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Deutsche F1-Piloten beim GP Belgien

Deutscher Sechser mittendrin im Chaos

Nico Hülkenberg Foto: xpb 36 Bilder

Die sechs deutschen Formel 1-Piloten erlebten beim GP Belgien in Spa ein turbulentes Rennen. Nur Adrian Sutil kam ohne Feindkontakt und technische Probleme über die Distanz und war am Ende auf Rang fünf der bestplatzierte Pilot der teutonischen Chaostruppe.

29.08.2010 Michael Schmidt, Tobias Grüner

Adrian Sutil:

Auf Platz fünf sicherte sich Adrian Sutil in Spa den Titel "Bester Deutscher". Kein Wunder, dass der Force India im Fahrerlager trotz Regen strahlte. "Es lief super heute", freute sich Sutil. "Das war das Maximale, was wir rausholen konnten. Von Platz acht auf fünf. Wir haben jede Entscheidung richtig getroffen." Während des Rennens zeigte der Gräfelfinger immer wieder den beeindruckenden Speed seines Dienstwagens. Auch die beiden Mercedes-Werkspiloten ließ er auf der Geraden stehen, als hätten die einen gedrosselten Motor.

"Das war einfach, sie zu überholen", grinst Sutil. "Ich hatte so einen Überschuss an Top-Speed. Sie haben wohl etwas mehr Abtrieb gefahren und waren noch auf dem ersten Satz Reifen. Ich hatte frische Reifen drauf und mehr Grip." Ansonsten erlebte der 27-Jährige eine fehlerfreie Fahrt. "Mit Slicks im Regen war ich mal kurz neben der Linie. Aber das war jeder. Ansonsten war es eigentlich ziemlich kontrolliert. Es ist einfach wichtig, dass man das Auto nicht in die Bande setzt." Sutil freut sich bereits auf das nächste Rennen in Monza. "Wir haben immer noch einen sehr guten Top-Speed und das Auto läuft. Ich denke schon, dass wir nochmal so ein Resultat erreichen können."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg setzte schon im Qualifying voll auf Regen. Doch bis auf einen kleinen Schauer blieb dem Deutschen der Großteil des Rennens zu trocken. "Meine Regenabstimmung funktionierte erst gegen Ende des Rennens und ich verbesserte mich nach der Safety-Car Phase um zwei Plätze", klagte Rosberg.

Dennoch war der Silberpfeil-Pilot mit Rang sechs zufrieden. "Das ist das Beste, was wir uns an diesem Wochenende erhoffen konnten." Am Ende gewann er sogar noch den zuvor verlorenen Platz gegen Teamkollege Michael Schumacher zurück. "Die Zweikämpfe mit Michael machten Spaß. Wir respektieren einander und waren vorsichtig und das war OK."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg hatte die Chance auf Punkte, ging am Ende aber leer aus. Am Ende der Startrunde lag der Williams-Pilot auf Platz sieben. "Dabei hatte ich keinen guten Start. Rubens und ich haben Plätze an Alonso abgegeben. Wir waren zu langsam auf der Geraden. Als wir zum ersten Mal die Schikane angebremst haben, konnte ich mich aus dem Chaos vor mir raushalten. Mein Renningenieur hatte mich gewarnt, dass es da nass ist, und ich habe früher gebremst."

In der vierten Runde verlor Hülkenberg einen Platz an Adrian Sutil. "Der ist gnadenlos an mir vorbei. Adrian war schon nach Eau Rouge neben mir. Es ist ein Witz, wie schnell diese Force India auf der Geraden sind." Bis dahin lief alles nach Plan. Dann begann die Gaspedalsteuerung verrückt zu spielen. "Vollgas ging noch, aber beim Gaswegnehmen kam nur noch stottern. Deshalb habe ich mich mit Slicks im Nassen auch gedreht."

Das Problem setzte sich auch beim Boxenstopp fort: "Da ist auch noch der Motor abgestorben, und es hat Ewigkeiten gedauert, bis er wieder ansprang." Der Rheinländer verlor 46 Sekunden und fand sich plötzlich auf Platz 15 wieder. "Ab da war alles verloren. Zum Schluss haben wir mit Extremwetterreifen gepokert, aber es hat uns auch nicht viel geholfen. In unserer Lage mussten wir etwas riskieren."

Timo Glock:

Das Rennen von Timo Glock entwickelte sich schon früh in die falsche Richtung. Als Rubens Barrichello in den Ferrari von Fernando Alonso rutschte, musste Timo Glock den Notausgang nehmen: "Da musste ich nach links ausweichen und bin durch das 50 Meter-Schild durchgefahren", berichtet der Virgin-Pilot von seiner turbulenten Anfangsphase. Die Kollision blieb nicht ohne Folgen. "Das hat meinen Frontflügel und die Bremsbelüftung kaputt gemacht. Daraufhin musste ich in die Box und den Frontflügel wechseln."

Trotz Problemen mit der Bremstemperatur konnte sich Timo Glock noch einmal an den Lotus von Jarno Trulli und an Teamkollege Lucas di Grassi herankämpfen. "Dann hat es angefangen zu regnen und wir haben gepokert. Wir sind auf Full-Wets gegangen, aber es hat einfach nicht so stark angefangen zu regnen, wie wir gehofft haben", beklagt der Odenwälder. "Nach dem Restart habe ich es noch mal versucht, aber mir fehlt so viel Top-Speed, dass ich mit den Regenreifen nirgends mehr vorbeigekommen bin."

Sebastian Vettel:

Wie der Grand Prix von Belgien aus Sicht von Sebastian Vettel gelaufen ist, lesen Sie hier:

>> Vettel: Ich habe die Kontrolle verloren

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher bei seiner Rückkehr in Spa erlebt hat, erfahren Sie hier:

>> Schumacher-Aufholjagd wie in alten Zeiten

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