Jetzt auch für: iPhone, iPad, Android und Windows
Marken
Themen
Artikel
Videos
Baureihen
Alle Treffer mit anzeigen

Deutsche F1-Piloten beim GP Ungarn

Zweimal Pole Position für Team Deutschland

Timo Glock Foto: xpb 29 Bilder

Im deutschen Lager herrschte in Ungarn größtenteils gute Stimmung. Bis auf Michael Schumacher konnten alle ihr teaminternes Duell gewinnen. Für Sebastian Vettel gab es sogar die Pole Position. Aber auch Timo Glock feierte Position 19 wie ein Platz in der ersten Reihe.

31.07.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Mit der vierten Pole Position in Folge bestätigte Sebastian Vettel den guten Eindruck des Wochenendes. Trotzdem war die Konkurrenz erstaunt über den großen Abstand. "Ich denke, da gibt es kein großes Geheimnis", erteilte Sebastian Vettel Verschwörungstheorien eine Absage. "Vergangene Woche sind wir auf einer Strecke gefahren, die dem Ferrari gut passt und jeder hat sich gewundert, wie sie einen großen Schritt machen konnten. Jetzt wundern sich die gleichen Leute über uns."

Mit Veränderungen am Frontflügel und am Diffusor konnte man das Auto am Samstag noch einmal deutlich verbessern. "Nach Hockenheim haben wir versucht, hier in Bestform anzutreten. Wir hatten einen problemfreien Freitag und einen guten Samstag." Vettel weiß aber auch, dass die Punkte erst am Sonntag vergeben werden. Von den letzten drei Pole Positions gab es nur einen Sieg. "Ich stehe auf der sauberen Seite. Der Start sollte funktionieren. Ich bin zuversichtlich, dass es dieses Mal mit dem Sieg klappt."

Nico Rosberg:

Mit Platz sechs erreichte Nico Rosberg im Qualifying von Budapest das Maximum. Acht Zehntel Vorsprung vor dem Teamkollegen im zweiten Abschnitt sprechen eine deutliche Sprache. Mehr als zwei Sekunden Rückstand auf die Pole-Zeit von Sebastian Vettel allerdings auch. "Die Lücke ist groß, es ist wirklich erstaunlich wie schnell die sind", musste der Silberpfeil-Pilot neidlos anerkennen.

Die Gründe für die Klatsche sind bekannt - zumindest teilweise. "Wir haben einfach nicht das Beste aus unseren Updates gemacht. Nach Silverstone ging es leider eher rückwärts. Unser Paket ist nicht gut genug." Die aktuelle Saison hat Nico abgehakt. "Wir sind in einer Situation, wo wir keine Titel mehr gewinnen können. Es gibt zwar noch ein paar Strecken, wo wir gut aussehen sollten, wie z.B. Monza oder Singapur. Aber wir müssen vor allem auf nächstes Jahr schauen. Da wollen wir Weltmeister werden."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil startet in Ungarn nur von Platz 13. Gemessen an den bisherigen Ergebnissen in dieser Saison eine Enttäuschung. Doch nach den Problemen des Wochenendes gab sich der Force India-Pilot versöhnlich. "Damit bin ich zufrieden. Das waren so ungefähr meine Erwartungen." Am Vormittag lief es allerdings gar nicht. "Wir hatten absolut null Grip. Ich habe dann vor dem Qualifying den F-Schacht ausgebaut. Dann lief es etwas besser."

In der Nacht hatte man schon den angeblasenen Diffusor wieder durch die alte, konventionelle Variante ersetzt. "Der hätte mir heute sicher geholfen", erklärt Sutil. "Aber mit dem hätte ich das Rennen morgen nicht durchgehalten." In der rein deutschen siebten Startreihe steht Sutil ausgerechnet neben Michael Schumacher. Kein anderer Pilot im Feld machte in der ersten Runde so viele Plätze gut. "Es ist wichtig für die Gesamtwertung, vor ihm ins Ziel zu kommen. Er steht im Klassement nur drei Punkte vor mir", erklärt Sutil.

Timo Glock:

Timo Glock startet am Sonntag von der Pole Position. Es ist natürlich nur der gefühlte beste Startplatz, den der Mann aus dem Odenwald für sich reklamiert: "Es war eine der besten Runden meines Lebens. Die Runde davor musste ich abbrechen, weil mein Teamkollege vor mir lag. Dann sagte mir mein Renningenieur, dass mir nur sechs Hundertstel auf den besten Lotus fehlen. Für die Reifen war es schon die dritte Runde. Ich habe mehr als 100 Prozent gegeben, um diese Zeit zu schaffen." Mit 1.24,050 Minuten war Glock Bester im Formel 1-Armenhaus.

Der Grund für die persönliche Pole Position lag auch in einem nahezu problemfreien Wochenende. "So kann es weitergehen", meinte Glock. "Eigentlich ist der Lotus auf dem Typ Strecke drei bis vier Zehntel schneller als wir. Mein Abstand zu di Grassi zeigt, dass ich wirklich das Maximum aus unserem Auto geholt habe. Wir müssen uns noch mechanisch verbessern. Da gewinnt der Lotus im zweiten Sektor Zeit auf uns. Er geht besser über die Bodenwellen."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg schaffte auf einer der schwierigsten Strecken im Kalender seinen vierten Trainingssieg gegen Routinier Rubens Barrichello. Trotzdem war der GP2-Sieger des Vorjahres nicht ganz glücklich. "Die Zeit im Q3 hätte besser sein müssen. Nach zwei Dritteln meiner letzten Runde habe ich am Display gesehen, dass mir zwei Zehntel auf meine beste Zeit fehlen. Da habe ich zu hart attackiert und bin in Kurve 12 zu weit rausgetragen worden."

Nach den freien Trainingssitzungen hatte sich der Zehnte der Startaufstellung mehr ausgerechnet. "Wir haben mit Startplätzen zwischen sieben und zehn gerechnet. Dann wurde es doch schwerer, weil Rosberg und die Renault stärker gefahren sind als erwartet. Positiv ist: Wir bewegen uns nun schon seit Valencia in dieser magischen Zone um Platz zehn herum." Die Reifen sieht Hülkenberg unkritisch: "Der weiche baut nicht so schlimm ab, und die "medium"-Mischung ist leichter auf Temperatur zu bringen als der harte Reifen von Hockenheim. Es wird wieder mal vieles vom Start abhängen."

Michael Schumacher:

Wie das Qualifying für Michael Schumacher lief, erfahren Sie hier:

>> Michael Schumacher: Auto nicht gut, Fahrer nicht gut

Kommentar schreiben

Es ist noch kein Kommentar vorhanden. Seien Sie der Erste und sagen Sie und Ihre Meinung.

Neues Heft
Empfehlungen aus dem Netzwerk
3D Felgenkonfigurator
Anzeige
Whatsapp
Immer auf dem neuesten Stand mit unserem WhatsApp-NewsletterJetzt kostenlos anmelden