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Das Geheimnis der Singapur-Pole

Vettels Joker ist die Aufwärmrunde

Sebastian Vettel GP Singapur 2013 Foto: Red Bull 60 Bilder

Sebastian Vettel hat die Konkurrenz auf dem Marina Bay Circuit demontiert. Doch liegt es nur am überirdischen Red Bull, dass Vettel so überlegen ist? Vettels Geheimnis ist auch sein Technikverständnis. Er weiß, wie er den superweichen Reifen über eine ganze Runde bringt.

21.09.2013 Michael Schmidt

Sebastian Vettels Singapur-Geheimnis liegt in der Runde vor der entscheidenden Runde. Der Weltmeister fährt die Aufwärmrunde anders als seine Gegner. Und das schon seit Jahren. Er fährt sie aggressiver. Sein dritter Sektor beim Aufwärmen geht fast schon mit Rennspeed über die Bühne. 40,9 Sekunden. Webber ist um 1,5 Sekunden langsamer.

Die Mercedes-Piloten hinken drei, die Ferrari-Fahrer um bis zu neun Sekunden hinterher. Nico Rosberg warnt jedoch, nur auf die Aufwärmzeit zu schauen: "Jedes Auto reagiert anders auf die Reifen. Deshalb schwanken auch die Aufwärmrunden."

Vettel profitiert mehr vom Supersoft-Reifen

Trotzdem war zu beobachten, dass Vettel aus den extraweichen Reifen mehr Zeit herausholte als seine Konkurrenten. Ganz gravierend war es im Vergleich zu Teamkollege Mark Webber. Der Australier fuhr auf den Medium-Reifen das ganze Wochenende auf Augenhöhe mit Vettel. Teilweise war er sogar schneller.

Doch kaum kamen die Supersoft-Sohlen auf die beiden Red Bull, war Vettel im Schnitt eine halbe Sekunde schneller. Webber verlor seine Zeit im zweiten und vor allem im dritten Sektor. "Das ist der Reifenüberhitzungs-Abschnitt", erklärt Rosberg. Wer in den ersten beiden Sektoren zu sehr heizt, bezahlt zum Schluss.

Alles hängt vom Reifenmanagement ab

Das Ungewöhnliche bei Vettel ist, dass er schon in der Aufwärmrunde loslegt wie die Feuerwehr und am Ende der Runde trotzdem nicht die Quittung dafür bekommt. "Das liegt am Fahrer. Wie er die Reifen anwärmt, wie er sie in den einzelnen Segmenten über diese lange Runde bringt", urteilt Lotus-Ingenieur Alan Permane.

Ross Brawn bestätigt Permanes Einschätzung: "Der Supersoft-Reifen ist extrem heikel. Sein Gripverhalten schwankt über die ganze Runde. Es kommt auf das Reifenmanagement an, dass du den Reifen sofort anzündest, aber gleichzeitig nicht überforderst."

Dass Vettel das am besten kann, zeigen die Sektorzeiten. Der Weltmeister war zwei mal Zweiter und ein mal Erster. Rosberg ein mal Vierter, ein mal Dritter und ein mal Erster. Mark Webber ein mal Erster, ein mal Vierter und ein mal Fünfter.

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