Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Formel 1: Deutsche F1-Piloten in Monaco

Frust und Ärger im deutschen Lager

Adrian Sutil Foto: xpb 23 Bilder

Der deutsche Formel 1-Sechser konnte im Qualifying von Monaco die eigenen Erwartungen nicht ganz erfüllen. Das teaminterne Duell gewannen nur Nico Rosberg und Timo Glock. Bei den anderen standen zumeist Gegner einer schnellen Runde im Weg.

15.05.2010 Tobias Grüner

Sebastian Vettel:

Rang drei ist normalerweise kein schlechter Startplatz in Monaco. Wenn der Teamkollege im entscheidenden Durchgang aber vier Zehntel schneller fährt, ist das sicher kein Grund zur Freude. "Ich war überrascht. Obwohl nur zehn Autos auf der Strecke unterwegs waren, habe ich ein bisschen festgesteckt. Ich konnte die Reifen deshalb nicht optimal nutzen." Insgesamt war Vettel aber mit dem Auto zufrieden. "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, der aber im Rennen besser sein wird als im Qualifying."

Seine Chancen nach vorne zu kommen, schätzt der Heppenheimer allerdings nicht so groß ein. "Ich liege auf Platz drei. Wenn die vorne nicht in der ersten Kurve crashen, wird es nicht viel freie Fahrt geben." Die Hoffnung verliert Vettel natürlich nicht. "Es ist ein langes Rennen, in dem viel passieren kann. Es ist natürlich ein Vorteil, wenn man vorne starten kann."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg konnte sich nicht darüber freuen, dass er auf Rang sechs bester Mercedes-Pilot wurde. "Das Auto fühlt sich hier deutlich besser an. Deshalb bin ich frustriert, dass kein besseres Ergebnis herausgekommen ist." Im letzten Qualifying-Abschnitt wurde Rosberg in eine vertrickte Lage gebracht. "Ich hing zwischen Rubens (Barrichello) und Michael (Schumacher) fest. Das war keine glückliche Konstellation." Als er etwas Abstand zu seinem Vordermann nehmen wollte, stand der eine Silberpfeil plötzlich dem anderen im Weg. "Ich habe mich bei Michael entschuldigt, dass ich ihn da aufgehalten habe."

Für Rosberg wäre viel mehr drin gewesen als Rang sechs. "Ich denke, wir hätten heute in die erste Startreihe fahren können." Am Ende konnte er seine Zeit nicht mehr verbessern. "Da hatte ich leider ein Problem mit der Bremsbalance. Dann ist mir ein kleiner Fehler unterlaufen."

Adrian Sutil:

Nach guten Trainingsleistungen hatte sich Adrian Sutil deutlich mehr ausgerechnet als Rang zwölf im Qualifying. Entsprechend frustriert war der Deutsche anschließend. "Ich denke, Platz sieben wäre heute drin gewesen", klagt Sutil. "Leider waren wir vom Timing heute komplett falsch." Sutil steckte plötzlich im Verkehr fest, als er im zweiten Abschnitt auf seine schnellen Runden gehen wollte. "Rubens Barrichello war vor mir und hat immer zu langsam gemacht. Dann kamen auch noch der Unfall von Petrov und die gelben Flaggen dazu."

Außerdem hat der Force India-Pilot die Reifen nicht auf Temperatur gebracht. "Man denkt das ganze Wochenende über den Verkehr nach und wenn man dann betroffen ist, dreht man durch. Am Ende bin ich meine schnellste Runde direkt hinter Rubens gefahren. Da muss man mit Rang zwölf noch zufrieden sein." Eine Tausendstel fehlte am Ende auf den vor ihm startenden Nico Hülkenberg. Trotz des verkorksten Qualifyings hofft Sutil noch auf Punkte. "Wir haben uns einen weichen Satz Reifen aufgehoben. Vielleicht hilft uns das am Start."

Timo Glock:

Mit Platz 20 war Timo Glock im Qualifying nicht unzufrieden, obwohl er hinter den beiden Lotus-Boliden landete. "Heute morgen sind wir wegen Hydraulik-Problemen kaum zum Fahren gekommen. Ich bin quasi blind ins Qualifying gegangen." Trotzdem trennten ihn am Ende nur dreieinhalb Zehntel vom Lotus-Duo. "Mit einem normalen dritten Training denke ich schon, dass wir drei, vier Zehntel schneller hätten fahren können. Nach dem Qualifying haben wir auch noch festgestellt, dass das Differenzial nicht richtig eingestellt war. Dadurch hatte ich beim Beschleunigen zu viel durchdrehende Reifen."

Generell ist Glock aber zufrieden mit dem Monaco-Wochenende. "Wir hatten gedacht, dass wir hier mehr Probleme haben." Besonders interessant wird es im Rennen, wenn Fernando Alonso aus der Box von hinten herannaht. "Platz machen werde ich sicher nicht. Er ist ein Gegner wie jeder andere. Theoretisch kann man den hier ein ganzes Rennen hinter sich lassen. Er muss also erst mal an den beiden HRT und Lucas di Grassi vorbei." Viel Ärger mit blauen Flaggen erwartet er nicht. "Die Zeitunterschiede zum Rest des Feldes sind nicht so groß."

Nico Hülkenberg:

Mit Platz elf in seinem ersten Formel 1-Monaco-Qualifying lieferte Nico Hülkenberg eine gute Vorstellung ab. "Ganz zufrieden bin ich aber nicht. Dass Rubens (Barrichello) einen Tick vor mir steht, wurmt mich schon." Dass sein Teamkollege schon 17 Mal im Fürstentum ein Qualifying gefahren ist, interessiert den ehrgeizigen Rheinländer nicht. Dabei schien "Hülk" im Training noch ganz gut mithalten zu können. "Auf das Training gebe ich nichts mehr. Da fährt Rubens manchmal ein bisschen lahm herum, und im Qualifying haut er dann doch wieder einen raus."

Mit dem Rückstand von zweieinhalb Zehntel kann er aber leben. "Meine Runde war, glaube ich, ganz gut. Ich hätte vielleicht noch ein bisschen mehr rausquetschen können." Vor allem im letzten Sektor verlor Hülkenberg die Zehntel, die am Ende zum Einzug in die Top Ten fehlten. Am Sonntag hofft der Williams-Pilot, noch ein paar Plätze gutzumachen. "Punkte wären gut." Nach hinten orientiert sich der Rookie nicht. Fernando Alonso startet aus der Boxengasse und wird alles dran setzen, nach vorne zu kommen. "Wenn der im Rennen irgendwann direkt hinter uns liegt, dann haben wir etwas falsch gemacht."

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher am Samstag im Qualifying erlebt hat, lesen Sie hier:

"Zoff im Silberhaus - Rosberg bremst Schumi"

Umfrage
Wer ist Ihr Favorit für den Grand Prix von Monaco?
Ergebnis anzeigen
Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden