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Schock für Daniil Kvyat

Degradierung während Game of Thrones

Kvyat & Verstappen - GP Spanien 2016 Foto: xpb 112 Bilder

Daniil Kvyat hat zugegeben, dass ihn die Degradierung zu Toro Rosso wie ein Schock getroffen hat. Eine richtige Erklärung habe er von den Red Bull-Verantwortlichen noch nicht bekommen. Umso stärker ist das "Jetzt-erst-recht-Gefühl".

12.05.2016 Tobias Grüner

Am 5. Mai erreichte Daniil Kvyat ein Anruf von Helmut Marko. Der Russe lag gerade in seiner Wohnung in Moskau auf dem Sofa. "Ich habe eine Folge Game of Thrones geschaut", berichtet der ehemalige Red Bull-Pilot eine Woche danach in Barcelona. "Dann haben wir 20 Minuten geredet. Ich möchte nicht in die Details des Gesprächs gehen - zumindest jetzt noch nicht."

Kvyat verlangt Erklärung für Red Bull-Rauswurf

Red Bull-Berater Marko versuchte ihn möglichst schonend über seine Degradierung zu Toro Rosso zu informieren. Offenbar ohne Erfolg: "Im ersten Moment war es ein Schock für mich", gibt Kvyat zu. "Ich habe hart für das Team gearbeitet. Und ich glaube, ich hätte wenigstens eine vernünftige Erklärung verdient. Aber die habe ich nicht bekommen. Die Chefs entscheiden, was sie wollen."

Die Enttäuschung und der Frust waren Kvyat auch in Barcelona noch anzumerken. Allerdings hielt sich der Pilot mit Worten zurück: "Ich habe immer alles gegeben. "In Australien konnte ich im zweiten Jahr in Folge nicht starten. In Bahrain sind ein paar komische Dinge passiert. Seit China ging es aber aufwärts."

Den Vorwurf, dass er den Druck im Duell mit Daniel Ricciardo nicht ausgehalten habe, wollte der Russe nicht stehenlassen: "Ich bin lange genug bei Red Bull. Man steht natürlich immer unter Druck. Aber ich sehe das nicht als Problem. Das kann nicht die Erklärung sein."

Kvyat will sich bei Toro Rosso beweisen

Nach dem Wechsel zum B-Team will Kvyat den Verantwortlichen nun zeigen, dass sie die falsche Entscheidung getroffen haben. "Ich habe in den vergangenen Tagen viel dazu gelernt. Ich fühle mich stärker als jemals zuvor. Ich bin zurück bei Toro Rosso. Es gibt einige Dinge, die beim letzten Mal offen geblieben sind. Jetzt wollen wir das gemeinsam erledigen. Es ist eine goldene Gelegenheit für mich. Ich werde weiter Gas geben."

Ein Gespräch mit Max Verstappen habe es seit der Entscheidung zum Platzwechsel nicht gegeben. "Dafür gibt es auch keinen Grund. Die Dinge sind ja klar", so Verstappen. Nach dem Platzwechsel tauschen beide Piloten übrigens auch die Reifen. Die Pirellis, die für Kvyat vorgesehen waren, bekommt jetzt Verstappen: "Das ist in Ordnung. Solange er nicht meine Punkte und mein Podium aus China bekommt", reagierte Kvyat etwas angefressen.

Kollision mit Vettel ist abgehakt

Die Kollision am Start seines Heimrennens in Russland hat Kvyat übrigens abgehakt: "Es war einfach eine unsaubere erste Runde. Ich habe mit allen Beteiligten gesprochen und jeder hat seinen eigenen Standpunkt. Das liegt jetzt hinter uns." Auf die Frage, ob es ihn stört, dass sich Sebastian Vettel bei der Red Bull-Teamleitung beschwert hat, reagierte Kvyat cool: "Wir haben kein Problem miteinander. Es interessiert mich auch nicht, was er sagt."

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