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Crazy Stats GP Malaysia 2016

Ist Hamilton wirklich so ein Pechvogel?

Podium - GP Malaysia 2016 Foto: sutton-images.com 18 Bilder

Der überraschende Red Bull-Doppelsieg in Malaysia hat zu einigen kuriosen Statistiken geführt. In unseren Crazy Stats haben wir dieses Mal aber nicht nur die Zahlen zum Rennen sondern blicken auch etwas genauer auf das angeblich so unglaubliche Defekt-Pech von Lewis Hamilton.

04.10.2016 Tobias Grüner 11 Kommentare

Die Hamilton-Fans sind mal wieder in Aufruhr. Auf Twitter und Facebook werden wilde Verschwörungstheorien gesponnen, gegen die selbst das 9/11-Komplott und die gefakte Mondlandung alt aussehen. Der Vorwurf klingt so einfach wie unlogisch: Ein deutscher Rennstall will einen deutschen Fahrer als Weltmeister sehen und sabotiert Hamilton deshalb absichtlich.

Der Pilot selbst trägt mit dem dramatischen Auftritt nach dem Motorschaden von Malaysia seinen Teil dazu bei. Damit auch jeder die schreiende Ungerechtigkeit mitbekommt. Allen soll klar sein: Wenn Nico Rosberg dieses Jahr den Titel holt, dann nur weil irgendwelche dunklen Mächte im Spiel sind, die Hamilton die Meisterschaft einfach nicht gönnen.

Hamilton Defekt-Quote nicht ungewöhnlich

Aber ist der Pilot mit der Startnummer 44 wirklich der größte Pechvogel der Formel 1-Geschichte? Die Zahlen unterstützen diese steile These nicht ganz. Hamilton wurde in seiner Karriere erst zum elften Mal in 183 Rennen von der Technik ausgebremst. Die Defekt-Quote beträgt somit nur mickrige 6 Prozent. Sie ist die geringste aller 32 Weltmeister.

Sie werden zurecht anmerken, dass der Vergleich hinkt. Schließlich ist Hamilton nur 4 seiner 10 F1-Jahre bei Mercedes gefahren. Aber auch in seiner Silberpfeil-Zeit kann sich der Brite eigentlich nicht über ausuferndes Technik-Pech beklagen. Von 11 Ausfällen durch Defekte gingen 7 auf das Konto von Rosberg. Hamiltons Auto streikte in Malaysia „erst“ zum vierten Mal.

Es hätten sogar 8 Ausfälle für Rosberg sein können. Bei der großen Titel-Entscheidung 2014 in Abu Dhabi fuhr der Deutsche trotz defekter KERS-Kühlpumpe noch auf Platz 14 ins Ziel. Wäre dieser Defekt damals im großen Finale an Hamiltons Silberpfeil aufgetreten, hätte Rosberg schon vor 2 Jahren seinen ersten Titel gewonnen.

Rosberg nicht ohne Technik-Probleme 2016

So viel zur Vergangenheit. Blickt man nur auf die Saison 2016, dann spricht die Zuverlässigkeits-Statistik natürlich klar für Rosberg. Hamilton ließ vor allem zu Beginn des Jahres einige Punkte durch Antriebsdefekte in Trainings und Qualifyings liegen, die am Ende auch die WM entscheiden können. Doch daraus eine Verschwörungstheorie zu spinnen, wäre sicher übertrieben.

Man sollte zudem nicht unter den Tisch fallen lassen, dass auch Rosberg nicht unbeschadet durch die Saison kam. Beispiel Silverstone: Ein Hydraulik-Defekt im ersten Training kostete Zeit und Übungsrunden. Ein Getriebeschaden vor dem Qualifying warf den Deutschen 5 Startplätze zurück. Und nach dem Rennen musste er wegen eines unerlaubten Funkspruchs auch noch den hart erkämpften zweiten Platz abgeben. Der siebte Gang hatte aufgegeben.

Wenn Sie wissen wollen, wie viele Rennen Rosberg zum Titelgewinn noch für sich entscheiden muss, dann schauen Sie doch mal in unsere Crazy Stats in der Galerie. Dort erfahren Sie auch, welchen alten McLaren-Rekord Mercedes in Malaysia verpasst hat. Und wann Red Bull zuletzt einen Doppelsieg feiern konnte.

Neuester Kommentar

@OKe ..
Würde ich auch Schrott-Material von Mercedes bekommen , würde ich mehr schreien. Er ist auf Mercedes nicht angewiesen.
Mercedes hat bis jetzt offiziell die Ursache der Defekten noch nicht mal gefunden. Seit ca 11 Rennen

HammerTime 5. Oktober 2016, 18:10 Uhr
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