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Deutsche F1-Piloten

Perfekter Tag für Vettel und Sutil

Schumacher und Vettel 33 Bilder

Drei deutsche Fahrer landeten in Valencia in den Punkten. Für Sebastian Vettel und Adrian Sutil lief im Rennen alles nach Plan. Nico Rosberg konnte sich über einen Zähler dagegen nicht freuen. Für Schumacher, Hülkenberg und Glock war Valencia keine Reise wert.

28.06.2010 Tobias Grüner

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel hat sich mit seinem zweiten Saisonsieg wieder mitten ins Formel 1-WM-Rennen zurückgezoomt. Auf Spitzenreiter Lewis Hamilton fehlen nach neun Rennen zwölf Punkte. Der Heppenheimer lag von der ersten bis zur letzten Runde in Führung. Seine makellose Fahrt hatte nur zwei Schrecksekunden. Die eine gleich nach dem Start. Lewis Hamilton wollte in Kurve zwei innen vorbei und berührte dabei den rechten Hinterreifen des Red Bull. "Ich konnte nicht sehen, wie er mich getroffen hat und hatte schon Angst, dass er den Reifen vielleicht mit dem Flügel beschädigt haben könnte. Deshalb bin ich die erste Runde vorsichtig gefahren für den Fall, dass ich mir einen Reifenschaden zugezogen haben sollte. Dann merkte ich aber, dass alles in Ordnung war."
 
Die Überraschung kam im Parc fermé: "Da sah ich, dass hinten rechts der ganze Unterboden beschädigt war. Das Auto hat sich aber trotzdem gut angefühlt." Beim Re-Start nach der Safety-Car-Phase verbremste sich Vettel in der Zielkurve. "Ich habe mir einen Bremsplatten vorne rechts eingehandelt. Die Strafe für Lewis hat den Druck auf mich dann etwas gelindert. Er war dann mal zehn Sekunden hinter mir. Ab da konnte ich ihn locker kontrollieren. Wurde er schneller, habe ich auch zugelegt. Für den Rest des Rennens musste ich nur aufpassen, dass vorne rechts nicht noch einmal das Rad blockiert."
 
Mit dem F-Schacht freundete sich Vettel schnell an. "Du fasst automatisch mit der Hand auf das Loch. Das wird so schnell Routine, so dass du schon nachdenken musst, wenn du es mal nicht tust." Die Bilder von Mark Webbers Unfall sah der Sieger erst nach dem Formel 1-Rennen. "Es zeigt uns allen, dass der Spruch 'Motorracing is dangerous' seine Berechtigung nicht verloren hat. Er steht nicht umsonst auf allen Eintrittskarten. Dass Mark unverletzt blieb, verdankt er der großen Sicherheit der heutigen Autos. Trotz aller Sicherheit sollten wir nie den Respekt vor diesen Autos verlieren."

Adrian Sutil:

Auf Rang sechs endete das Grand Prix-Wochenende für Adrian Sutil doch noch versöhnlich. Nach der Enttäuschung im Qualifying ging es für den Force India-Piloten im Rennen Schritt für Schritt nach vorne. Sutil gelang eines der schönsten Überholmanöver des Tages, als er an Sebastien Buemis Toro Rosso vorbeizog. "Das war ganz schön eng, aber er hat sich auch sehr fair verhalten", lobte Sutil seinen Schweizer Kontrahenten. "Danach lag ich hinter Kubica, konnte aber nicht vorbeiziehen. Wir hingen beide hinter Rubens Barrichello fest, der uns etwas aufhielt."
 
Nach dem Boxenstopp hatte er lange Zeit den Ferrari von Fernando Alonso im Nacken. "Das war kein Problem. Wir waren heute glaube ich sogar noch schneller als die Ferrari. Das Auto ging wieder richtig gut", freute sich der Gräfelfinger Formel 1-Pilot. Nach dem Rennen wurde Sutil wie acht seiner Kollegen um fünf Sekunden zurückgestuft. "Da hatte ich natürlich Glück, dass es keine negativen Auswirkungen für mich hatte." Laut Sutil hatte er kaum eine Chance die Strafe zu vermeiden. "Ich war zwei Sekunden unter der Safety-Car-Zeit. Um das Limit einzuhalten, hätte ich fast anhalten müssen."

 
Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg lag ewig auf Platz zehn, nur um am Ende dann doch wieder leer auszugehen. Der Williams-Pilot konnte seine Enttäuschung darüber nicht verbergen, dass der rechte Hinterreifen seine Lauffläche abschälte wie eine Zwiebel die Haut. Schuld hatte ein gebrochener Auspuff, der den Reifen weich gekocht hatte. "Außerdem fing im Heck irgendein ein Teil Feuer." Hülkenberg reagierte seine Wut an einem Reifenstapel ab. "Punkte wären heute absolut drin gewesen, auch wenn das Safety-Car für mich zum dümmsten Zeitpunkt kam. Ich hatte mir gerade einen Bremsplatten eingefahren. Beim Re-Start verlor ich auch noch einen Platz gegen Alonso."


Timo Glock:

Timo Glocks GP Europa verlief aufregend. Platz 19 für den Hessen hört sich schlechter an als das Rennen aus seiner Sicht aussah. Kopfzerbrechen bereitete zunächst ein schlechter Start: "Ich hing lange Zeit hinter meinem Teamkollegen Lucas (di Grassi) fest. Immer wenn ich ihm näher rückte, ruinierte ich mir die Reifen. Als einmal die Räder blockierten, war der rechte Vorderreifen hinüber. Ich bin gleich an die Box und habe auf die weichen Reifen gewechselt."
 
"Danach lag das Auto perfekt, bis ich beim Überholen von Senna mit ihm zusammengerasselt bin und mir dabei die Hinterreifen zerstört habe. Also musste ich zum zweiten Mal an die Box. In der letzten Runde konnte ich noch Chandhok überholen, was mich an die Spitze der neuen Teams brachte." Drei Stunden nach dem Rennen wurde Glock wieder einen Rang zurückgestuft, weil er zu den neun Fahrern zählte, die nach Ausrufen der Safety-Car-Phase zu schnell an die Boxen zurückgefahren waren. So blieben die Rundenzeiten im Rennen das größte Erfolgserlebnis für Glock. Seine schnellste Runde lag nur 3,5 Sekunden über dem Bestwert von Jenson Button.


Nico Rosberg:

Nico Rosberg kann sich für seinen WM-Punkt bei der Rennleitung bedanken. Die Fünfsekunden-Strafe für Pedro de la Rosa und Vitaly Petrov ließ den Mercedes-Piloten noch von Platz 12 auf 10 vorrücken. "Es war kein tolles Rennen und Spaß hat es nicht gemacht", klagte Rosberg trotz des Geschenks. "Ich kämpfte um Grip und hatte Mühe, meine Bremsen zu schonen. Auch in solchen Rennen kann Erfahrung für später sammeln. Wir müssen jetzt hart arbeiten, um unsere Probleme zu lösen."


Michael Schumacher:

Wie das Rennen für Michael Schumacher lief, lesen Sie hier:
 
>> Michael Schumacher: Schumis Aufholjagd endet an der Boxenampel

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