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Das Ersatzteillager der Formel 1

Vettel muss schon zittern

Red Bull - Formel 1 - GP China - Shanghai - 18. April 2014 Foto: ams 17 Bilder

Das Reglement erlaubt für die neuen Antriebsaggregate von den einzelnen Bausteinen maximal fünf Einheiten pro Jahr. Einige Fahrer nähern sich bereits im sechsten Grand Prix der kritischen Marke. Darunter auch Sebastian Vettel.

22.05.2014 Michael Schmidt

Das könnte eine komplizierte zweite Saisonhälfte werden. Die Ermittlung der Startaufstellung wird dann zur Doktorarbeit. Das Reglement erlaubt für jeden der sechs Bausteine der neuen V6-Turbos mit Hybridantrieb maximal fünf Einheiten pro Jahr. Beim sechsten Kit geht es zehn Startplätze zurück.

Wird das komplette Aggregat gewechselt, droht der Start aus der Boxengasse. Man kann sich leicht ausrechnen, wie lange die einzelnen Komponenten halten müssen, um mit fünf Exemplaren über die 19 Rennen zu kommen. Zwischen 3.600 und 4.000 Kilometer.

Bald drohen die ersten Strafen

Die FIA veröffentlicht vor und nach jedem Rennen den aktuellen Stand im Ersatzteillager der Formel 1. Aufgeteilt in sechs Baukästen. Den Motor (ICE), den Turbolader (TC), die Elektromaschinen MGU-K und MGU-H, den Energiespeicher (ES) und das Steuergerät (CE), das wiederum in bis zu neun Einzelelemente aufgeteilt wird.
 
Der jüngste FIA-Report vom 22. Mai um 11.45 Uhr ist für acht der 22 Fahrer besorgniserregend. Sie befinden sich bei einigen der Bausteinen bereits im dritten, vierten oder sogar fünften Einsatzzyklus. Da kann man sich ausrechnen, dass bald die ersten Strafen drohen.
 

Vettel mit der vierten Elektronik-Box

Für Kamui Kobayashi könnte es bereits beim GP Kanada eng werden. Der Caterham-Pilot bekam von den Elektronikboxen CE CUK und CE PSU bereits das fünfte Exemplar eingebaut. Und von seinem Batterie-Kontingent die dritte.

Aber auch Sebastian Vettel muss zittern. Red Bull tauschte in seinem RB10 zum dritten Mal die Kontroll-Boxen CE CUH und CE PSU. Das heißt, dass Vettel nur noch einen Joker hat. Genauso geht es Adrian Sutil mit der CE DC-DC, der CE PB1&2 und der CE OBI.

Am Abend dementierte Renault-Einsatzleiter Rémi Taffin: "Bei Vettel stimmen die FIA-Zahlen nicht." Aufklärung gibt es am Freitag.

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