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Cosworth Formel 1 V8

Motorenauslieferung bereits im November

Foto: Toyota F1 27 Bilder

Bei Cosworth laufen die Vorbereitungen für die nächste Saison auf Hochtouren. Der Hersteller des erfolgreichsten Rennmotors aller Zeiten feiert 2010 mit seinen Kunden Manor, Campos und USF1 ein Comeback in der Formel 1.

23.07.2009 Michael Schmidt

Drei Jahre klaffte ein Loch in der Formel 1-Geschichte von Cosworth. Was 1967 beim GP Holland mit einem Sieg bei der Premiere begann, endete nach der Saison 2006. Cosworth musste das Handtuch werfen. Der Wettstreit mit den Automobilherstellern war dem letzten verbliebenen unabhängigen Motorenbauer der Formel 1 zu teuer geworden. 2010 feiert die Motorenschmiede aus Northampton ein Comeback. Die drei neuen Teams Manor GP, Campos und USF1 werden mit Cosworth-Power antreten.

Bei dem Motor handelt es sich um eine aufgefrischte Version des 2006er Triebwerks. Der Cosworth V8 sorgte vor drei Jahren für Schlagzeilen, weil es der erste Motor war, der die 20.000/min-Schallmauer durchbrach. Das Grundkonzept des Achtzylinders war genial, doch der Firma fehlte das Geld, das Triebwerk weiterzuentwickeln. Williams verzeichnete 2006 viele Ausfälle, die in der Peripherie des Motors ihren Ursprung fanden. Man hatte sich bei den Belastungen vieler Komponenten als Folge der hohen Drehzahlen verrechnet.

Cosworth auch ohne Geschenke konkurrenzfähig

Cosworth-Chef Tim Routsis glaubt, dass seine 40 Ingenieure mit dem 2006er Motor eine gute Basis vorfinden. "Unsere Simulationen zeigen, dass der Motor auch in der abgespeckten Version konkurrenzfähig sein wird. Wäre er in einem der Siegerautos dieses Jahres eingebaut gewesen, hätte das Ergebnis nicht anders ausgesehen."

Ursprünglich wollte die FIA dem Heimkehrer das Comeback mit einem Drehzahlgeschenk versüßen. Der Cosworth V8 sollte 20.000 statt 18.000/min drehen dürfen. Weil da die anderen Hersteller nicht mitspielen wollten, ging Cosworth von sich aus in die Offensive und fügte sich in das 18.000er Drehzahllimit. "Es ist grundsätzlich einfach, einen Motor von 20.000 auf 18.000 Umdrehungen runterzutunen als den umgekehrten Weg zu gehen", räumt Routsis ein.

Einigung auf acht Motoren pro Auto je Saison

Auch das FIA-Geschenk, unbegrenzt Motoren einsetzen zu dürfen, schlug Cosworth aus. Die Cosworth-Kunden bekommen 2010 pro Auto und Saison je acht Triebwerke. Die Hersteller hatten ihr Geschäftsmodell, Motoren für fünf Millionen Euro zu liefern, zwar auf der Zahl fünf Motoren pro Auto berechnet, doch Cosworth nahm den Argumenten von Mercedes, BMW, Ferrari, Toyota und Renault den Wind aus den Segeln. "Wir machen auch bei acht Motoren pro Auto und einem Preis von fünf Millionen noch ein Geschäft", sagt Routsis. "Das müsste den Herstellern auch möglich sein." Mit anderen Worten: Wenn die teurer produzieren, dann stimmt etwas in ihrer Kalkulation nicht.

Die ersten Cosworth-Motoren laufen bereits auf dem Prüfstand. Weil Cosworth dynamische Prüfstände besitzt, auf denen Motor und Getriebe zusammen getestet werden können, betreiben Manor GP, USF1 und Campos bereits jetzt Trockentraining mit der Antriebseinheit. Routsis verspricht: "Die ersten kompletten Motoren werden im November ausgeliefert."

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