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Desaster für McLaren-Mercedes

Foto: dpa

Erschreckend schwach präsentierten sich beim Großen Preis von Australien beide Silberpfeile.

07.03.2004

David Coulthard, im vergangenen Jahr noch der Überraschungssieger von Melbourne, sah das Ziel nur auf dem achten Rang, und das mit über einer Runde Rückstand auf Sieger Michael Schumacher. Der Schotte holte sich damit immerhin noch den letzten WM-Punkt.

McLaren-Mercedes wirkte Down Under nur noch wie ein Schatten seiner selbst. Nicht nur, dass der Mercedes-Motor im Freien Training mit reduzierten Drehzahlen und reduzierter Laufleistung – McLaren absolvierte rund 25 Prozent weniger Runden als etwa Williams-BMW – so weit wie möglich geschont wurde, der neue MP4-19 erwies sich zudem nie als wirklich schnelles Auto. Selbst BAR und Jaguar haben – zumindest in Melbourne – McLaren überholt. "Unser Ziel ist, schon beim ersten Rennen um Siege zu kämpfen. Das haben wir heute nicht geschafft“, musste Norbert Haug erkennen. "Unser Technik-Paket muss verbessert werden. Jeder im Team weiß, was getan werden muss. In zwei Wochen in Malaysia wollen wir alle einen Aufwärtstrend sehen“, forderte Haug.

Bereits in der zehnten Runde musste die Truppe von Ron Dennis den ersten Ausfall der Saison überhaupt verbuchen, als Kimi Räikkönen im Zweikampf mit dem Sauber von Felipe Massa von einem Motorschaden überrascht wurde. Auslaufendes Kühlwasser zwang den Finnen in einen Dreher. Schon beim Start würgte der Vize-Weltmeister fast den Motor ab und verlor mehrere Plätze.

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