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Deutsche F1-Piloten beim GP Kanada

Neue Hoffnung beim Comeback-Rennen

Timo Glock und Sebastian Vettel Foto: dpa 23 Bilder

In Montreal will das deutsche Formel 1-Sechser wieder in die Erfolgsspur zurück. Hoffnung macht dabei vor allem die ungewöhnliche Streckencharakteristik. Sebastian Vettel musste zunächst jedoch ein paar Fragen zum vergangenen Rennen in Isanbul beantworten.

10.06.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel war ein gefragter Mann an diesem regnerischen Donnerstag von Montreal. Natürlich wollte jeder von ihm noch einmal wissen, wie er mit zehn Tagen Abstand die Kollision mit seinem Teamkollegen Mark Webber sieht. "Jeder hat den Unfall gesehen und kann sich seine Meinung bilden. Ich bin links vorbeigezogen, hatte mehr als eine halbe Wagenlänge Vorsprung, versuchte langsam nach rechts zu kommen, und da haben wir uns berührt."

"Leider haben wir damit McLaren ein Geschenk gemacht, aber solche Dinge passieren. Du hast in einer solchen Situation nicht Stunden Zeit eine Entscheidung zu treffen. Wir waren immerhin mit 310 km/h unterwegs." Wird sich deshalb die Fahrweise in Zukunft änderm? Nicht wirklich, meinte Vettel: "Was passiert ist, ist passiert. Es sieht dumm aus, wenn es zwei Teamkollegen trifft. Und es sähe noch dümmer aus, wenn es uns noch einmal passiert."

Adrian Sutil:

Mit einem guten Gefühl geht Adrian Sutil in das Montreal-Wochenende. Schon in der vergangenen Saison war der Force India auf Strecken gut, auf denen nicht ganz so viel Abtrieb gefragt ist. "Allerdings haben die Gegner da aufgeholt. Wir sind jetzt nicht mehr die schnellsten auf der Geraden." Trotzdem glaubt der Deutsche an ein gutes Ergebnis. "Wir haben ein paar neue Teile. Ein echtes Update. Ich hoffe, dass uns das weiterhilft."

In der WM-Tabelle liegt Sutil aktuell zwölf Punkte hinter Michael Schumacher auf Rang zehn. "Das ist momentan meine Benchmark", so Sutil. In der Türkei fehlte Force India allerdings ein wenig auf die Konkurrenz. "Da waren wir zwei Zehntel hinter der Gruppe mit Ferrari, Renault und Mercedes. Das hat gleich sechs Plätze ausgemacht." In Montreal hofft Sutil wieder in den Kampf eingreifen zu können. "Wir werden auch unseren F-Schacht wieder testen. Der hat in Istanbul leider gar nicht funktioniert. Da hat auf der Geraden der Boost gefehlt."

Timo Glock:

Mit einem speziellen Kanada-Aeropaket geht Timo Glock in Montreal an den Start. "Wie weit uns das nach vorne bringt kann ich aber nicht sagen", bleibt der Virgin-Pilot verhalten. "Ich hoffe, es geht in die Richtung. Es könnte aber sein, dass wir zu extrem auf wenig Abtrieb gesetzt haben." Generell ist Montreal ein gutes Pflaster für den Hessen. "Hier habe ich 2001 mein Formel 1-Debüt mit Jordan gefeiert und bin gleich in die Punkte gekommen. Hier konnte ich 2005 in der Champcar-Serie auf das Podium fahren und 2008 gab es auf Platz vier meine ersten Punkte für Toyota."

Die ersten Punkte für Virgin werden allerdings etwas schwer werden. Das Ziel lautet wie immer: Ankommen und schnellster Neuling sein. Insgeheim hofft Glock aber schon auf eine Überraschung. "Kanada ist immer verrückt. Da kann viel passieren." Technische Probleme erwartet Glock nicht mehr. "Ich denke, das haben wir jetzt im Griff." Vom ersten WM-Spiel der deutschen Mannschaft wird der Odenwälder nicht viel mitbekommen. "Mein Job ist ja die Formel 1. Da muss ich mich konzentrieren. Da kann ich nicht noch Fußball schauen. Außerdem fliegen wir direkt nach dem Rennen wieder nach Hause."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg fliegt immer wieder gerne nach Montreal. "Es ist eines der besten Rennen des Jahres", freut sich der 24-Jährige über sein erstes Kanada-Rennen im Silberpfeil. "Die Strecke ist sehr anspruchsvoll. Die Stadt ist einfach toll und die Fans sehr enthusiastisch. Montreal ist wirklich ein echtes Highlight."

Weniger begeistert äußert sich Rosberg zu den Mercedes-Leistungen der letzten Rennen: "Es lief zuletzt nicht nach Plan. Wir konnten die Lücke nach vorne leider nicht wie gewünscht schließen. Aber Montreal ist eine andere Strecke. Ich bin zuversichtlich, dass es besser läuft. Punkte sollten auf jeden Fall herausspringen. Mit ein bisschen Glück geht es vielleicht sogar aufs Podium. Wichtig sind hier in Montreal die Bremsen. Da sollten wir unsere Stärke ausspielen."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg betritt in Montreal Neuland. Noch nie ist der Williams-Pilot hier ein Rennen gefahren. Nach einer ersten Begehung am Mittwoch blickt der Deutsche seiner Kanada-Premiere freudig entgegen: "Es ist nicht viel Platz zu den Mauern. Das sieht nach mächtig viel Spaß aus." Der Blick in die Vergangenheit ist dagegen ernüchternd. In der Türkei kollidierte er schon am Start. "Das kann passieren, wenn man so weit hinten startet. Da mache ich niemandem einen Vorwurf."

Hülkenberg hofft nun auf einen Sprung nach vorne. "Wir hoffen, dass wir Toro Rosso überholen und wieder näher an Sauber sind. Wir haben ein paar neue Teile und die Getriebabstufung verändert." Mit dieser Maßnahme wollen die Williams-Ingenieure kleines Drehmomentloch im mittleren Drehzahlbereich ausgleichen. Hier offenbarte der Cosworth-Motor zuletzt Schwächen. "Im Qualifying haben uns zwei Sekunden gefehlt. Das kann man nicht alleine auf den Motor schieben", wiegelt "Hülk" jedoch ab.

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher zu seinem Kanada-Comeback gesagt hat, lesen Sie hier:

>> Schumi wünscht sich Regen

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