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Formel 1: Deutsche F1-Piloten

Monaco-Pleite mit Strafe, Crashs und Defekten

GP Monaco 2010 Foto: xpb 30 Bilder

Von den sechs gestarteten Deutschen war am Ende nur Adrian Sutil zufrieden mit dem Rennen in Monaco. Michael Schumachers gute Laune wurde nach dem Rennen von den FIA-Stewards verhagelt. Selbst Sebastian Vettel war mit Platz zwei nicht ganz glücklich.

16.05.2010 Tobias Grüner

Michael Schumacher:

Die entscheidende Szene ereignete sich in der allerletzten Kurve des Rennens. Michael Schumacher überholte - kurz nachdem das Safety-Car in die Box abgebogen war - den Ferrari von Fernando Alonso. Doch das dicke Ende kam knapp drei Stunden nach dem Zieleinlauf. "Das war für mich ein ziemlich normales Rennen, abgesehen von der anschließenden Entscheidung der Sportkommissare", erklärte der Deutsche anschließend.

Schumacher bekam von seiner Box das Signal, Alonso anzugreifen. Doch Mercedes interpretierte das Reglement offensichtlich anders als die Sportkommissare: "Dass ich am Ende auf Platz zwölf zurück versetzt wurde, ist enttäuschend und ich verstehe vollkommen, dass wir dagegen Berufung einlegen. Nach unserem Verständnis bedeutete die Nachricht "Safety-Car kommt rein, Strecke frei", dass wir wieder unter Rennbedingungen fuhren, also gab ich Gas und überholte Fernando."

Nico Rosberg:

Auch Schumachers Teamkollege konnte sich mit dem Ergebnis nicht anfreunden. "Ich kam mit hohen Erwartungen hierher nach Monaco und deshalb bin ich über Platz acht enttäuscht. Im Qualifying war auf jeden Fall die erste Startreihe drin und damit wäre im Rennen ein Podiumsplatz möglich gewesen", klagte der Wahlmonegasse über seine verpasste Chance.

Im Rennen wurde er zu Beginn von langsameren Autos aufgehalten. Rosberg versuchte das Beste aus der Situation zu machen. "Zunächst schonte ich heute meine Reifen und als ich freie Fahrt hatte, weil die Autos vor mir an den Boxen waren, konnte ich mehrere sehr schnelle Runden fahren. Es war für mich wichtig zu zeigen, wie stark wir sind. Gut, dass ich ein paar Punkte holte - für die nächsten Rennen bin ich zuversichtlich."

Sebastian Vettel:

Ganz glücklich blickte Sebastian Vettel bei der Siegerpressekonferenz nicht drein. Zum zweiten Mal innerhalb von sieben Tagen saß sein Teamkollege auf dem mittleren Platz. "Ich konnte zu Beginn des Rennens nicht mit Mark (Webber) mithalten. Das müssen wir nochmal untersuchen. Erst später im Rennen habe ich Grip gefunden. Aber ein Angriff wäre hier in Monaco einfach zu riskant gewesen."

Der Heppenheimer gab zu, nicht das Beste aus dem Auto herausgeholt zu haben. "Aber immerhin haben wir mit Platz zwei wichtige Punkte geholt", versucht Vettel dem Rennen etwas Positives abzugewinnen. Dazu musste er vor allem Robert Kubica überholen. "Der Start war der Schlüssel. Eigentlich hatte ich kein so gutes Gefühl, doch dann habe ich gesehen, dass Robert auch nicht so gut wegkam. Das war wichtig, dass ich da vor der ersten Kurve vorbeigekommen bin." Mit 78 Zählern liegt Vettel nun punktgleich mit seinem Teamkollegen an der Spitze des WM-Klassements.

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg erlebte einen verkorksten Rennsonntag in Monte Carlo. Schon beim Anfahren in die Einführungsrunde, wollte beim Williams des Rheinländers der erste Gang nicht reingehen. "Das war kein guter Start heute. Es gab ein Problem mit der Kupplung vor Beginn der Aufwärmrunde, weshalb ich von ganz hinten losfahren musste."

Als das Rennen endlich losging, war es für Hülkenberg nach wenigen Metern auch schon wieder vorbei. "Ich weiß noch immer nicht, was da im Tunnel passiert ist. Das Auto hat sich plötzlich komisch angefühlt und dann war ich auch schon in der Mauer. Ich bin sehr enttäuscht, dass ich das Rennen nicht beenden und mehr Kilometer sammeln konnte. Aber so spielt das Leben."

Timo Glock:

Auch Timo Glock sah die Zielflagge wieder einmal nicht. "Es war wirklich ein enttäuschendes Wochenende", fasst der Deutsche sein Monaco Gastspiel knapp zusammen. "Ich hatte schon am Start ein Problem und habe eine Position auf Lucas (Di Grassi) verloren." Danach lief es für kurze Zeit einigermaßen versöhnlich: "Ich hatte eine richtig gute erste Runde und konnte Lucas und Jarno (Trulli) in der Loews-Kurve überholen. Dann lag ich in einer guten Position hinter Heikki (Kovalainen), dessen Speed ich auch mitgehen konnte."

Danach begannen sich allerdings langsam die Probleme für den Odenwälder zu häufen. "Ich hatte einen etwas zu starken Reifenverschleiß und auch Probleme mit den Bremsen. In der Casino-Kurve ist mir dann die Aufhängung gebrochen, wodurch mein Rennen beendet wurde. Das müssen wir untersuchen, um zu verstehen, was da passiert ist."

Adrian Sutil:

Nach der Bestrafung für Michael Schumacher rückte Adrian Sutil von Rang neun auf Platz acht nach vorne. Kurz nach dem Rennen wusste der Force India-Pilot noch nichts davon. "Es war ein sehr gutes Rennen für uns. Ich hatte von Rang zwölf einen sehr guten Start und konnte in der ersten Runde zwei Plätze gutmachen. Außerdem hatten wir einen guten ersten Boxenstopp, bei dem ich eine weitere Position gewann."

Der Deutsche musste den Platz anschließend nur noch ins Ziel fahren. "Das war ein ziemlich einsames Rennen. Die Lücke nach vorne und nach hinten war die meiste Zeit ziemlich groß, so dass ich zum Großteil meine eigene Pace fahren konnte." Am Ende wurde die Balance des Force Indias immer besser, so dass Sutil ein positives Fazit ziehen konnte. "Nach dem Qualifying gestern bin ich richtig zufrieden."

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