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Daniel Ricciardo hat Titel auf Radar

"Stallregie noch kein Thema"

Daniel Ricciardo - Red Bull - Formel 1 - GP Italien - 4. September 2014 Foto: xpb 38 Bilder

Daniel Ricciardo ist das Schreckgespenst von Mercedes. Der Australier könnte Weltmeister werden, wenn er weiter von den Fehlern bei Mercedes profitiert. Ricciardo nimmt das Wort WM-Titel zwar in den Mund, denkt aber nicht laufend daran. Stallregie fordert er deshalb noch nicht ein: "Das ist was für die letzten Rennen."

04.09.2014 Michael Schmidt

Die stärkste Waffe von Daniel Ricciardo ist seine Unbekümmertheit. Andere würden langsam nervös werden, wenn sich unverhofft eine Titelchance auftut. Seit Ricciardo nur noch 64 Punkte auf WM-Spitzenreiter Nico Rosberg fehlen, treibt das Lager von Mercedes ein Schreckens-Szenario um. Man stelle sich vor, dieser Ricciardo holt im letzten Rennen dank doppelter Punkte den Titel. Gegen zwei Gegner in einem haushoch überlegenen Auto.

Ricciardo nimmt das Wort Titel zum ersten Mal in den Mund, schätzt die Situation aber realistisch ein: "Nico liegt mehr als zwei Siege vor mir. Das ist eine Menge Holz. Um das aufzuholen reicht es nicht, das Maximum rauszuholen. Da muss ich auch noch eine Menge Glück haben." Monza ist keine Red Bull-Strecke. Der WM-Dritte erwartet, dass sich sein Rückstand beim letzten Europa-Rennen vergrößern wird: "Wir müssen da irgendwie durch. In Monza kann unser Ziel nur Schadensbegrenzung sein. Aber das haben wir in Spa auch gesagt, und dann war es die beste Schadensbegrenzung, die man sich vorstellen kann."

Spa ist mit Monza nicht vergleichbar

Spa ist nicht automatisch ein gutes Omen für Monza. "Wir sind dort im Gegensatz zu allen anderen mit ganz wenig Flügel gefahren. Die Strecke hat es erlaubt, dass wir dadurch auf den Geraden die Zeit gutgemacht haben, die in den Kurven verloren ging. In Monza ist das nicht möglich, weil alle mit wenig Abtrieb unterwegs sind."

Für Singapur und Suzuka rechnet sich der Australier mehr aus: "Das sind unsere beste Schüsse. Da müssen wir zuschlagen." Er warnt aber auch: "Mercedes hat für alle Strecken ein schnelles Auto." Obwohl ihn die Szene jetzt schon zum Geheimfavoriten kürt, behält Ricciardo beide Beine auf dem Boden. "Ich denke nicht jeden Tag an den Titel. Wir nehmen es von Rennen zu Rennen. Im Team ist das Wort WM-Titel noch gar nicht gefallen. Deshalb gibt es auch keine Überlegungen, jetzt schon eine Stallregie auszurufen. Das ist etwas für die letzten zwei, drei Rennen, wenn wir dann noch eine Chance haben sollten."

Keine Stallregie nötig

Den Einwand, dass jetzt schon jeder Punkt wichtig sein könnte, kontert der dreifache Saisonsieger mit neu gewonnenem Selbstvertrauen: "Wenn ich alles richtig mache, dann kann ich auch so an dem Platz landen, auf dem ich landen soll." Mit anderen Worten: Dann schlage ich Sebastian Vettel auch ohne Stallregie.

Ricciardo denkt auch nicht mehr an die verschenkten 18 Punkten von Melbourne. Dort war ihm der zweite Platz aberkannt worden, weil Red Bull gegen die maximale Durchflussmenge von 100 Kilogramm pro Stunde verstoßen hatte. "Nico Rosberg hat in Silverstone 25 Punkte ohne seine Schuld liegenlassen. Jeder von uns trauert im Verlauf einer Saison verlorenen Punkten hinterher. Das perfekte Jahr gibt es nicht."

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