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Daniel Ricciardo bestraft

Drei Zentimeter kosten drei Plätze

Daniel Ricciardo - Red Bull - GP England - Silverstone - Qualifying - Smastag - 4.7.2015 Foto: xpb 58 Bilder

Red Bull schnappt wieder Luft. Auf einer Strecke mit schnellen Kurven fanden die Autos wieder Speed. Daniil Kvyat und Daniel Ricciardo fuhren auf die Startplätze 7 und 10. Es hätten die Positionen 7 und 8 sein können. Doch Ricciardo verschob die Ideallinie um drei Zentimeter zu viel.

04.07.2015 Michael Schmidt

Silverstone war früher das Wohnzimmer von Red Bull. Zwischen 2009 und 2013 waren die Autos mit der besten Aerodynamik eine Macht auf dem ehemaligen Militärflughafen. Inzwischen ist selbst Silverstone für Red Bull nicht mehr die perfekte Strecke. Auf den Geraden bleiben sieben Zehntel liegen. Oder 17 km/h. "Das können wir in den schnellen Kurven nicht mehr aufholen", bedauert Teamberater Helmut Marko.

Immerhin schafften es beide Red Bull in die Top Ten. Daniil Kvyat landete auf Platz 7, Daniel Ricciardo auf Rang 10. Gemessen an den Rundenzeiten wäre Ricciardo vor Kvyat gestanden. Doch dem Australier wurde die schnellste Runde gestrichen. Weil er in Copse Corner mit allen vier Rädern neben die Streckenbegrenzung geriet. Die Zeit von 1.33,563 Minuten hätte für den siebten Startplatz gereicht.

12 Fahrer in Copse Corner erwischt

Insgesamt wurden 12 Fahrer in der 230 km/h schnellen Rechtskurve von den Kommissaren erwischt. Die Fahrer hatten am Vortag selbst darum gebeten. Mit Daniil Kvyat als Rädesführer. Ricciardo ist seinem Teamkollegen nicht böse: "Es geht in Ordnung, dass die Runden gestrichen wurden. Auch wenn es bei mir etwas ausgemacht hat. Ich stand schon mit dem Rücken zur Wand. Am Anfang war ich sauer. Weil ich der Meinung war, dass ich auf der Strecke geblieben bin. Dann habe ich mir die Fernsehbilder noch einmal angeschaut. Ich war tatsächlich drei Zentimeter neben der Strecke."

Drei Zentimeter, die Ricciardo drei Plätze gekostet haben. Die meisten der Kurvensünder beschwerten sich über den starken Seitenwind in Copse. Ricciardo nicht: "Ich war einfach zu gierig und wollte jeden Zentimeter der Strecke nutzen. Vielleicht überlegt man sich da in Zukunft eine bessere Lösung. Etwas mehr Kunstrasen oder ein Kiesbett, und das Problem erledigt sich von selbst."

Zu wenig Zeitgewinn auf weichen Reifen

Ein Rätsel konnte Red Bull nicht lösen. Ricciardo und Kvyat gewannen auf der weicheren Gummimischung weniger Zeit als der Rest. Das durchschnittliche Delta betrug 0,9 Sekunden. In den freien Trainingssitzungen machte der Medium-Reifen die Red Bull nur um zwei Zehntel schneller. Beim Abschlusstraining war es eine halbe Sekunde. "Weil wir uns besser darauf eingestellt haben", erklärte Marko.

Ricciardo erinnert sich: "Das Problem hatten wir schon im letzten Jahr. In den schnellen Kurven habe ich den Extra-Grip der Medium-Reifen gespürt. In den langsamen nicht. da verlieren wir unsere Zeit. Die Traktion könnte besser sein." Ricciardo hofft, dass ihn sein Kommandostand im Rennen möglichst aus jedem Verkehr raushält. "Wenn wir frei fahren können, sind wir auch schnell. Verkehr bringt uns um, weil wir nicht überholen können."

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