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Deutsche F1-Piloten in Abu Dhabi: Training

Deutsche Piloten können noch zulegen

Timo Glock Foto: xpb 25 Bilder

Für die sieben deutschen Formel 1-Piloten verlief der erste Trainingstag nicht ohne Probleme. Technik, Reifen und Setup passten bei allen noch nicht optimal. Für den Samstag haben sich alle eine Steigerung vorgenommen.

12.11.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel beendete den Freitag auf Rang zwei im Trainingsklassement. "Es war ganz gut. Am frühen Nachmittag sah es noch ein bisschen besser aus. Am Abend war es etwas schwächer", blieb der Deutsche kritisch. Zu WM-Konkurrent Fernando Alonso gesellte sich auch noch Lewis Hamilton, der noch einen Tick schneller war: "McLaren war extrem stark. Lewis hat eine gute Runde hinbekommen. Es ist sehr eng. So wie erwartet."

Die Reifen geben allerdings noch ein bisschen Rätsel auf. "Es ist untypisch, dass alle mit den weichen Reifen lange draußen bleiben. Die brauchen lange, bis sie auf Fahrt kommen. Da tut sich jeder momentan ein bisschen schwer." Für den Samstag ist der Red Bull-Pilot aber immer noch zuversichtlich. "Es ist noch ein bisschen Zeit vergraben, die wir hoffentlich über Nacht ausgraben können. Dann hoffe ich, dass wir doch noch auf Pole Position fahren können."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg war nach dem Trainingstag unzufrieden mit der Technik. "Es hat ziemlich lange gedauert, bis wir ein Setup gefunden hatten. Die anderen sind leider ziemlich weit weg", klagte der Mercedes-Pilot. Besonderes Problemkind war wieder einmal der F-Schacht: "Der hat den ganzen Tag nicht funktioniert, wie er sollte. Wenn er einmal nicht geht, ist es schwierig zu verstehen, wie man ihn wieder zum funktionieren bekommt."

Die Gründe für die Probleme konnte Rosberg auch nicht genau erklären. "Das ist ein schmaler Grad. Manchmal hat es mit der Luft zu tun. Hier ist es trocken und heiß. Vielleicht liegt es auch daran, dass wir das Chassis gewechselt haben. Da musste der Schlauch anders gelegt werden." Auch bei den Reifen steht Rosberg vor einem Rätsel: "Es ist noch nicht ganz sicher, welche Mischung schneller ist." Für den Samstag hofft Rosberg, dass es doch noch klappt. "Wenn es gut geht, könnte es wieder auf Platz sechs gehen."

Adrian Sutil:

Für Adrian Sutil lief es im Training zum GP Abu Dhabi nicht gut. Schon in der Mittagspause berichtete der Force India-Pilot über Probleme mit dem ersten Reifensatz. "Der war nach einem Run schon hinüber." Am Nachmittag kamen dann technische Schwierigkeiten dazu: "Irgendwas stimmt mit den Bremsen nicht. Wenn ich auf das Pedal drücke, zieht das Auto auf eine Seite. Wir müssen mal schauen, was das ist. Das Problem hatten wir noch nie."

Sutil verbrachte in der zweiten Session viel Zeit in der Garage. "Ich konnte nicht viel ausprobieren", klagte der Deutsche. "Ich war zweimal mit weichen Reifen draußen und habe noch einigermaßen vernünftige Rundenzeiten hinbekommen." Am Ende zog sich der Gräfelfinger noch den Zorn von Michael Schumacher zu. "Ich bin aus der Boxengasse raus und habe ihn nicht gesehen. Es tut mir leid. Ich habe mich über seine Reaktion gewundert. Er hat mich ein bisschen abgedrängt. Das ist für mich ein bisschen Kindergarten."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg muss wieder kleinere Brötchen backen. Eine normale Rennstrecke, ein normales Ergebnis. Platz zwölf liegt im Bereich der Erwartungen, aber eher am unteren Ende. "Es gibt halt viele lange Geraden", bedauerte der Trainingsschnellste von Sao Paulo. "Außerdem fehlt uns auch noch Abtrieb." Positiv wertete Hülkenberg, dass man wieder näher an den Mercedes dran sei, was zuletzt nicht der Fall war. "Dafür sind andere schneller."

Zum Beispiel beide Renault. Die erste Trainingssitzung war ein Reinfall. "Ich bin zu früh raus, und habe gleich die Reifen ruiniert." Am Nachmittag lief es besser. Trotzdem warnt der Deutsche, dass der Kampf um Platz sechs im Konstrukteurspokal noch nicht gewonnen ist: "Die Force India sehen verdammt schnell aus."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld landete am ersten Trainingstag auf Platz 16 und klagte über Balanceprobleme. "Zuviel Übersteuern. Als ich Abtrieb wegnehmen ließ, ging es etwas besser. Kamui hatte schon vorher Abtrieb weggenommen. Trotzdem war ich weder auf eine Runde noch über die Distanz zufrieden mit dem Auto. Zum Glück ist erst Freitag. Und morgen kriege ich den frischen Motor."

Timo Glock:

Timo Glock erlebte einen problemfreien Tag. Das bedeutet bei Virgin einen guten Tag. Von den Fahrern der neuen Teams war nur Heikki Kovalainen schneller. Der Rückstand auf den Lotus-Fahrer hielt sich mit 0,079 Sekunden aber in Grenzen. "Ob ich die Lotus schlagen kann, weiß ich noch nicht. Das Auto fühlt sich aber generell gut an. Ich hatte diesmal weniger Schwierigkeiten mit den weichen Reifen als bei den letzten Rennen." Von starkem Körnen der Reifen blieb Glock verschont. "Was daran liegt, dass ich keinen Dauerlauf gefahren bin. Wir haben lieber ein paar Sachen mit dem Auto probiert. Ich habe Trulli vor mir gesehen. Der war mit seinen Reifen ziemlich lange unterwegs und ist dabei stark herumgerutscht. Es sieht wohl so aus, dass es da ein Problem gibt."

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