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Formel 1: Rosberg, Vettel & Co. - die deutschen F1-Piloten

Viel Arbeit für Glock, Rosberg und Hülkenberg

Timo Glock Foto: xpb 29 Bilder

Nicht für alle Piloten aus dem deutschen Formel 1-Sechser lief der erste Barcelona-Trainingstag nach Plan. Nur Sebastian Vettel, Adrian Sutil und Michael Schumacher waren zufrieden. Auf Nico Hülkenberg, Nico Rosberg und Timo Glock wartet am Samstag noch Arbeit.

07.05.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Die Freitags Pole Position kam auch für Sebastian Vettel überraschend. Normalerweise stehen dort am ersten Trainingstag andere. Beeindruckend war auch der Vorsprung. Zwei Zehntel auf Teamkollege Mark Webber, sieben auf Michael Schumacher. "Es läuft nicht schlecht. Die Modifikationen funktionieren wie erwartet", stapelte der Malaysia-Sieger tief. "Ich wäre gerne noch ein bisschen mehr gefahren, aber im zweiten Training standen wir wegen einer Abstimmungsänderung am Auto länger als erwartet in der Garage."

Webber schaffte am Nachmittag elf Runden mehr. Vettel gibt auf die Bestzeit nicht viel. Schön fürs Auge, aber noch nicht hundertprozentig aussagekräftig. "McLaren hat mit den weichen Reifen keine freie Runde hingekriegt. Und die haben am Morgen noch ziemlich stark ausgesehen."

Nico Rosberg:

Zum ersten Mal in dieser Saison verlor Nico Rosberg am Freitag beide Trainingsduelle gegen seinen Teamkollegen Michael Schumacher. Die Erklärung dafür war für den WM-Zweiten allerdings einfach: "Ich hatte einen schwierigen Tag. Wir haben mit dem Setup einen großen Schritt gewagt, sind dabei aber in die falsche Richtung gegangen. Am Vormittag gibt es nur einen Satz Reifen die sich mit der Zeit abnutzen. Die Ergebnisse von Setup-Änderungen sind dann schwerer zu lesen. Da habe ich mich heute etwas verwirren lassen."

In Barcelona werde es schwer werden, wieder vor Schumacher ins Ziel zu kommen. "Michael ist wirklich gut unterwegs hier. Ich muss jetzt erstmal genau analysieren, was heute passiert ist." Immerhin konnte Rosberg erkennen, dass der renovierte Silberpfeil besser ist, als die letzte Version in Shanghai. "Die Updates sind gut und ein Schritt in die richtige Richtung. Es scheint aber, dass Red Bull auch einen großen Schritt gemacht hat, wenn man das so anschaut und dass wir nicht näher gekommen sind."

Nico Hülkenberg:

Für Nico Hülkenberg war es ein kurzer Tag. Im ersten Training war nach sieben Runden Schluss, weil der Ölüberlauf des Cosworth V8 das ganze Heck des Williams FW32 überschwemmte. "Wenigstens ist dem Motor nichts passiert", atmete der Deutsche auf.

Der Nachmittag dauerte nur sieben Runden, dann stand sein Williams mit beschädigter Nase im Kiesbett. "Ich habe ausgangs Kurve 9 etwas zu hart auf dem Randstein aufgesetzt, bin auf den Dreck geraten und habe dort das Auto verloren." Trotz des Missgeschicks ließ sich der Blondschopf nicht unterkriegen. "Ich übernehme einfach die Einstellungen von Rubens und gebe morgen wieder Gas."

Timo Glock:

Auch Timo Glock konnte sein Programm am Nachmittag nicht wie gewünscht durchziehen. "Da haben wir aus irgendwelchen Gründen ein Problem mit dem Unterboden gehabt. Das Auto war auf einmal sehr nervös auf der Hinterachse. Das war eigentlich ein Training für nix. Das hat uns nicht viel weitergebracht."

Am Vormittag war der Virgin-Pilot noch deutlich besser gelaunt. "Da hat sich das Auto deutlich besser angefühlt. Das Tankproblem haben wir ausgemerzt, wir können mit wenig Sprit fahren." Der Vergleich zu Lotus macht Glock allerdings etwas Sorge. "Ich glaube, die haben einen größeren Schritt gemacht als wir. Bei uns war eigentlich auch eine Sekunde vorausgesagt, aber die haben wir noch nicht. Es wird schwer, die zu schlagen." Die Ziele sind deshalb niedrig gesteckt: "Wichtig ist, dass wir ins Ziel kommen und die Probleme aussortiert haben."

Adrian Sutil:

Für Adrian Sutil war eher der Vormittag verschenkt. Da musste der Force India sein Cockpit an Edeltester Paul di Resta abtreten. "Das ist kein Problem", wiegelt der Gräfelfinger ab. "Jeder kennt die Strecke hier. Da hätte ich sowieso nicht viel gelernt." Im zweiten Training schaffte es Sutil dann auf Rang zehn in der Tageswertung. Hauptkonkurrent Robert Kubica im Renault schob sich auf Rang sechs. "Da fehlen uns noch drei Zehntel", analysiert Sutil. "Wir müssen mal schauen, wie sich die Situation morgen darstellt."

Generell war der Force India-Pilot aber zufrieden. "Die Updates haben gebracht, was wir erwartet haben. Wir haben jetzt mehr Grip auf der Vorderachse. Ich glaube aber nicht, dass es für einen echten Schritt nach vorne reicht." Die Ziele sind deshalb immer noch die gleichen wie bisher: "Wir wollen im Qualifying ins Q3 und im Rennen in die Punkte." Mit der Spitze wird Sutil wohl nichts zu tun haben. "Die Red Bull sind leider so stark wie erwartet. Das ist einfach deren Strecke. Die Zeit ist beeindruckend, die sie gefahren sind.

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