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Daniel Ricciardo im Interview

Am liebsten Sonderschichten im Fitnessstudio

Daniel Ricciardo Foto: xpb 38 Bilder

ToroRosso hat mit seiner Fahrerwahl alle überrascht. Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne ersetzen Sebastien Buemi und Jaime Alguersuari. Hier erzählt der Australier Ricciardo, wie er von seiner Ernennung erfuhr und was er sich vornimmt.

17.12.2011 Michael Schmidt
Wie fühlt es sich an, einen Formel 1-Vertrag zu haben?

Ricciardo: Unglaublich. Es ist schön zu wissen, was man nächstes Jahr macht. Jetzt kann ich mich voll auf meine Aufgabe konzentrieren.

Wie haben Sie von Ihrer ToroRosso-Verpflichtung erfahren?

Ricciardo: Ich war zu hause in Perth. Der Anruf erreichte mich nach dem Abendessen. Militärisch knapp und klar, aber mit allem was ich wissen musste. Es war ein tolles Weihnachtsgeschenk und eine große Erleichterung zugleich. Ich habe sofort Mum und Dad davon erzählt und fühlte mich wie im siebten Himmel.

Haben Sie sich Sorgen gemacht, dass Sie leer ausgehen könnten?

Ricciardo: Sorgen muss man sich in der Formel 1 immer machen. Ich wusste aber, dass Red Bull mir vertraut und ich hatte das Gefühl, dass ich meinen Job bei Hispania in diesem Jahr gut erledigt habe.

Was haben Sie dort gelernt?

Ricciardo: Dass Formel 1-Fahrer zu sein, ganz schön anstrengend sein kann. Das viele Reisen laugt dich aus. Du musst lernen, wie du deine Zeit einteilst, die Prioritäten richtig zu setzen. Wenn du Freitagsfahrer bist, dann lernst du, was dieser Job von dir verlangt. Aber erst im Rennen realisierst du worauf es wirklich ankommt.

Wie gut kennen Sie ihren Teamkollegen Jean-Eric Vergne?

Ricciardo: Sehr gut. Wir haben zusammen am gleichen Tag den Vertrag als Red Bull-Junior unterschrieben. Als ich noch Kart gefahren bin, habe ich eine Zeitlang bei ihm zuhause gewohnt. Je weiter wir nach oben gekommen sind, umso mehr Rivalität kam ins Spiel. Trotzdem respektieren wir uns immer noch.

Wann kehren Sie nach Europa zurück?

Ricciardo: Wir stellen gerade mein Winter-Programm zusammen. Ich fürchte, dass ich den schönen australischen Sommer schon bald gegen ein kaltes Italien eintauschen muss. Mein Trainer hat mir zwar gesagt, dass ich bis Weihnachten ausruhen darf, aber seit ich weiß, dass ich für ToroRosso fahre, würde ich am liebsten gleich Sonderschichten im Fitnessstudio einlegen.

Das Interview wurde von ToroRosso zur Verfügung gestellt.

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