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Deutsche Bilanz in Valencia: Heidfeld enttäuscht, Glock happy

Timo Glock

Nick Heidfeld landete in den Punkten und ärgerte sich. Timo Glock fuhr auf Platz 21 ins Ziel und war zufrieden. So unterschiedlich können die Perspektiven von zwei Formel 1-Fahrern sein.

Platz zehn, ein WM-Punkt. Zum fünften Mal in acht Rennen landete Nick Heidfeld in den Punkterängen. Teamkollege Vitaly Petrov hatte er das ganze Wochenende klar im Griff. Doch am Ende überwog die Enttäuschung. "Wenn du als Neunter startest und als Zehnter ankommst", kannst Du nicht zufreiden sein. Vor allem, wenn mit Michael Schumacher noch einer der beiden Mercedes aus den Top Ten gefallen ist", bilanzierte Heidfeld.

Heidfeld hinter Sutil und Alguersuari

Schlimmer noch: "Ein Toro Rosso und ein Force India kamen vor uns ins Ziel. Das darf uns nicht passieren." Der Mönchengladbacher wusste am Ende selbst nicht, wie es zu dem Absturz kommen konnte. Eigentlich steigern sich die Renault im Rennen gegenüber dem Training. "Der Rennspeed stimmte nicht, und wir konnten mit den Reifen nicht so lange fahren wie wir dachten."

Damit kamen alternative Strategien mit einem Stopp weniger nicht in Frage. Heidfeld verlor gleich in der Startrunde einen Platz an Adrian Sutil. Als er sich die Position zurückerobert hat, ist ihm etwas Komisches passiert. "Ich war an Sutil vor der ersten DRS-Zone vorbei. Adrian war aber immer noch so knapp dran, dass er den Heckflügel an der ersten Überholstelle aktivieren durfte. Da hat er mich wieder geknackt." Und dann verschwand der Force India am Horizont. Heidfeld fehlten im Ziel 8,3 Sekunden auf Rang neun.

Maximum für Virgin erreicht

Von Punkten darf Timo Glock gar nicht träumen. "wenn wie in Valencia alle Autos ins Ziel kommen, ist unsere Position Platz 21. Ich habe das Maximum erreicht." Glock war mit dem gesamten Wochenende zufrieden. Endlich mal keine Pannen am Freitag. Endlich mal ein reibungsloses Abschlusstraining.

"Nur die letzten fünf oder sechs Runden im Rennen musste ich langsamer machen. Da blieb in den schnellen Kurven der Benzindruck weg." Ansonsten war es mit Ausnahme der ersten Runden wieder ein einsames Rennen für Timo Glock. Der Hesse tauchte nach einer Runde auf Platz 18 auf.

Glock ohne Chance gegen Lotus

"Ich hatte einen Superstart und bin sofort an beiden Lotus vorbei. Als die auf den Geraden ihr DRS-System aktivieren durften, hatte ich keine Chance gegen sie. Danach bin ich mein eigenes Rennen gefahren. Vor allem im zweiten Turn lief es perfekt. Ich bin mit den weichen Reifen extrem lange draußen geblieben. Selbst mit den harten Reifen zum Schluss ging das Auto überraschend gut."

Das einzige, was Glock jetzt noch fehlt, ist ein echtes Chaosrennen wie Montreal. Und ein Auto, das dann so gut funktioniert wie der Virgin in Valencia.

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Michael Schmidt

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