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Deutsche F1-Piloten beim GP Korea

Begeisterung für die neue Strecke

Vettel Rosberg Sutil Schumacher Heidfeld Hülkenberg Glock Foto: xpb 25 Bilder

Die deutschen Piloten sind allesamt begeistert von der neuen Strecke. Lediglich einige kleine Wehwehchen, wie Kerbs oder das Körnen der Reifen, bereiten manchem noch Sorgen.

22.10.2010 Bianca Leppert, Michael Schmidt

Nico Rosberg:

Nico Rosberg schaffte als Neunter den Sprung in die Top Ten auf einer Rennstrecke, die mit jeder Runde mehr Grip bot. Auf die Bestzeit fehlten dem WM-Siebten zwar 1,3 Sekunden, doch das verdarb ihm nicht die Laune: "Das Auto ist so gut wie bei den letzten Rennen. Die Reifen körnen sehr stark, besonders der weiche, aber das Problem haben hier alle."

Rosberg lobt die neue Strecke: "Ein sehr interessanter Kurs mit einigen tollen Kurvenkombinationen wie zum Beispiel die Kurven 10 und 11. Da musst du viel mit deiner Linie spielen. Du hast ungefähr einen Spielraum von 20 Zentimeter links und rechts der Ideallinie. Wenn du allerdings daneben landest, bist du verloren. Da hat es null Grip."

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettels zweites Training wurde durch einen Plattfuß in der Anfangsphase unterbrochen. "Ich musste dann früh auf die weichen Reifen wechseln. Die haben es mir nicht gedankt." Starkes Körnen sorgten dafür, dass Vettel noch auf Rang sieben zurückfiel. Trotzdem war Vettel mit dem zweiten Teil des Tages zufrieden.

Am Morgen herrschte noch die Sorge vor, dass die McLaren und Renault dank ihres überragenden Topspeeds allen davonfahren würden. Dann reduzierte Red Bull den Abtrieb, legte auf den Geraden zu und schaffte mit Mark Webber sogar die Bestzeit. "Mark hat gezeigt, dass wir konkurrenzfähig sind. Der erste Sektor gehört anderen Teams, aber wir können offenbar doch den Zeitverlust in dem kurvigen Streckenabschnitt zurückkämpfen."

Timo Glock:

Im ersten Training führte Timo Glock noch das Feld der Neulinge an. Im zweiten lag er drei Zehntel hinter den Lotus-Piloten. Der VirginF1-Pilot erklärte es damit, dass er früh auf weiche Reifen umsattelte: "Später wurde die Strecke schneller. Die Lotus-Zeiten sollten wir auch fahren können." Das Problem mit den Randsteinen, das viele seiner Kollegen beklagten, hat Glock nicht: "Ich bleibe den Randsteinen fern. Wir sind mit dem Setup in eine Richtung gegangen, die das Auto nervös über die Randsteine macht."
 
Frustrierend sind für Glock die drei langen Geraden. "Gegen die Autos mit F-Schacht haben wir null Chancen. Die nehmen uns auf der längsten Geraden allein sechs bis acht Zehntel ab. Das macht im Topspeed neun km/h." Einziger Trost: "Unser Hauptgegner Lotus hat auch keinen F-Schacht." Die Strecke bekam mit Ausnahme der Boxeneinfahrt viel Lob ab: "Da ist alles dabei. Die Kurven machen richtig Spaß. Und der Asphalt hat gehalten. Alles Zittern war überflüssig."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil wirkte nach dem Training nicht gerade glücklich. So richtig vorne mitmischen wie eh und je kann der Force India-Pilot nicht mehr. Abermals reichte es nicht für die Top-Ten. Und auch im Verlauf des Wochenendes wird sich seiner Meinung nach nichts daran ändern. "Es ist das unveränderte Bild wie in den letzten Rennen. Ich rechne nicht mit den Top-Ten."
 
Den Grund für die Schwierigkeiten in Korea sieht der Wahl-Schweizer im fehlenden Abtrieb des Force India. "Uns fehlt im zweiten und dritten Sektor der Abtrieb", sagt er. "Und wir fahren schon mit maximalem Abtrieb. Mehr geht nicht." Die Strecke macht Sutil trotzdem Spaß. "In diesem einen Linksknick geht es direkt in die Prärie, danach kannst du dein Auto dann direkt in die Waschstraße bringen."

Nick Heidfeld:

Sauber-Pilot Nick Heidfeld kommt immer mehr auf den Geschmack. Zum einen was den Umgang mit seinem neuen Arbeitsgerät angeht, zum anderen was die Strecke betrifft. "Am Anfang mochte ich Kurve 7 und 8 am liebsten", meint Heidfeld. "Jetzt finde ich das Ende des zweiten Sektors und den dritten Sektor am besten."
 
Allerdings herrscht nicht nur Friede, Freude, Eierkuchen. Heidfeld hat auch im dritten Training am Samstagvormittag noch einiges auf dem Zettel stehen. "In mittelschnellen und schnellen Kurven hatte ich noch Untersteuern", sagt "Quick Nick". Daneben kämpfte auch er mit dem Körnen der weichen Reifen. "Du brauchst ein paar Runden, bis die Reifen warm werden, weil die Strecke noch glatt ist. Durch das Aufwärmen kommt man ins Rutschen und dann entsteht Körnen."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg bläst ins gleiche Horn wie seine deutschen Kollegen. "Die Strecke ist schön, ich fahre gerne hier", sagt der Williams-Pilot. "Wir hatten eine gute Session heute Vormittag, aber für heute Nachmittag haben wir das Setup geändert, was uns nicht nach vorn gebracht hat."
 
Danach fühlte sich "Hülk" nicht mehr wohl in seinem Auto. "Es fühlte sich ganz anders an und ich konnte keine gute Rundenzeit herausholen. Da wir heute Morgen gut ausgesehen haben, rüsten wir nun wieder zurück und versuchen uns morgen zu verbessern."

Was Michael Schumacher in Korea zu sagen hatte, lesen Sie hier:

>> Schumacher: "Podium ist unrealistisch"

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