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Vettel, Rosberg & Co. - Deutsche F1-Piloten in Spanien

Keine neuen Teile für Hülkenberg

Formula 1 Grand Prix, Spain, Thursday Foto: xpb 10 Bilder

Der deutsche Formel 1-Sechser geht optimistisch in den Europaauftakt in Barcelona. An allen Autos gab es mehr oder weniger große Updates. Nur Nico Hülkenberg fährt praktisch auf dem Stand von Shanghai. Teamkollege Rubens Barrichello bekommt dagegen neue Teile.

06.05.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg wird beim GP Spanien nicht mit den gleichen Waffen kämpfen wie Teamkollege Rubens Barrichello. Der Brasilianer bekommt den neuen Frontflügel und den neuen Unterboden zuerst. Wenn bei der Produktion alles nach Plan verläuft, könnte Hülkenberg am Samstag ebenfalls in den Genuss des neuen Unterbodens kommen. "Die Ingenieure haben bis zur letzten Minute im Windkanal getestet. Deshalb gibt es jetzt einen Engpass mit Teilen." Der Deutsche hat damit kein Problem: "Bei uns gibt es eine klare Regelung: Wer mehr Punkte auf dem Konto hat, bekommt neue Teile zuerst, wenn es davon nur ein Exemplar gibt. Das ist absolut fair. Für mich ist es jetzt noch mehr Ansporn, so schnell wie Rubens zu fahren."

Hülkenberg wird in Barcelona in einem FW32, Stand China, sitzen, mit der Ausnahme, dass man am Freitag vielleicht einen alten Frontflügel ausprobiert, der sich im Februar bei den Testfahrten auf der katalanischen Strecke schon bewährt hatte. "Irgendwie ist das Auto seitdem nie wieder so gut gewesen", rätselt der Mann vom Niederrhein. "Wir liegen zur Zeit klar hinter Renault und Force India, in etwa auf dem Niveau von Sauber und Toro Rosso." Die Hoffnung liegt auf Istanbul: "Da kommt dann von der Aerodynamik ein größerer Schritt." Vielleicht ist bis zum GP Türkei auch der Heckflügel-Trick einsatzbereit. In Barcelona gibt es am Freitag einen weiteren Test des Systems.

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel kam mit neuem Haarschnitt zum Europaauftakt nach Barcelona. Ein bisschen gestutzte Haare, aber nicht so kurz, wie er üblicherweise in die neue Saison startet. Auch am Auto ist wieder einiges überarbeitet worden. "Wir probieren immer weiter voranzukommen. Außerdem habe ich wie Fernando Alonso eine neue Frisur. Bei mir ist sogar noch etwas mehr runtergekommen. Vielleicht bin ich ja dadurch ein bisschen schneller", scherzte der gut gelaunte Heppenheimer.

Für den Red Bull-Piloten liegt die Zielvorgabe auf der Hand. Wer drei Mal von der Pole Position startet und nur ein Mal gewinnt, muss an der Umsetzung von Samstag auf Sonntag arbeiten. "Wir sind sehr stark am Samstag, aber leider gibt es da keine Punkte. Rein theoretisch hätte ich vier Mal gewinnen können. Zwei Mal hatte die Technik etwas dagegen, einmal habe ich es geschafft und in China haben wir am Sonntag irgendwie nicht das aus dem Auto herausgeholt, was uns am Samstag gelungen ist. Daran müssen wir arbeiten. Wir müssen am Sonntag so gut sein wie am Samstag."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil konnte seinen Punktewunsch in den ersten vier Rennen nur einmal erfüllen. Aber auch in Spanien will der Force India-Pilot wieder angreifen. "Wir können mit den Top Ten mitfahren", ist sich Sutil sicher. Dabei helfen sollen auch einige technische Neuerungen. Wo sich der Force India genau verbessert hat, wollte Sutil aber noch nicht verraten: "Das Gesamtpaket wird einfach anders. Man kann jetzt nicht einzelne Bereich benennen. Rundrum wurden am Auto Kleinigkeiten verbessert."

Große Hoffnungen auf einen großen Schritt nach vorne im Gesamtklassement macht sich der Gräfelfinger aber nicht. "Der Windkanal sagt uns, dass das einen guten Sprung bringen wird. Aber alle kommen hier mit Updates, deshalb ist es schwer zu sagen. Ich glaube nicht, dass hier großartig das Feld verändert wird." Auf den Wunderheckflügel nach McLaren-Vorbild muss Sutil noch warten. "Das F-Duct-System haben wir bisher noch nicht auf dem Auto drauf. Da haben wir auch noch keine Planung, wann wir das einführen. Wir arbeiten daran, aber es muss erst wirklich funktionieren, damit wir das auf der Rennstrecke testen können."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg scheint dem Braten noch nicht ganz zu trauen. Der Mercedes-Neuling reist als WM-Zweiter zum Grand Prix von Spanien und hatte Teamkollege Michael Schumacher bisher stets in Schach halten können. "Ich habe mich aber darauf eingestellt, dass es auch hier wieder einen harten Kampf geben wird. Shanghai war eine Ausnahme. Da sollte man nicht so viel hineininterpretieren." Mit einem überarbeiteten Auto soll der Rückstand verkürzt werden. "Der Abstand zu Red Bull war allerdings sehr groß bisher. Das geht nicht in einem Schritt. Wann genau wir siegfähig sind, kann ich nicht sagen. Das hängt auch von der Konkurrenz ab."

Die wichtigsten Neuerungen am Silberpfeil sind ein verlängerter Radstand und ein neuer Lufteinlass an der Airbox. Das Heckflügel-System von McLaren wird man in Barcelona noch nicht kopieren können. Dass er mit dem schwächelnden Silberpfeil konstant punkten konnte, schiebt Rosberg nicht nur auf seine eigene Leistung. "Wir haben einfach das Beste aus den Möglichkeiten gemacht." Trotzdem freut sich Rosberg, dass er seine Position im Team seit Saisonbeginn deutlich gestärkt hat. "Die anderen Teammitglieder setzen nun mehr Hoffnung auf mich. Die Mechaniker hören mir mehr zu. Diese Position musste ich mir erst erarbeiten. Durch seine großen Erfolge haben die Worte eines Michael Schumacher zu Beginn automatisch mehr Gewicht.

Timo Glock:

Was Timo Glock am Donnerstag (6.5.) in Barcelona gesagt hat, können Sie hier nachlesen:

>> Timo Glock exklusiv: "Jetzt kann ich bis nach Jerez durchfahren"

Michael Schumacher:

Die Aussichten von Michel Schumacher auf den GP Spanien finden Sie hier:

>> Michael Schumacher: "Eine Reise ins Ungewisse"

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