im Idealfall ist die Einigung bereits an diesem Mittwoch perfekt. Die erbitterten Streithähne, der Internationale Automobil-Verband FIA und die Teamvereinigung FOTA, haben sich auf einen neuen Vertrag geeinigt. "Wir können uns auf ein gutes Durchstarten der Formel 1 bald freuen", sagte Mercedes-Motorsportchef Norbert Haug am Dienstag bei einer Telefonkonferenz. "Wir sind auf einem sehr guten Weg, die gesetzten Ziele zu erreichen."

Der gnadenlose Machtkampf zwischen dem Dachverband mit Präsident Max Mosley an der Spitze und den sogenannten Rebellen um Ferrari, McLaren-Mercedes und BMW-Sauber hatte die Königsklasse vor eine Zerreißprobe gestellt. Kommt es nun zur Einigung, kann sich die Formel 1 wieder aufs Sportliche konzentrieren. "Der kooperative Gedanke muss wieder her", forderte Haug. "Konfrontation darf es nur geben, wenn es nicht anders geht." Er hoffe auch, dass es im Ringen um die Mosley-Nachfolge zwischen dem früheren Ferrari-Teamchef Jean Todt und dem ehemaligen Rallye-Weltmeister Ari Vatanen zu einem fairen Wahlkampf komme.

FOTA-Mitglieder "keine Revoluzzer"

Der Mercedes-Mann versicherte, die Formel 1 werde "etwas sehr Gutes erreichen". Für ihn hat "in erster Linie die Geschlossenheit" der acht FOTA-Rennställe zur positiven Entwicklung und der verhinderten Spaltung geführt. "Wir sind nicht die Revoluzzer, sondern der Kern der Formel 1", sagte Haug.
 
Geschockt reagierte Haug auf den tödlichen Unfall von Henry Surtees bei einem Formel-2-Rennen am Sonntag im englischen Brands Hatch: "Das ist an Tragik und Dramatik nicht zu überbieten." Der 18 Jahre alte Sohn des ehemaligen Formel 1- und Motorrad-Weltmeisters John Surtees war von einem abgebrochenen Rad eines anderen Autos am Kopf getroffen worden und dann in die Streckenbegrenzung gekracht. Haug hält einen vergleichbaren Unfall in der Formel 1 wegen der dort vorgeschriebenen Halteseile und anderer Sicherheitsbestimmungen wie das Kopf- und Nackenschutzsystem HANS für kaum denkbar. "Aber wir wissen, dass es die endgültige und totale Sicherheit nicht gibt."

Mercedes noch kein Siegkandidat

Beim zehnten Saisonlauf am Sonntag (26.7.) in Budapest zählt der Schwabe die Silberpfeile trotz des Aufschwungs am Nürburgring nicht zu den Sieg- oder Podiumskandidaten: "Aber wir sollten auf einer Strecke wie dem Hungaroring nicht ganz ohne sein." Haug räumt Brawn GP mit WM-Spitzenreiter Jenson Button auch wegen der zu erwartenden Hitze gute Siegchancen ein. Sollte das britische Kundenteam die WM gewinnen, würde sich Mercedes freuen, aber "wenn der Kunde den Titel holt, ist das nur die zweitbeste Lösung". Haug versicherte, dass McLaren-Mercedes Brawn GP im Kampf gegen Red Bull mit den ebenfalls chancenreichen Sebastian Vettel und Mark Webber keine strategische Hilfe leisten werde: "Das ist nicht im Sinn des Sports."
 
Nichts Neues gibt es bei dem britisch-schwäbischen Team in Sachen Fahrerplanung. "Wir sind mitten drin. Es sollte sich in den nächsten zwei Monaten entscheiden", sagte Haug. Seit längerem ist bekannt, dass Mercedes Interesse an Nico Rosberg hat, dessen Vertrag bei Williams nach dieser Saison ausläuft.

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