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Deutsche Piloten in Valencia

Deutscher Sechser mit Potenzial nach oben

Schumacher und Rosberg beim Tipp-Kick Foto: xpb 27 Bilder

Die deutschen Piloten sind verhalten in das Grand Prix-Wochenende von Valencia gestartet. Doch alle sechs erwarten im Qualifying einen Schritt nach vorne. Während Vettel noch nicht weiß, ob er mit F-Schacht fährt, ist der "Turbo-Schnorchel" bei Adrian Sutil ein echter Fortschritt.

25.06.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel muss bis in die späten Abendstunden warten, bis er weiß, ob Red Bull mit F-Schacht antritt oder nicht. "Mehr ja als nein", meinte Vettel, als er um 17 Uhr Richtung Fahrerbesprechung verschwand. Der Zweitschnellste des ersten Trainingstages war mit dem Auftakt in Valencia zufrieden. "Es läuft besser als gedacht. Für Freitag sind wir schnell unterwegs. Wir haben mit dem Auto einen guten Schritt vorwärts gemacht."

Auch die Reifensituation besserte sich von Runde zu Runde, nachdem am Morgen noch jede Menge Schmutz auf der Ideallinie lag. "Im ersten Training war die Strecke so schmutzig wie in Montreal. Die Reifen haben so stark abgebaut, dass wir zum Schluss nur noch GP2-Zeiten gefahren sind. Am Nachmittag waren die Reifen okay. Je besser die Strecke wurde, umso mehr verschwand das Körnen."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg konnte direkt mit der besten Zeit im ersten Training auf sich aufmerksam machen. Im zweiten Test musste er sich mit Rang vier begnügen. "Ich bin recht zufrieden. Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich bin guter Dinge, dass es besser wird als in Montreal", zog der Silberpfeil-Pilot ein positives Fazit. Der Grund für die Freude lag vor allem in den technischen Updates: "Wir haben gute Fortschritte am Auto. Das bringt uns sicher ein paar Zehntel. Wir sind auf jeden Fall näher an die Spitze herangekommen."

Vor allem mit viel Sprit sei das Auto stark, erklärte Rosberg. Was genau besser ist, konnte er aber nicht sagen: "Das Auto fühlt sich einfach stärker an." Allerdings gab es auch noch kleine Fragezeichen. "Die Reifen funktionieren noch nicht hundertprozentig", klagte Rosberg. Schon in Montreal bekam Mercedes die Gummis nicht in den Griff. "Das ist immer noch ein Problem. Das ist auch nicht so einfach zu lösen. Aber es ist hier immerhin weniger ein Problem als in Montreal. Ich bin zuversichtlich, dass wir morgen noch ein bisschen besser werden."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil strahlte nach dem zweiten Freien Training mit der Sonne in Valencia um die Wette: "Das Auto liegt wunderbar. Ich habe nichts auszusetzen heute." Ein Grund für die gute Laune war auch das wichtigste Technik-Update bei Force India. Die neuste Version des F-Schachts funktionierte endlich: Der hat auf jeden Fall was gebracht und bleibt auch bei beiden Autos drauf. Ich hatte gehofft, dass wir das hinkriegen und es scheint zu funktionieren." Rund sechs km/h soll der Heckflügeltrick Sutils Auto schneller auf der Geraden machen.

Damit ist vielleicht sogar mehr drin als der achte Platz im zweiten Training. "Das hat man ja schon ansatzweise gesehen: Mit harten Reifen war ich sehr gut unterwegs. Mit den weichen war es auch gut, aber ich habe die Runde einfach nicht zusammenbekommen. Da ist noch einiges mehr drin", bleibt Sutil gewohnt optimistisch. Die Reifen sollten nur im Qualifying etwas Probleme machen. "Es ist sehr schwierig, den weichen Reifen auszunutzen. Der hält nur eine Runde richtig schnell. Bei mir fingen die Probleme sogar schon im letzten Sektor an. Das muss man sich gut einteilen. Auf den Longruns ist er dagegen konstant."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg konnte mit dem Resultat des ersten Trainingstages nicht zufrieden sein. 1,2 Sekunden fehlten dem Deutschen auf Rubens Barrichello. Am Morgen waren beide Williams-Piloten mit dem F-Schacht gefahren. Weil das System bei Hülkenberg nicht wie gewünscht funktionierte, fuhr er am Nachmittag ohne und handelte sich den Rückstand ein, an dem er zu knabbern hatte. "Ich muss hier bis auf zwei Zehntel an Rubens heranfahren können", nahm er sich selbst in die Pflicht.

Irgendetwas stimmte auch mit dem Setup nicht, vermutete der GP2-Champion. "Da war keine Harmonie. Da Rubens ziemlich happy ist, muss ich noch einmal über die Daten schauen. Irgendeine Erklärung muss es dafür geben." Valencia ist für Hülkenberg bekanntes Terrain. Auf dieser Strecke hatte der Deutsche in der GP2-Serie sogar einen Sieg eingefahren. "Ich kann mich noch erinnern, dass wir mit unserem GP2-Auto gut über die Randsteine gekommen sind. Das war mit dem Formel 1 schon schwieriger."

Timo Glock:

Timo Glocks Handbewegung sagte alles. Er legte die Handkante an den Hals, als er mit seinem Virgin auf der Strecke ausgerollt war. Nach 14 Runden war wieder mal Feierabend. "Fünfter Gang gebrochen", vermutete Technikchef Nick Wirth und schüttelte den Kopf: "Jedes Rennen etwas anderes. Ich werde noch wahnsinnig. Dabei war es vorher so gut gelaufen." Glock konnte mit den Lotus mithalten. Dass am Ende 0,8 Sekunden Glock und die Lotus trennten, lag daran, dass Glock nie mit wenig Benzin im Tank auf den weichen Reifen ausrückte.

"Davor lag ich innerhalb von zwei Zehnteln mit Kovalainen, und ich hatte in meiner schnellsten Runde noch einen Fehler drin." Die neue Aufhängung vorne und hinten hat sich offenbar bewährt. "Es fühlt sich gut an, aber ich kann es nicht durch Zahlen erhärten, weil uns ein direkter Vergleich fehlt", meinte Glock. Wirth prophezeit euphorisch eine dramatische Verbesserung für Silverstone: "Wartet ab, bis wir unser großes Aerodynamikpaket bringen. Dann geht es richtig vorwärts."

Michael Schumacher:

Wie der erste Trainingstag für Michael Schumacher gelaufen ist, erfahren Sie hier:

>> Michael Schumacher noch nicht im Valencia-Rhythmus

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