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GP England: Deutsche F1-Piloten in Silverstone

Bis auf "Hülk" und Sutil sind alle happy

Sebastian Vettel Foto: xpb 28 Bilder

Sebastian Vettel holte die Pole, Platz 20 war für Timo Glock wie eine Pole und Nico Rosberg meldete sich zurück. Was will man mehr? Einzig Nico Hülkenberg und Adrian Sutil waren nicht ganz zufrieden mit dem Ausgang des Qualifyings in Silverstone.

10.07.2010 Bianca Leppert, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel wiederholte seine Pole-Position aus dem Vorjahr. Es war die fünfte des Heppenheimers in diesem Jahr. Wie erwartet wurde das Duell um die Trainingsbestzeit zu einer knappen Angelegenheit. Am Ende trennten 0,143 Sekunden die beiden Red Bull-Piloten.
 
Es war eine Geschichte in drei Akten. "In Q1 lagen Mark und ich ungefähr gleichauf. In Q2 war Mark besser. Ich habe da überall Zeit verloren, vielleicht weil ich es zu Beginn der Runde etwas übertrieben habe. Das hat mir am Ende der Runde Übersteuern eingebracht. Deshalb habe ich es im Top Ten-Finale speziell im ersten Sektor etwas vorsichtiger angehen lassen und davon im zweiten Teil der Runde profitiert."
 
Dann schwärmte Vettel von der Strecke. "Der erste Teil der Strecke ist genial, speziell wenn du ein Auto fährst wie wir." Zu dem Disput um den neuen Frontflügel, blieb Vettel vorsichtig mit seiner Aussage. Webber hatte offen seinen Unmut gezeigt, dass das einzige Exemplar des Flügels an Vettel gegangen war. "Ich fühlte mich mit diesem Flügel etwas besser", erzählte Vettel. "Am Ende war es zwischen mir und Mark ziemlich eng. Viel kann der Flügel also nicht ausgemacht haben."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg kann als Trainingsfünfter wieder lachen. "Wir sind wieder dort, wo wir vorher waren. In Kanada haben uns die Reifen ein besseres Ergebnis zunichte gemacht, in Valencia war es das Auto." Rosberg sieht sich hinter den übermächtigen Red Bull auf einer Ebene mit den direkten Verfolgern: "Ich habe einen Ferrari und einen McLaren geschlagen. Das sollte auch im Rennen möglich sein. Wenn ich einen guten Start erwische, ist vielleicht sogar ein Platz auf dem Podest möglich."

Adrian Sutil:

Für Adrian Sutil sah es zunächst mal wieder nach dem Sprung in Q3 aus. In Q1 machte sich der Force India-Pilot sogar auf dem vierten Platz hinter Sebastian Vette, Mark Webber und Fernando Alonso breit. Aber zusammen gezählt wird eben immer erst am Schluss.
 
"In Q1 konnte ich auf dem harten Reifen eine gute Zeit fahren und die Chancen für Q3 standen gut. Aber in Q2 habe ich einfach keine gute Runde mehr zusammen bekommen und wurde nicht schneller. Nun müssen wir untersuchen, warum wir mit dem weichen Reifen nicht schneller wurden."
 
Den Kopf in den Sand stecken will Sutil wegen Rang elf aber nicht. "Das ist nicht das Ende der Welt und Platz elf ist eine gute Startposition. Die Top Ten sind natürlich im Rennen das Ziel."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg machte ein leicht enttäuschtes Gesicht, als er das Abschlusstraining auf Platz 13 beendete. "Das neue Aerodynamikpaket war ein Fortschritt. Leider lief das Training bei mir nicht optimal. Der F-Schacht hat nicht funktioniert, weil die Strömung am Heckflügel auch dann abgerissen ist, wenn das System außer Kraft gesetzt war. Ich wäre ohne den F-Schacht heute schneller gewesen."
 
Hülkenberg beschwerte sich auch über Verkehr in den entscheidenden Runden. "Als ich durch die Copse-Kurve gefahren bin, kam Liuzzi aus der Boxengasse. Ich musste mich hinter ihm anstellen, und das hat meine Runde ruiniert."

Timo Glock:

Für Timo Glock lief es im Qualifying zum GP England mit Platz 20 unverhofft gut. Denn zuvor kämpfte der Virgin-Pilot nur mit Problemen. "Wir sind quasi blind ins Qualifying gegangen", meint Glock. "Ich bin gestern nur wenige Runden gefahren und heute Morgen auch nur ein oder zwei Runden, weil der Sensor des Gaspedals kaputt war. Deshalb konnte ich nicht mit den weichen Reifen fahren."
 
Doch irgendwie hat man es geschafft ein Setup zusammen zu basteln, das funktioniert hat. Wenn man bedenkt, Glock hätte eine bessere Vorbereitung mit dem neuen Aerodynamikpaket gehabt, wäre möglicherweise noch mehr drin gewesen und man hätte Lotus schlagen können. Denn zwischenzeitlich lag Glock vor Kovalainen, der noch in letzter Minute aufholte.
 
Bleibt zu hoffen, dass die Zuverlässigkeit des Autos ihm keinen Strich durch die Rechnung macht. "Ich glaube, wir sind momentan einen Ticken besser als Lotus", meint Glock und spielt damit auf das verkorkste Wochenende von Jarno Trulli an. "Aber natürlich habe ich Bammel vor morgen nach den Problemen in den Trainings."
 
Was Michael Schumacher am Samstag in Silverstone erlebt hat, lesen Sie hier:
Michael Schumacher beim GP England: Schumi ärgert sich über Fahrfehler

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