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Deutsche F1-Piloten beim GP Korea

Gute Laune bei Team Deutschland

Sebastian Vettel GP Korea Foto: xpb 31 Bilder

Der GP Korea ist für die sieben deutschen Formel 1-Piloten eine willkommene neue Erfahrung. Mit der Strecke sind Schumacher, Vettel und Co. zufrieden, vom Land haben die meisten dagegen eher wenig gesehen.

21.10.2010 Bianca Leppert, Michael Schmidt

Adrian Sutil:

Adrian Sutil ist happy mit der neu geschaffenen Strecke. "Das Team um Hermann Tilke hat gute Arbeit geleistet", lobt der Formel 1-Pilot den Architekten. "Im Mittelsektor gibt es einige Schlüsselstellen." Die erste Bewährungsprobe wird die Strecke dann am Freitag leisten müssen, allerdings glaubt Sutil nicht daran, dass alle ewige Kreise ziehen werden. "Wir werden ein bisschen mehr fahren, aber auch nicht zu viel, denn es ist am Anfang sich nur ein Gerutsche. Die Arbeit am Setup ist da nicht so bereichernd."

Ist das richtige Setup dann aber erst mal gefunden, erwartet man bei Force India eine Rundenzeit zwischen 1.35 und 1.40 Minuten. Das klingt zwar erst mal wie eine extrem grobe Hausnummer, durch die unvorhersehbare Grip-Entwicklung auf der neuen Strecke seien exaktere Prognosen allerdings noch nicht möglich.

Nick Heidfeld:

Im Gegensatz zu vielen anderen, die über die Baustelle Korean Circuit meckern, ist Nick Heidfeld guter Laune. "Ich bin positiv überrascht, wie fertig die Strecke ausschaut", meint der Sauber-Pilot. "Es sind zwar ein paar Tribünen noch nicht fertig, aber wichtig ist ja wie das Layout aussieht."

Neben dem Bauzustand der Strecke wartet der GP Korea aber noch mit jede Menge anderer Unbekannten auf. Zum Beispiel mit dem schwierigen Setup: "Die Abstimmung wird so schwierig wie in Monaco sein, weil sich von Runde zu Runde der Grip verbessern wird. Man muss dann aufpassen, daraus nicht die falsche Schlussfolgerung zu ziehen."

Auch die Reifen gehören zur Wundertüte Korea. Bridgestone stellt die Mischungen soft und hart zur Verfügung und geht damit auf Nummer sicher. "Ich bin schon gespannt, wie das Aufwärmverhalten der Reifen aussehen wird."

Nico Rosberg:

"Mein erster Eindruck ist positiv", lautet Nico Rosbergs Fazit nach seinem ersten Tag in Korea. Das gilt allerdings hauptsächlich für die Strecke, denn: "Vom Rest habe ich noch nicht viel gesehen. Aber wir fahren hier eine WM, deshalb finde ich gut, dass die Rennen weit verbreitet sind."

Am Ende zählt schließlich ohnehin nur die Leistung auf der Strecke. Und da ist Rosberg ebenfalls positiv gestimmt. "Die Strecke sollte uns recht gut passen. Aber wir sind an einem Punkt, wo wir nicht mehr weiterentwickeln. Deshalb müssen wir einfach versuchen, die Punkte mitzunehmen."

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel versprüht weiter die Lockerheit, die ihn seit Monza beflügelt. Die Prognosen, dass Korea eher eine McLaren- oder Ferrari-Strecke sein wird, bringen den WM-Dritten nicht im geringsten aus dem Konzept. "Der erste Sektor ist sicher nicht Red Bull-Terrain", lacht der Heppenheimer, "aber es gibt ja noch Sektor 2 und 3, wo wir etwas aufholen können. Unser Auto war in den letzten Rennen sehr stark, und der neue Kurs hier ist für alle eine Unbekannte."

Also, warum sich über etwas aufregen, dass man sowieso nicht ändern kann. "Es sah schon schlechter für uns aus." Der rutschige Asphalt könnte Red Bull sogar eine Trumpfkarte zuspielen. Dann zählt nämlich Abtrieb. Vettel schränkt ein: "Wenn es nicht zu rutschig wird. Dann wird es zu sehr Lotterie."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg kam am Mittwochabend aus Australien in Seoul an und legte die 360 Kilometer zum Schauplatz des Grand Prix in einer Nachtfahrt mit dem Auto zurück. "Vom Land habe ich leider nicht viel gesehen", klagt der Williams-Pilot. Die neue Rennstrecke gefiel ihm auf Anhieb. "Im ersten Sektor gibt es viele Überholmöglichkeiten. Kurve 10 sieht sehr interessant aus." Das ist die Kurve, die ein bisschen an Kurve 8 in Istanbul erinnert.

Die größte Aufgabe des Wochenendes wird das Austüfteln der Fahrzeugabstimmung sein. "Du darfst dich nicht verrückt machen lassen und sofort was am Auto ändern, weil sich die Strecke sehr schnell verbessern wird. Am Ende wird der Grip vom Asphalt das Abtriebsniveau festlegen."

Auf seine Zukunft bei Williams angesprochen, bleibt Hülkenberg weiter zuversichtlich. Er hat natürlich gehört, dass Pastor Maldonado mit einer Stange Geld anklopft, doch er vertraut darauf, dass sein Team fahrerische Qualitäten einer attraktiven Mitgift vorzieht. "Ich bringe kein Geld mit, und ich weiß, dass ein anderer Fahrer damit vor der Tür steht. Trotzdem gibt sich Williams mir gegenüber weiterhin positiv. Sie sagen, dass sie mich behalten wollen, und auch ich würde gerne bei diesem Team bleiben. Barrichello ist ja auch noch nicht bestätigt. Im Moment ist die Fahrerwahl für Williams zweitrangig. Es geht erst einmal darum, Platz sechs in der Weltmeisterschaft zu sichern." Selbst wenn es zum Schlimmsten kommt, sieht Nico nicht schwarz: "Hinter den vier Top-Teams gibt es noch viel Ungewissheit, was die Fahrerbesetzung angeht."

Timo Glock:

Timo Glock weiß, dass nur ein Wunder seinen Rennstall noch auf Platz zehn in der Team-WM bringen kann, der die Tür zum Safe von Bernie Ecclestone öffnet. Dazu müsste es nach Heikki Kovalainens zwölftem Platz in Suzuka jetzt schon Rang elf sein. "Wenn vorne nicht eine ganze Reihe von Autos ausfallen, dann haben wir keine Chance." Virgin bringt zwar kleine Modifikationen am Frontflügel und den Leitblechen mit nach Korea, doch das reicht höchstens aus, um vor dem Lotus zu landen. Das Mittelfeld ist immer noch unerreichbar weit weg. Noch dazu auf einer Strecke mit drei langen Geraden. "Ohne F-Schacht verlieren wir alleine auf den Geraden eine Sekunde auf den Rest."

Was Michael Schumacher in Korea zu sagen hatte, lesen Sie hier:

Schumacher: "Korea sollte uns noch besser liegen"

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