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Formel 1: Die deutschen F1-Piloten in China

Vettel, Rosberg und Glock zufrieden

Formula 1 Grand Prix, China, Saturday Qualifying Foto: xpb 63 Bilder

Im deutschen Lager herrschte nach der Qualifikation von Shanghai gemischte Stimmung. Sebastian Vettel, Nico Rosberg und Timo Glock wasren mit sich und dem Auto zufrieden. Nico Hülkenberg und Michael Schumacher suchen noch nach Erklärungen.

17.04.2010 Bianca Leppert, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel feierte seine dritte Pole Position in diesem Jahr. Sie kam aus dem Nichts. Fast das gesamte Training über war Teamkollege Mark Webber schneller. Doch als es ernst wurde, nahm ihm Vettel drei Zehntelsekunden ab. "Ich war am Morgen noch ziemlich unzufrieden mit meinem Auto", berichtete der Mann auf der Pole Position. "Das Auto war nicht gut ausbalanciert. Deshalb bin ich vom Set-up eher in die Richtung von Mark gegangen."

Vettel nutzte die ersten beiden K.O.-Runden der Qualifikation zum Kennenlernen seines neu abgestimmten Red Bull. "Vor allem im ersten Sektor musste ich Zeit finden. Da konnte mir nicht nur die neue Abstimmung helfen. Ich musste auch an mir selbst arbeiten." Webber gab zerknirscht zu: "Ich war am Limit. Seb fuhr eine großartige Runde zum Schluss. Das ist die Runde, die zählt."

Die Wettervorhersage kann Vettel nicht schrecken. Es ist Regen angesagt, aber keiner weiß genau, wann er kommt und wann er wieder verschwindet. Nach seinem Sieg in der Regenschlacht von 2009 sieht Vettel keine Probleme, egal welches Wetter ihn am Sonntag erwartet: "Ich habe für ein Regenrennen auf der Pole Position die beste Ausgangsposition."

Nico Rosberg:

Der vierte Platz ist nicht Nico Rosbergs bestes Qualifying in dieser Saison, dennoch war er von der guten Performance überrascht. Warum er in China so schnell war, konnte er aber nicht genau erklären. "Ich würde nicht sagen, dass uns die Strecke speziell liegt", sagte Rosberg. "Sicher hat der Heckflügel geholfen, aber das war kein Riesenschritt." Seinen Teamkollegen ließ Rosberg mal wieder hinter sich – und zwar deutlich. Michael Schumacher fehlten sieben Zehntel auf Rosberg.

Für etwas Konfusion sorgte allerdings Schumachers Aussage direkt nach dem Qualifying, Rosberg sei die alte Flügelversion gefahren. "Wir haben darüber diskutiert", meinte Rosberg. "Aber ich bin bei der neuen Version geblieben und das war auch gut so." Schumacher stellte anschließend auch klar, dass er Rosberg wohl missverstanden hat.

Adrian Sutil:

Adrian Sutil scheint ein Abonnement auf den zehnten Startplatz zu haben. Bereits in Bahrain und Australien ging Sutil von Platz zehn ins Rennen. "Ich bin recht glücklich", sagte der Gräfelfinger. "Wir haben erreicht, was wir uns erhofft haben. Das Auto war gut, nur heute morgen hatten wir noch Probleme." Die vorher befürchteten Probleme die Reifen auf Temperatur zu bringen, waren bei 20 Grad Celsius am Samstag vom Tisch.

Stattdessen spielt der Wettergott morgen eine gewichtige Rolle. Sutil hätte keine Probleme damit, wenn es wie vorhergesagt, regnen würde. "Letztes Jahr hatten wir hier viel Aquaplaning, aber das Auto ist fähig, in die Punkte zu fahren."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg rätselt. Dem 16. des Trainings fehlen neun Zehntel oder fünf Positionen auf Teamkollege Rubens Barrichello. Das ist eine Menge Holz. "Zwei bis drei Zehntel habe ich in der letzten kurve liegen lassen, doch wo ist der Rest", fragte sich der Rheinländer und gab offen zu: "Ich bin selbst erstaunt, wo er die Runde hergezaubert hat."

Im Datenvergleich stellt Hülkenberg fest: "Rubens gewinnt auf mich auf der Bremse und in den langsamen Kurven. Im ersten Sektor war sein Auto besser ausbalanciert." Genau lokalisieren lässt sich das Problem nicht. Untersteuern, Übersteuern, von allem ein bisschen, und nie vorhersehbar. "Irgendwie fühlt sich das Auto schwammig an." Unter schwierigen Bedingungen ist Erfahrung eine Trumpfkarte, das muss auch der amtierende GP2-Sieger einsehen: "Da zehrt Rubens von seiner Erfahrung. Dass er mit diesem Auto nur acht Zehntel auf die Spitze verliert, ist schon verdammt gut."

Timo Glock:

Timo Glock schaffte zwar nicht wie in Malaysia den Einzug in Q2, war mit seinem 19. Platz aber dennoch zufrieden. Immerhin heimste er sich den Titel "Best of the Rest" ein. "Eigentlich dachte ich, Lotus wäre vor uns", sagt der Virgin-Pilot. "Aber wir konnten das Auto heute noch einmal verbessern und meine Runde hat gepasst." Lediglich Rubens Barrichello stand dem 28-Jährigen kurzzeitig im Weg und brachte ihn in seiner ersten Qualifyingrunde aus dem Rhythmus.

Für das Rennen sieht sich Glock gut aufgestellt. Zwar kam der neue Frontflügel aufgrund der Logistikprobleme nach dem Vulkanausbruch in Island nicht in Shanghai an, aber trotzdem habe man alles im Griff. "Ich habe heute keine rote Lampe gesehen", beruhigt Glock diejenigen, die an der Zuverlässigkeit des VR-01 zweifeln. Vielmehr sieht Glock den Regen als entscheidenden Faktor im Rennen. "Wenn man so weit hinten startet, dann sieht man wenig", gibt Glock zu bedenken.

Michael Schumacher:

Wie der Tag von Michael Schumacher gelaufen ist, lesen Sie hier:

>> Schumis Qualifying in China: Michael Schumacher ist ratlos

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