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Formel 1: Rosberg, Vettel & Co. in Malaysia

Wiedergutmachung in Malaysia

Nico Rosberg Foto: dpa 49 Bilder

Die sechs deutschen Formel 1-Piloten waren in Melbourne nicht gerade vom Glück verwöhnt. Nur wenige Tage später in Malaysia soll sich das Bild ändern. Sorge bereitet Vettel, Rosberg und Co. nur das unbeständige Wetter.

01.04.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nico Hülkenberg:

Seine ersten beiden Rennen beendete Nico Hülkenberg ohne Punkte. Nicht gerade der gewünschte Einstieg für den Williams-Rookie. Doch entmutigen lässt sich Hülkenberg durch die ersten Rückschläge nicht: "Weiter positiv bleiben", lautet das Motto. "Letzte Woche konnte ich ja nichts dafür. Das einzige Mittel, um sowas zu verhindern, ist sich besser zu qualifizieren. Ich glaube aber weiter an mich und das Team und wir können uns noch verbessern."

Auch im Qualifying-Vergleich mit Teamkollege Rubens Barrichello zog der Deutsche zweimal den Kürzeren: "Einen Rubens Barrichello muss man erstmal schlagen. Das ist als Rookie nicht so einfach. Ich brauche auch Zeit, obwohl ich in der Formel 3 und der GP2 gute Erfolge hatte", gibt Hülkenberg offen zu. "Langfristig muss es aber mein Ziel sein, Rubens schlagen zu können."

In Malaysia bietet sich nun schon die nächste Gelegenheit. "Ich mag die Strecke. Macht Spaß. Und es ist schön warm im Auto", scherzt Hülki. Bei 30 Grad und Saunafeuchte wird es für alle Piloten schwer. "Ich bin dafür gewappnet." Ein Ziel wollte der amtierende GP2-Champion aber nicht formulieren. "Ich habe zweimal gesagt, dass ich in die Punkte will und es hat nicht geklappt. Jetzt sage ich lieber nichts."

Sebastian Vettel:

Wie Nico Hülkenberg hat auch Sebastian Vettel die ersten Rückschläge der Saison gut weggesteckt. Zweimal verhinderten technische Probleme einen Sieg. Der Deutsche lässt sich davon aber nicht aus der Ruhe bringen: "Ich glaube nicht, dass das Auto unzuverlässig ist, auch wenn die letzten beiden Rennen dagegen sprechen. Kleine Sachen haben große Auswirkungen gehabt. Wir haben aber keine große Baustelle und müssen uns deshalb keine allzu großen Sorgen machen." Die Probleme mit der Kraftübertragung am Rad wurden gelöst. Radnabe und Mutter wurden vor Malaysia dementsprechend modifiziert.

In der Gesamtwertung hat Vettel nun schon 25 Punkte Rückstand auf den führenden Fernando Alonso. "Es hätte in Australien aus unserer Sicht auch schlimmer kommen können, was den Zieleinlauf der Konkurrenz angeht. Wir haben noch viele Rennen dieses Jahr und es ist beruhigend zu wissen, dass das Auto schnell ist." Für Malaysia peilt Vettel im dritten Anlauf endlich den ersten Sieg an. Die Strecke mit den vielen Kurven kommt dem aerodynamisch starken Red Bull entgegen: "Ich glaube, dass das Auto schnell ist. Aber ich denke, dass wir auf jeder Strecke konkurrenzfähig sein sollten. Natürlich ist das Ziel zu gewinnen."

Für die Kritik von McLaren-Chef Martin Whitmarsh, der bei Red Bull eine illegale Höhenverstellung vermutet, hat Vettel nur Spott übrig: "Leider dürfen wir die Fahrzeughöhe jetzt nicht mehr einstellen, weshalb wir wohl gegenüber McLaren im Nachteil sind", grinste der Deutsche. Die ganze Diskussion bezeichnete der Youngster als "verfrühten Aprilscherz."

Adrian Sutil :

Auch Adrian Sutil hatte in Australien eine Enttäuschung zu verkraften. Ohne Motorleistung musste der Force India-Pilot seinen Boliden in der Box abstellen. "Es war ein Elektronikproblem, das die Steuerung vom Motor beeinträchtigt hat", erklärt der Deutsche den Defekt, der zum Ausfall führte. Wie so oft in seiner Karriere glitten Sutil dadurch sichere Punkte aus der Hand. "Durch sowas habe ich mich noch nie entmutigen lassen. Den Glauben verliere ich nicht. Immer optimistisch bleiben. Ich bin hochmotiviert."

In Malaysia soll der nächste Angriff auf die Punkte kommen. Platz zehn ist sowohl für das Qualifying wie für das Rennen das Minimalziel. Wenn es doch noch weiter nach vorne gehen sollte, hat Sutil auch schon den Hauptgegner ausgemacht. "Renault ist momentan mit uns auf Augenhöhe. Wenn wir uns weiter nach vorne orientieren, kommt zuerst McLaren und dann Mercedes."

Mehr Sorgen als sein Auto bereitet Sutil das Wetter. Der Start wurde nach dem Regenschauer im Vorjahr eine Stunde vorversetzt. "Das kann schon den Unterschied machen", hofft der Deutsche. "Im letzten Jahr sind wir eine halbe Stunde unterwegs gewesen, dann kam der Wolkenbruch und dann war alles vorbei. Von Regen kann man hier leider nicht sprechen. Wenn was runter kommt, dann duscht es richtig. Da wird das Rennen normalerweise gecancelt."

Nico Rosberg :

Mit zwei fünften Plätzen konnte Nico Rosberg bisher in jedem Rennen punkten. Zufrieden ist der Mercedes-Pilot damit aber noch nicht. "Wir sind noch nicht da, wo wir sein wollen. Das ist aber keine große Überraschung. Wir entwickeln uns noch und haben massives Potenzial. Ich bin zuversichtlich, dass wir die Lücke nach vorne schließen können." Zuletzt besuchte Rosberg die Mercedes-Fabrik in Brackley. "Was ich da gesehen habe, stimmt mich sehr zuversichtlich."

Wo die Probleme des Autos genau liegen, wollte der Wiesbadener nicht sagen. "Aerodynamisch müssen wir noch Fortschritte machen. Aber auch mechanisch können wir noch einiges besser machen." Das Rennen in Melbourne ging laut Rosberg bereits in die richtige Richtung. "Dort konnten wir Fortschritte beim Setup machen, die uns sicher auch hier weiterhelfen werden." Rosberg kommt nach eigener Aussage gerne nach Malaysia. "Es ist einer meiner Lieblingskurse. Eine große Herausforderung vor allem an die Fitness. Aber dafür hat man ja den ganzen Winter trainiert." Als Ziel für das Rennen hofft der Deutsche auf einen Podiumsplatz. "Das wird aber sehr schwer."

Timo Glock :

Timo Glock hatte ruhige Tage zwischen Australien und Malaysia. "Am Montag habe ich mich von einer Party am Sonntagabend erholt. Dienstag bin ich nach Kuala Lumpur geflogen, und Mittwoch gab es Sport mit ein bisschen Fußball." Inzwischen ist auch der jüngste Defekt des Virgin geklärt. Die Hydraulikseuche scheint ja mittlerweile geklärt, zumindest am Auto von Glock. "Die Schraube, die die Spurstange hält, war nicht mit dem richtigen Drehmoment angezogen. Daraufhin hat sich der Sturz verstellt und die Schraube hat sich gelöst."

Das Ziel für Malaysia ist deshalb klar umrissen: "Endlich ins Ziel kommen und probieren, dass wir das Setup in eine bessere Richtung hinkriegen." Ansonsten konzentriert sich alles auf Barcelona, wo alles besser werden soll. Die richtige Tankgröße, Fahrwerksmodifikationen mit der Einführung von Massenträgheitsdämpfern und eine revidierte Aerodynamik mit größerem Doppeldiffusor. Glock warnt trotzdem, sich davon ein Wunder zu versprechen. "Die anderen bewegen sich in Barcelona auch nach vorne. Da wird sich vom Abstand her nicht viel ändern."

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