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Red Bull im Qualifying zum GP Ungarn

Das Red Bull-Rätsel: Vettel Top, Webber Flop

Mark Webber - GP Ungarn - Formel 1 - 29.7.2011 Foto: xpb 66 Bilder

Sebastian Vettel sammelt weiter Trainingsbestzeiten. Die achte in dieser Saison, die 23. seiner Karriere. Mark Webber, der Mann der in Silverstone und am Nürburgring vorne stand, startet nur von Platz sechs. Die beiden Red Bull-Fahrer sitzen in unterschiedlichen Autos.

30.07.2011 Michael Schmidt

Bei McLaren und Ferrari starten die Fahrer im Paket in den GP Ungarn. Lewis Hamilton als Zweiter, Jenson Button als Dritter, nur durch 0,048 Sekunden voneinander getrennt. Felipe Massa trennen von Fernando Alonso sogar nur 0,015 Sekunden. Und die Red Bull? Sebastian Vettel und Mark Webber liegen fünf Plätze und 0,659 Sekunden auseinander. Vettel auf eins, Webber auf sechs.

Button auf Bummel-Kurs

Der große Unterschied ist ungewöhnlich. Zuletzt lagen die Red Bull-Piloten immer innerhalb von zwei Zehntelsekunden. In Silverstone und am Nürburgring hatte sogar Mark Webber die Nase vorn. Diesmal machte der Australier ein langes Gesicht. Zum ersten Mal seit drei Grand Prix gab es wieder Ärger mit KERS. "Wir haben es erst beim allerletzten Versuch zugeschaltet", verrät Webber. Auch der Heckflügel machte Zicken. Der Flap ließ sich nicht flachstellen. Wie durch ein Wunder nahm er in der entscheidenden Runde seinen Dienst wieder auf. "Das Problem ist nur, dass sich das Auto mit KERS und DRS ganz anders anfühlt", erzählt Webber. "Ich brauchte fünf Kurven, um mich daran zu gewöhnen. Danach war ich bis zur Ziellinie so schnell wie Seb."

Vielleicht hätte Webber seinen letzten Versuch in Q3 etwas früher antreten sollen. So wie Vettel. So geriet der Australier in seiner Aufwärmrunde in den Verkehr. "Vor mir fuhr Button. Er ist herumgeschlichen. Er kann sich das leisten, weil der McLaren seine Reifen sofort auf Temperatur bringt. Ich muss richtig angasen, wenn ich im ersten Sektor schon Grip haben will. Leider blieb ich hinter Jenson stecken." Die Sektorzeiten zeigen wo Webber die Zeit verloren hat. Auf den ersten 28 Sekunden büßte er eine halbe Sekunde auf Vettel ein.

Anderer Frontflügel, Unterboden und Hinterachse

Normalerweise sitzen die Red Bull-Piloten in identischen Autos. Diesmal sind sie grundverschieden. Nach den Reifenproblemen im Freitagstraining hielten die Ingenieure und Fahrer Kriegsrat. Vettel entschied auf eine ältere Spezifikation zurückzugehen. Red Bull hatte das ganze Sortiment im Gepäck. Frontflügel, Unterboden und Hinterachse wurden getauscht.

Webber blieb bei den jüngsten Modifikationen in diesem Bereich, ließ nur das Setup umbauen. Die Mechaniker schraubten sich die Finger wund. Der Red Bull RB7 ist ein serviceunfreundliches Auto. "Bei dieser Art Umbauten schraubst du die ganze Nacht. Die Jungs haben einen tollen Job gemacht", applaudierte Vettel. "Ich habe mich sofort im Auto wohlgefühlt. Manchmal ist ein Schritt rückwärts auch ein Schritt vorwärts. Weil du mehr über das Auto lernst."

Zu spät, um zu reagieren

Auf die Frage, warum Webber trotz der Schwierigkeiten dem neuen Flügel und Unterboden vertraute, meinte der WM-Zweite: "Weil wir zu spät gemerkt haben, in welche Richtung Sebastian abstimmen lässt. Wir hatten diese Möglichkeit gar nicht auf dem Radar. Dann war es zu spät zu reagieren. Wir hätten dafür die Hinterachse tauschen müssen, und das dauert einfach zu lange."

Wie unterschiedlich die beiden Red Bull sind, zeigt der Topspeed. Webber war auf der Geraden um drei km/h schneller als sein Teamkollege. Der Australier schätzt seine Chancen im Rennen nach vorne zu kommen eher gering ein: "Ferrari und McLaren sind im Rennen immer stärker als in der Qualifikation. Wir werden einen schweren Stand gegen sie haben."

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