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Deutsche F1-Piloten beim GP Belgien

"Hätte der Hund nicht geschissen..."

Sebastian Vettel & Michael Schumacher Foto: xpb 56 Bilder

Die sechs deutschen Formel 1-Piloten starten in Belgien motiviert in den Endspurt der Saison. Sebastian Vettel hat die Pechsträhne abgehakt. Auch Nico Rosberg und Adrian Sutil hoffen auf die große Wende. Nur Nico Hülkenberg würde gerne dort weitermachen, wo er in Ungarn aufgehört hat.

26.08.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Für Sebastian Vettel beginnt die Formel 1-Weltmeisterschaft mit dem GP Belgien wieder bei Null. "Wir liegen da vorne alle so eng zusammen, dass noch alles möglich ist. 20 Punkte Unterschied bedeuten nichts. Alonso lag vor drei Wochen scheinbar weit zurück, und jetzt ist er wieder voll dabei. Bei nur noch sieben Rennen wird jedes jetzt natürlich noch wichtiger." Vettel glaubt, dass er mit seinem Red Bull RB6 besser gerüstet sein wird als im Vorjahr. "Da hatte unser Auto noch Schwächen in langsamen Kurven. Das haben wir abgestellt. Wir sind in allen Kurventypen schnell. Sicher, sind da noch die Geraden, aber ich rechne mir hier gute Chancen aus."

Auf die erste Saisonhälfte blickt Vettel ungern zurück. Der Red Bull-Pilot ließ vor der Sommerpause viele Punkte liegen, und hätte die WM eigentlich schon weit anführen müssen. "Da gibt es ja die Redewendung: Hätte der Hund nicht geschissen, hätte er die Katze erwischt", grinste der Deutsche. Auch auf die Frage nach seinem Geburtstagsgeschenk für Teamkollege Mark Webber hatte der Heppenheimer einen lockeren Spruch parat. "Ich wusste gar nicht, dass er am Freitag Geburtstag hat. Ich habe leider kein Geschenk vorbereitet. Ich werde ihm wohl einfach ein paar Flaschen Gratis-Shampoo aus dem Hotel überreichen. Aber nichts verraten!"

Nico Rosberg:

Bei Mercedes sind die Ziele zuletzt etwas bescheidener geworden. Nico Rosberg erwartet in Spa ein schwieriges Rennen. "Wir haben die alten Updates von Hockenheim wieder am Auto. Der Unterboden und der F-Schacht wurden noch einmal modifiziert", berichtet der Silberpfeil-Pilot. Der 25-Jährige hofft, dass die Probleme damit beseitigt sind. Große Sprünge erwartet Rosberg allerdings nicht. Red Bull und Ferrari seien zu weit entfernt. "Wir hoffen auf Regen. Da sollten wir vielleicht etwas bessere Chancen haben."

Statt über das Rennen in Spa erzählte der Mercedes-Neuling lieber über seinen ersten Auftritt bei einem Triathlon. In Kitzbühel absolvierte der Wahlmonegasse den Dreikampf über die Olympische Distanz in sehr respektablen 2:07 Stunden. "Das war ein tolles Erlebnis. Auch wenn ich beim Schwimmen unter Wasser gedrückt wurde. Beim Radfahren ist Jörg Jaksche (Radprofi) in einem unglaublichen Tempo an mir vorbeigefahren. Beim Laufen habe ich am Ende unglaublich gelitten." Und warum tut man sich die Quälerei im Urlaub an: "Um an seine Grenzen zu gehen." Es soll nicht der letzte Triathlon gewesen sein.

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg konnte in der Sommerpause von seinem besten Formel 1-Rennen zehren. Beim GP Ungarn wurde der Williams-Pilot Sechster. "Ab jetzt müssen mehr so Rennen wie in Ungarn folgen", fordert der Rheinländer von sich selbst. Das Ziel, Force India in der WM noch abzufangen, ist realistischer geworden. "Es scheint so, dass wir im Moment stärker aufgestellt sind." Der positive Trend sollte sich auch in Spa fortsetzen.

"Die Änderungen am Auto in den letzten Rennen zahlen sich auch auf einer Strecke wie Spa aus. Wir haben ein spezielles Aeropaket für diese Strecke dabei. Ich weiß, dass Williams letztes Jahr damit Probleme hatte, aber das sollte uns diesmal nicht passieren." Über eine Vertragsverlängerung wurde bei Williams noch nicht offiziell gesprochen. "Ich habe einen Vertrag mit dem Team, aber es gibt da Optionen, die noch eingelöst werden müssen. Das Team hat mir persönlich noch nichts gesagt, aber ich sehe das positiv."

Adrian Sutil:

Bei Adrian Sutil lief es zuletzt genau entgegengesetzt zu seinen Williams-Konkurrenten. In Hockenheim und Ungarn blieb der Force India-Pilot ohne Punkte. "Das haben wir abgeschlossen. Hier in Spa hoffe ich wieder auf einen gutes Punkteergebnis." Dabei helfen sollen auch einige Updates am Auto. "Wir haben Modifikationen am Front- und Heckflügel. Das sollte uns schon zwei, drei Zehntel bringen. Und wir werden den angeblasenen Diffusor an beiden Autos wieder testen." Sutil hofft, dass sich die Hitzeschäden vom ersten Test in Budapest in Spa nicht wiederholen.

Wie immer geht der Deutsche optimistisch zu Werke. Gerne würde er nach dem GP Belgien vor Michael Schumacher in der WM-Wertung stehen, der aktuell drei Punkte Vorsprung hat. "Er muss ja in der Startaufstellung zehn Plätze zurück. Das wird ein schwieriges Rennen für ihn. Der neunte Platz ist mein großes Ziel bis Saisonende." An eine ähnlich gute Leistung wie im Vorjahr, als der Force India ein Siegkandidat war, glaubt Sutil nicht. "Das war ein anderes Auto. Aber die Strecke liegt uns."

Timo Glock:

Timo Glock strampelte die Strecke von Spa zunächst einmal mit dem Fahrrad ab. Normalerweise spult er das Streckenstudium mit seinem Ingenieur zu Fuß ab, aber bei 7,004 Kilometer Länge bietet sich das Fahrrad als Fortbewegungsmittel an. "Mein Ingenieur hat hinter Eau Rouge ganz schön geschnauft", lachte Glock über den Versuch des Technikers, die steile Rampe mit dem Zweirad zu meistern."

Der Virgin-Pilot fürchtet, dass die Streckencharakteristik seinem Auto nicht entgegenkommt. "Bis jetzt war es so: Je mehr Abtrieb wir wegnehmen, umso mehr Zeit verlieren wir auf die Spitze." Die Top-Teams hat Glock allerdings auch nicht im Visier. Sein Gegner bleibt Lotus. "Im Schnitt liegen die zwei Zehntel vor uns. In der Qualifikation kann ich das durch Einsatz wettmachen, aber im Rennen muss ich schon nach dem Start vor ihnen liegen, um auch vorne zu bleiben." Der Hesse wünscht sich wie Michael Schumacher Mischverhältnisse für den GP Belgien. "Das bringt das meiste Durcheinander, und da können Teams wie wir am meisten davon profitieren."

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