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Crashparade in Japan

Warum gab es so viele Unfälle in Suzuka?

GP Japan 2009 Foto: dpa 32 Bilder

Die Qualifikation zum GP Japan war eine Crashparade. Vier Fahrer flogen in der Degner-Kurve ab. Die Erklärung für das Demolition-Derby ist einfach: Die engen Abstände zwingen zum Risiko und Suzuka ist die schwierigste Strecke im Kalender.

03.10.2009 Michael Schmidt

Mark Webber eröffnete den Unfallreigen mit einem Crash in der Degner-Kurve im dritten Training. Der Australier musste anschließend in der Qualifikation zuschauen, weil das Chassis beim Aufprall gebrochen war. Webber sah von außen ein Demolition-Derby, wie es in der Formel 1 schon lange nicht mehr vorgekommen ist.

Zuerst beschädigte Sebastien Buemi seinen Toro Rosso in der Degner-Kurve. Er konnte immerhin weiterfahren. Der Heckflügel und die Motorabdeckung mussten getauscht werden. Sein Teamkollege Jaime Alguersuari hatte weniger Glück. Er prallte frontal in die Leitplanken.

Kovalainen gleich mit zwei Ausritten

Auch Heikki Kovalainen wurde die Doppel-Rechts, die mit 185 km/h angefahren wird zum Verhängnis. Den ersten Dreher konnte er noch abfangen. Beim zweiten Mal schlug er ein. "Der Grip war gut, aber ich bin einfach maximales Risiko gegangen", erzählte der Finne. "Dabei kam ich außen auf den Randstein und konnte nicht mehr lenken. Das Auto wurde in die Luft gehoben. Als es wieder auf der Straße aufschlug, war es zu spät. Wenn das Feld so eng zusammenliegt, musst du ans Limit gehen. Auf einer Strecke wie Suzuka bezahlst du eben dafür."

Toro Rosso-Teamchef Franz Tost rechnete im Kopf bereits die Kosten hoch, die seine zwei Piloten bei insgesamt drei Unfällen verursacht haben. Der Österreicher hat eine andere Theorie. "Die Strecke war nach dem Regen von gestern noch grün. Wie immer kommen die Hinterreifen schneller auf Temperatur als die Vorderreifen. Da hast du in den kurven 8 und 9 eben noch etwas Untersteuern. Wenn du dann wie unsere Fahrer auf dem Gas bleibst, fliegst du ab. Buemi und Alguersuari sind Suzuka-Neulinge. Sie haben keine Erfahrung, wie sich das Auto mit frischen Reifen auf dieser Strecke verhält."

Unfallursache bei Glock ungeklärt

Lewis Hamilton war ebenfalls erstmals in Suzuka. Der Weltmeister ging mit Respekt in Kurve 8, die den Namen des Motorradrennfahrers Ernst Degner trägt. "Dort wird mit Highspeed gefahren und der Eingang ist ziemlich wellig. Wenn du da in Schwierigkeiten kommst, bleibt nicht viel Platz zum Korrigieren."

Timo Glocks Unfall dagegen gibt Rätsel auf. Der Toyota-Pilot kam in der Zielkurve von der Strecke ab. "Das ist eigentlich keine besonders schwierige Kurve" urteilte Lewis Hamilton. "Da muss etwas gebrochen sein." Sebastian Vettel schloss sich der Ferndiagnose an: "Es sah aus, als hätte er ein Problem mit der Lenkung gehabt."

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