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Das Sauber-Wunder

Hülkenberg erster Red Bull-Verfolger

Hülkenberg & Vettel - GP Italien 2013 Foto: xpb 59 Bilder

Nach vielen Enttäuschungen in diesem Jahr gab Sauber in Monza ein Lebenszeichen ab. Nico Hülkenberg stellte seinen grauen Renner sensationell auf Startplatz 3. War das schon die Eintrittskarte zu einem Top Team? "Das Timing war sicher nicht schlecht", so Hülk.

07.09.2013 Tobias Grüner

Monza ist bekanntlich immer für eine Überraschung gut. Aber Nico Hülkenberg hatten wohl nur die wenigsten auf dem Zettel. Mit drei Zehnteln Rückstand musste sich der Sauber-Pilot nur den beiden Red Bull geschlagen geben. Selbst die beiden Werks-Ferrari schauen beim Start zum Heimspiel nur in die Auspuffrohre des Schweizer Renners.

"Das ist wirklich eine nette Überraschung", grinste Hülkenberg anschließend. "Wir hatten am Freitag noch extreme Probleme. Wir haben viel ausprobiert. Die Jungs haben eine tolle Arbeit erledigt und das Auto komplett umgebaut. Heute lief es von Runde zu Runde im Qualifying besser. Die Entscheidung, Sprit für nur eine Runde mitzunehmen, war genau richtig. Die Runde selbst war echt heiß. Die Belohnung war Platz 3."

Hülkenberg bedankt sich beim Team

Auch Teamchefin Monisha Kaltenborn zeigte sich begeistert. "Das war genau das Ergebnis, das wir gebraucht haben. Das ist extrem wichtig für das Team. Wir haben gut gearbeitet, aber für so ein Ergebnis braucht es auch immer Glück und einen guten Fahrer. Und den haben wir. Nico ist schon die ganze Saison am Maximum gefahren. Die schlechten Ergebnisse lagen sicher nicht an ihm", so das Lob an den Piloten.

Hülkenberg gab das Lob an seine Ingenieure weiter. "Das wird dem Team Auftrieb geben. Danke an alle in Hinwil, die in einem schwierigen Jahr hart weitergearbeitet haben. Man darf nie aufgeben."

Gutes Timing für Vertragsverhandlungen

Monza scheint Sauber generell gut zu liegen. 2012 fuhr Sergio Perez hier ebenfalls überraschend im Rennen auf Rang 2. Von einer Widerholung des Podiumsresultats will Hülkenberg aber noch nichts wissen. "Letztes Jahr war etwas anderes. Da war Sauber in verschiedenen Rennen gut. Ich hoffe, dass unsere Longrun-Pace gut ist. Gestern war das ganz ordentlich. Wir können die Red Bull nicht herausfordern, aber gute Punkte sind sicher das Ziel."

Polesetter Sebastian Vettel hofft, dass Hülkenberg seinen Platz halten kann. "Ich hätte Nico gerne dort, wo er ist. Nicht nur, weil ich ihn persönlich gut leiden kann, sondern weil er in der WM keine Gefahr ist und den anderen Punkte wegnehmen kann."

Mit dem dritten Startplatz dürfte sich Hülkenberg auch auf das Radar der Top-Teams gebracht haben. Noch immer sucht der Emmericher ein neues Cockpit für die kommende Saison. Das Monza-Qualifying sollte in der heißen Phase der Verhandlungen helfen. "Ich kann das nur beeinflussen, indem ich gute Resultate einfahre. Heute war das Ergebnis nicht schlecht. Das Timing war sicher auch ganz gut", freute sich der Pilot doppelt.

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