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Deutsche F1-Piloten in Hockenheim

Vettel-Pole lässt Motodrom erbeben

Sebastian Vettel Foto: Red Bull 25 Bilder

Die deutschen Fans hatten am Samstag in Hockenheim Grund zum Jubel. Sebastian Vettel erkämpfte sich in einem Krimi die Pole Position. Bei den anderen fünf deutschen Piloten gab es beim Heimspiel dagegen auch viel Grund zum Jammern.

24.07.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel strahlte am Samstag von einem Ohr zum anderen. Um die Kleinigkeit von zwei Tausendsteln hatte er im Quali-Krimi Fernando Alonso hinter sich gelassen und die Pole Position gesichert. "Das ist das Beste, was man an einem Samstag erreichen kann. Aber die Punkte gibt’s erst am Sonntag." Den Schlüssel für die Leistung legte der Red Bull-Pilot bereits im dritten Training. "Ich hatte gestern Probleme mit der Bremsbalance. Das war heute viel besser."

Allerdings wusste Vettel schon vorher, dass die Ferrari ein harter Gegner sein würden. "Das war wirklich eng heute. Am Ende ist es gutgegangen. In der Zukunft sollten wir uns aber nicht auf zwei Tausendstel verlassen. Das hätte schon etwas mehr sein können." Allerdings war Vettel froh, dass er endlich Mal das Glück auf seiner Seite hatte. "Wir haben uns das verdient. Wir hatten schon so viel Pech in diesem Jahr."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg hat seine Führung im Trainingsduell mit Michael Schumacher auf 9:2 ausgebaut, doch Zufriedenheit sieht anders aus. Startplatz neun war zu wenig für einen, der noch vom WM-Titel träumte. "Ich habe das mit Blick auf den großen Entwicklungsschritt gesagt, und ich war auch überzeugt, dass er kommen würde. Jetzt, wo er ausblieb, wird es natürlich schwierig mit der Meisterschaft."

Rosberg war nicht in der Lage zu sagen, was seinen Silberpfeil genau bremste. Er rapportierte nur über die Symptome: "Im dritten freien Training lief es noch ganz ordentlich. Dann ging in der Qualifikation hinten plötzlich der Grip verloren. Wir haben versucht zu korrigieren, in dem wir am Frontflügel Abtrieb reduziert haben. Das hat aber gar nichts gebracht. Das Auto hat weiter schrecklich übersteuert." Es wird wohl ein langes technisches Briefing im Mercedes-Transporter. Rosberg richtete eine Bitte an seine Ingenieure: "Ich hoffe, wir finden eine Erklärung dafür."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenbergs Mitleid für Michael Schumacher hielt sich in Grenzen. Mit seiner letzten Runde in Q2 verdrängte er den Altmeister aus den Top Ten in der Startaufstellung. "Michael ist lange genug dabei. Er weiß, wie das Geschäft abläuft. Jeder schaut, wo er bleibt." Für Hülkenberg war diese letzte Runde im zweiten Abschnitt der Qualifikation ein heißer Ritt: "Mein Ingenieur hat mir gesagt: Du musst eine tiefe 1.15er Zeit fahren, wenn du in die Top Ten kommen willst. Ich habe meine Deltazeit dauernd auf dem Display gesehen. Das letzte Mal habe ich nach der Zielkurve darauf geschaut. Ich habe dann sogar eine 1.14,9er Zeit geschafft."

Im Finale der Qualifikation konnte Hülkenberg diese Zeit nicht mehr egalisieren. "Ich hatte nur noch einen frischen Satz der weichen Reifen. Im Motodrom bekam ich Übersteuern. Danach war der Grip weg." Trotzdem war der lange Rheinländer zufrieden: "Wir haben uns ganz klar gesteigert. Die drei Top-Teams sind für uns unerreichbar, aber Mercedes und Renault sind für uns in Reichweite gerückt. Wer hätte das vor drei Rennen noch gedacht."

Timo Glock:

Timo Glock erwischte in Hockenheim einen gebrauchten Samstag. Im dritten Training ging zunächst das Getriebe kaputt, was ihn in der Startaufstellung fünf Plätze weiter nach hinten katapultiert. Im Qualifying flog ihm dann ein Reifen von Tonio Liuzzi um die Ohren, der in der Zielkurve vor Glock in die Mauer abbog. "Ich habe schon gesehen, wie Liuzzi das Auto verloren hat, hab aber nicht damit gerechnet, dass der Reifen angeflogen kommt. Da musste ich ziemlich stark abbremsen und es war sehr knapp."

Am Ende kam nur Platz 20 heraus, hinter den beiden Lotus-Autos. "Das war ein sehr frustrierender Tag für uns. Und das, nachdem wir am Freitag einen vielversprechenden Start hingelegt haben. Nach dem ersten Run lagen wir noch vor den Lotus. Mit dem nächsten Satz Reifen konnten wir das aber nicht halten. Es ist einfach sehr enttäuschend."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil stand Timo Glock in Sachen Pech am Samstag in nichts nach. Wie Glock verpasste der Force India-Pilot fast die gesamte dritte Trainingssitzung mit einem technischen Problem. "Wir hatten einen Defekt an der Antriebswelle, der sich dann auf das Getriebe ausgewirkt hat." Genau wie Glock muss Sutil fünf Plätze zurück, nachdem die Schaltbox gewechselt wurde.

Von Platz 19 aus startet Sutil sogar hinter einem Lotus. "Ich hätte gerne etwas weiter vorne gestanden. Die werden mich nicht vorbeiwinken, aber ich bin zwei Sekunden schneller und werde das schon schaffen." Sutil hat noch nicht ganz die Hoffnung auf Fortführung seiner Punkteserie aufgegeben. "Im Rennen kann immer was passieren. Man braucht etwas Glück und die Strategie muss passen. Wir sind die Schnellsten auf der Geraden und hier in Hockenheim kann man definitiv überholen."

Michael Schumacher:

Wie das Qualifying von Michael Schumacher gelaufen ist, erfahren Sie hier:

>> Mercedes in Erklärungsnot - Schumacher kritisiert Testverbot

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