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Deutsche F1-Piloten beim GP Korea

Pole-Position geht an Deutschland

Sebastian Vettel GP Korea Foto: xpb 27 Bilder

Sebastian Vettel holte mit der Pole-Position das Beste für Team Deutschland heraus. Aber auch Michael Schumacher und Nico Rosberg schafften den Sprung in die Top-Ten. So richtig unglücklich war eigentlich keiner der glorreichen Sieben.

23.10.2010 Bianca Leppert, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Mit Sebastian Vettel als Trainingsschnellsten hatten die wenigsten gerechnet. Der WM-Dritte fuhr im freien Training weniger Runden als seine direkten Rivalen, er verlor einmal Trainingszeit wegen eines platten Reifens, einmal wegen einer zu gewagten Setup-Änderung, und er lag in zwei der drei Sitzungen hinter seinem Teamkollegen Mark Webber. In einer dramatischen Qualifikation schlug er seinen Stallrivalen dann um die Winzigkeit von 0,074 Sekunden.
 

Webber war sichtlich genervt, das Trainingsduell wie in Suzuka mit einem Minimalabstand verloren zu haben. "Wir haben uns durch die Probleme im Training nicht nervös machen lassen", lobte Vettel sich und seine Crew. "Mark hat mir ja gezeigt, wie gut das Auto ist." Vettel holte den Großteil seiner Zeit gegen Webber im ersten Sektor mit seinen drei harten Bremspunkten. Der Suzuka-Sieger weiß aber auch, dass seine neunte Pole Position kein Garantieschein für die Führung in der ersten Runde ist. Dabei hat er weniger Angst vor Webber, sondern vielmehr vor den McLaren und Ferrari mit ihrem guten Topspeed. "Ich glaube", ahnt er voraus, "dass die ersten paar Kurven und Geraden ziemlich interessant werden."

Nico Rosberg:

Für Nico Rosberg ist Startplatz fünf schon ein kleiner Triumph. Immerhin hätte vor dem Qualifying wohl niemand damit gerechnet, dass er vor Jenson Button im McLaren landet. "Es ist natürlich klasse, dass ich einen McLaren und einen Ferrari hinter mir lassen konnte", meint Rosberg. "Für unsere Verhältnisse ist das großartig."
 
Mehr war für Rosberg auch gar nicht drin. Stattdessen genoss er die Strecke. "Es ist ein toller Mix", meint Rosberg. Wegen mangelnder Überholmöglichkeiten macht sich Rosberg keine Sorgen. "Der erste Sektor ist definitiv gut zum Überholen", meint er. "Aber wir dürfen nicht vergessen, dass es in der Formel 1 nicht einfach ist zu überholen. Ich denke nicht, dass es ein großes Thema ist, dass es innen dreckig ist. Es macht es natürlich etwas schwieriger."

Michael Schumacher:

Der siebenmalige Weltmeister wirkte zwar nicht gerade euphorisch von Platz neun ins Rennen zu gehen, war aber auch nicht unglücklich. "Wir haben heute Morgen noch etwas ausprobiert, dann aber wieder zurückgebaut. Wir sollten eine gute Rennpace haben."
 
Daneben hatte Schumacher aber auch mal wieder Zoff mit Rubens Barrichello. Lesen Sie hier mehr darüber: Jetzt gibt es schon wieder Zoff

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg war auf dem Weg in die Top Ten, als ihn ein Quersteher in Kurve 12 zweieinhalb Zehntel kostete. Am Ende landete er auf Rang elf, der ersten Platzierung, auf der man freie Reifenwahl hat. Aber nicht nur deshalb war Hülkenberg nicht allzu böse über die verpasste Top Ten-Chance: "Ich starte auf der richtigen Seite. Das scheint auf diesem Kurs echt ein Vorteil sein. Mehr als auf anderen Strecken."
 
Bei der Analyse der Trainingszeiten fällt der erschreckend schwache Topspeed der Williams auf. Mit 307 km/h waren die blauweißen Autos 13 km/h langsamer als die erste Liga. "Wir haben es mit weniger Flügel probiert, doch wir wurden auf der Geraden nicht um das schneller, was wir uns erhofft hatten. Und dann hätte es in den Kurven nicht gepasst. Es sieht so aus, als wäre unser Auto auf diesem Typ Strecke nicht effizient genug", bedauert der Deutsche.

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld ist zufrieden mit Platz 13. Der Sauber-Pilot konnte Kamui Kobayashi zwar nicht schlagen, kann sich aber trotzdem freuen. Allerdings trennten Quick Nick und Kamui Kobayashi bei den Top-Speed Werten immerhin fünf km/h.
 
"Wir fahren beide mit dem gleichen Abtrieb", meint Nick. "Der Unterschied ist so groß, weil ich nicht gerade in einer glücklichen Situation bin, was die Motoren betrifft. Zum anderen hatte Kamui wohl Windschatten." Während des Qualifyings lief es auch nicht ganz optimal. "Ich hatte Untersteuern und mit die neuen Reifen körnten", berichtet Heidfeld. "Glücklicherweise starte ich morgen von der sauberen Seite."

Adrian Sutil:

Das Fazit von Adrian Sutil sprach ihm aus dem Gesicht: "Platz 14 ist nicht berauschend." Force India kommt nicht mehr in die Pötte und verharrt im Mittelfeld. "Es war sehr knapp", meint Sutil, der auf Heidfeld 0,063 Sekunden verlor. "Aber auch der Sprung in Q3 war sehr knapp."
 
Für morgen macht sich der Force India-Pilot ein wenig Sorgen. "Der Start könnte ein Problem werden", meint er. "Auf der dreckigen Seite hat man sicher einen Nachteil, weil da kein Gummi liegt." A propos Gummi. Auch die Reifen bereiten ihm noch Kopfzerbrechen. "Gestern war es eine Katastrophe, heute ist es nur noch schlimm." Würde man Sutil als Strategen engagieren, hält er auch zwei oder mehr Boxenstopps für wahrscheinlich.

Timo Glock:

Timo Glock war Zweitschnellster im Feld der Neulinge. Das bedeutet Platz 19 in der Trainingsrangliste. Daraus wird noch Rang 18, weil Vitaly Petrov wegen seines Startcrashs von Suzuka um fünf Positionen strafversetzt wird. Glock konnte mit seinen beiden gezeiteten Runden zufrieden sein. "Zum Schluss hat der Trulli noch seine üblichen zwei Zehntel zugelegt, die uns jetzt schon das ganze Jahr verfolgen. Ich habe alles gegeben, was auch mein Abstand zu di Grassi zeigt." Der betrug sechs Zehntel.
 
Ein Teil von Glocks Rückstand auf Trulli liegt im Topspeed. Die Lotus sind auf der Geraden 2,5 km/h schneller als die VirginF1. "Gegenüber den Autos mit F-Schacht verliere ich dort sieben Zehntel bis eine Sekunde." Am schlimmsten wird für Glock das Überrunden. "Wenn wir da zur Seite fahren müssen, dauert es eine halbe Runde, bis die Reifen wieder sauber sind."

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