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Deutsche F1-Piloten

Bestzeit, Ende und Mittelfeld

Timo Glock Foto: xpb 24 Bilder

Die deutschen Piloten verteilten sich am ersten Trainingstag breitflächig im Feld: Während Sebastian Vettel das Klassement anführte und Timo Glock im Hinterfeld verharrte, balgten sich die restlichen deutschen Piloten um die goldene Mitte.

08.10.2010

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel ist der Mann, den es in Suzuka zu schlagen gilt. Der Red Bull-Pilot gewann beide Trainingssitzungen und markierte mit 1.31,465 Minuten eine Rundenzeit, die bereits um sieben Zehntel unter der letztjährigen Pole Position lag. Teamkollege Mark Webber fehlten 0,395 Sekunden auf Vettels Bestzeit. "Mark ist näher an Sebastian dran als in Singapur", urteilte Red Bull-Berater Helmut Marko. "Er muss aber auch nur auf Ankommen fahren."

Vettel dominierte die Sektoren 1 und 2 und musste nur im letzten Streckenabschnitt die Bestzeit an Robert Kubica abgeben. "Offenbar funktioniert bei denen der F-Schacht besser als bei uns", urteilte der Heppenheimer. "Vettel hatte drei Mal verkehr in der Passage, sonst wäre er auch im dritten Sektor am schnellsten gewesen", korrigierte Marko.

Für Vettel war es jedenfalls ein gelungener Tag. Zwei Trainings ohne technische Probleme und ohne echte Gegner. Das zeichnete ein Lachen ins Gesicht: "Wenn das Auto so gut liegt wie unseres, dann macht diese Strecke richtig Spaß. Du kannst es richtig fliegen lassen."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg verbrachte den Großteil des ersten Training mit einem Getriebeproblem als Zuschauer. Er legte nur neun Runden zurück. Am Nachmittag kam der Blondschopf dann öfter zum fahren. Nach 26 Runden fehlte dennoch ein Zehntel auf Teamkollege Michael Schumacher.

Rosberg kritisierte die Balance seines Autos: "Ich hatte viel Untersteuern, und wir kennen noch nicht den Grund dafür. Ein kleiner Lichtblick ist, dass es mit den weichen Reifen besser für mich lief. Aber vielleicht spielt das alles keine Rolle, wenn es morgen wie angekündigt regnen soll."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld hatte in Suzuka ein Déjà-vue. Wie in Singapur kam er mit den harten Reifen bestens zurecht. Im ersten Training lag er als Neunter fünf Plätze vor Teamkollege Kamui Kobayashi. Dann kamen die weichen Sohlen drauf, und schon kehrte sich die Reihenfolge wieder um.

"In Singapur bekam ich Untersteuern. Das lag daran, dass ich meinen Fahrstil umgestellt hatte. Hier in Suzuka war der Effekt genau anders herum. Mit den weichen Reifen übersteuerte das Auto. Daran war das Setup schuld. Ich hatte nicht damit gerechnet, dass die Vorderreifen viel mehr Grip haben würden als die hinteren."

Adrian Sutil:

Force-India-Pilot Adrian Sutil zeigte sich am Ende des ersten Trainingstages von Suzuka zufrieden. Der  Starnberger verbuchte am Freitag die Plätze 4 und 9. "In beiden Sitzungen hat das Auto tadellos funktioniert. Wir haben für Suzuka ein kleines Update am Unterboden erhalten, das war eine spürbare Verbesserung. Wir mussten technisch nachziehen, weil auch Williams in den letzten Rennen deutlich zugelegt hat." Sutil war mit der Grundbalance des Force India zufrieden, wenngleich er noch etwas zu viel Übersteuern im den S-Kurven des ersten Sektors bemängelte.

Auch die Reifensituation entspricht den Erwartungen: "Die weichen Reifen arbeiten sehr gut, aber nur für eine kurze Zeitspanne. Mit den härteren Reifen bleibt die Performance konstanter, aber auf einem niedrigeren Niveau." Fürs Zeittraining am Samstag hofft Sutil auf den angekündigten Regen: "Erstens fahre ich sehr gerne im Regen und zweitens würde eine nasse Strecke unsere Chancen auf den Einzug ins dritte Quali-Segment deutlich erhöhen."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg beendete den ersten Trainingstag auf Platz zehn. Der Suzuka-Neuling schwärmte: "Die Strecke ist noch geiler als im Simulator." Besonders angetan haben es dem Williams-Fahrer die S-Kurven. "Da muss der Rhythmus stimmen. Wenn du die erste Kurve verhaust, stimmt gar nichts mehr."

Obwohl er ein Training ohne große Schwierigkeiten abspulte und beständig in den Top Ten lag, blickte Hülkenberg skeptisch in die Resultatliste. Es wird schwer, die Ergebnisse der letzten Rennen zu wiederholen. "Mercedes und Force India sind stärker als zuletzt. Kubica ist zu stark für uns. Nur den Petrov können wir knacken."

Timo Glock:

Timo Glock hatte endlich mal wieder einen Trainingstag ohne technische Probleme. Kopfzerbrechen bereitet ihm nur, dass er mit den weichen Reifen einen Schritt rückwärts machte. "Die Lotus haben auf den weichen Reifen acht Zehntel bis eine Sekunde gewonnen. Mein Teamkollege di Grassi war gleich um 1,4 Sekunden schneller. Ich war um zwei Sekunden langsamer. Das Auto ist nur gerutscht." Die positive Erkenntnis des ersten Tages in Suzuka: "Auf den harten Reifen war ich der schnellste Fahrer der neuen Teams."

Michael Schumacher:

Wie der Trainingstag für Michael Schumacher lief, lesen Sie hier:

>> Suzuka ist Schumachers Leibspeise

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