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Deutsche F1-Piloten in Monza

Keine Euphorie bei Team Deutschland

Nico Hülkenberg Foto: xpb 22 Bilder

Mit seiner Tagesbestzeit stach Sebastian Vettel deutlich aus dem deutschen Sextett heraus. Bei den anderen fünf Piloten gibt es teilweise noch viel Verbesserungsbedarf. Adrian Sutil glaubt nicht dran, wie im Vorjahr um die Pole Position zu kämpfen.

10.09.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nico Rosberg:

Nico Rosberg gab sich nicht besonders euphorisch nach dem ersten Trainingstag von Monza. "Es läuft etwas besser als an den vergangenen Wochenenden, aber leider noch nicht sehr stark. Der Tag war okay. Das Auto funktioniert, aber es ist leider nicht besonders schnell." Wo das Problem genau liegt, war schnell erkannt: "Der Top-Speed ist gut. Auch auf der Bremse fühlt es sich gut an. Wir verlieren unsere Zeit vor allem in den schnelleren Kurven. Da fehlt uns noch ein bisschen was."

Immerhin brachte man die Hitzeprobleme mit dem angeblasenen Diffusor in den Griff. Beim Thema F-Schacht waren die Fortschritte dagegen überschaubar: "Unser F-Schacht funktioniert nach wie vor nicht 100 prozentig optimal. Aber hier ist der Effekt reduziert. Von daher ist es okay für uns." Rosberg hofft am Samstag noch etwas an Speed zulegen zu können. Große Hoffnungen macht sich der Silberpfeil-Pilot allerdings nicht. "Ich bin leider nicht besonders optimistisch für das Qualifying. Wir müssen das Beste rausholen. Das wäre hinter den ersten drei Teams. Das Optimale wäre ein siebter Platz."

Sebastian Vettel:

Mit der schnellsten Zeit am Trainingsfreitag hatte man bei Red Bull wohl selbst nicht gerechnet. Entsprechend positiv fiel auch das Fazit von Sebastian Vettel aus. "Ich denke, es war ganz okay. Es lief besser als erwartet", blieb der Deutsche vorsichtig. Trotz der vielen Geraden scheint Vettels Dienstwagen konkurrenzfähig. "Die Strecke ist nicht unsere Paradestrecke, aber wir sind ganz gut dabei. McLaren ist schnell und im zweiten Training hat auch Ferrari aufgetrumpft. Es wird sehr eng hier. Die Zeitabschnitte sind klein.

Vor einem Jahr fuhr der Deutsche gerade noch in die Punkte. In diesem Jahr scheint es besser zu laufen. "Wir haben 2009 gehörig eins auf den Deckel bekommen. Dabei konnten wir aber auch was lernen. Dieses Jahr gibt es kein KERS. Das kommt uns auch zugute." Nach seinem ersten Formel 1-Sieg im Jahr 2008 gehört Monza zu Vettels Lieblingsstrecken. Auch wegen dem spektakulären Layout. "Wenn man die 300er Marke passiert als wäre es nichts, ist das schon was Schönes. Auch die Kurven mit wenig Abtrieb. Das macht einfach Spaß hier."

Adrian Sutil:

Mit Platz elf in der Tageswertung blieb Adrian Sutil etwas unter den Erwartungen. "Es war okay. Wir hatten uns schon etwas mehr erhofft. Aber die anderen haben im Vergleich zum Vorjahr zugelegt. McLaren ist besonders schnell. Red Bull hat sich auch stark verbessert." Trotzdem schließt Sutil nicht aus, das Resultat aus Spa zu widerholen. "Das war erst der Freitag. Man weiß nie genau, wie es von den Benzinmengen ausgesehen hat."

Sutil hatte nach eigener Aussage nicht geglaubt, um die Pole Position kämpfen zu können. "Das hat man schon in Spa gesehen, dass wir zu weit weg sind. Aber wenn ich mich in den Top Ten qualifizieren kann, ist immer noch ein gutes Resultat möglich." Im Gegensatz zu den meisten anderen baute Force India den F-Schacht nach einem Vergleich aus: "Wir waren uns einig, dass es ohne F-Schacht besser ist. Er hat nicht das gebracht, was wir erhofft haben."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg beendete den ersten Trainingstag in Monza mit den Plätzen neun und elf. "Wir sind überraschend schnell hier", meinte der lange Deutsche. "Ich hätte uns nicht so schnell erwartet. Der Top-Speed ist gut, dank der neuen Flügel, die wir hier haben." F-Schacht oder nicht, das ist für Williams keine Frage. "Wir fahren auf jeden Fall mit."

So erfreulich die gute Form der Williams war, so erstaunlich war für den Williams-Piloten, dass beide Force India hinter ihm platziert waren. "Die hätte ich stärker erwartet. Aber vielleicht kommt da morgen ja noch etwas." Monza ist zwar eine spezielle Strecke, doch die Eingewöhnungszeit fiel für Hülkenberg relativ kurz aus: "Die Strecke besteht ja nur aus Geraden, Schikanen und zwei echten Kurven."

Timo Glock

Timo Glock war mit seinem ersten Trainingstag zufrieden, auch wenn er im zweiten Teil nur auf dem drittletzten Platz landete. Dafür reichte es in der ersten Sitzung zu Rang 18. "Der Morgen verlief nach Plan. Wir haben unser Monza-Programm durchgebracht, und das Auto fühlte sich gut an." Am Nachmittag begann Virgin zu experimentieren. "Wir sind mit extrem wenig Abtrieb gefahren und mussten dafür die Gänge länger übersetzen", erzählte Glock.

Der Hesse erzielte zwar die besten Top-Speed-Werte, doch er verlor in den Lesmo-Kurven und der Ascari-Schikane zuviel Zeit. "Wir haben danach wieder auf ein normales Aerodynamik-Setup zurückgebaut, aber dafür waren die Gänge zu lang übersetzt. Die Sprünge zwischen den Gängen waren viel zu groß." Mehr als Platz 22 war mit der Notlösung nicht drin. Glock wird am Samstag wieder zu seiner Abstimmung vom Freitagvormittag zurückkehren.

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher zu seinem ersten Trainingstag gesagt hat, lesen Sie hier:

>> Schumacher hofft in Monza noch auf Achtungserfolg

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