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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Silverstone

Mit neuen Teilen zum Grand Prix nach England

Sebastian Vettel Foto: dpa 52 Bilder

Bei den deutschen Formel 1-Piloten herrscht Aufbruchstimmung vor dem Rennen in Silverstone. Alle fünf Fahrer machen sich große Hoffnungen, dass es in England weiter nach oben geht. Vor allem die vielen neuen Aerodynamik-Teile sorgen für Optimismus.

18.06.2009 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld sieht seit dem GP Türkei einen Lichtblick am Horizont, auch wenn er bis heute nicht weiß, warum der linke Vorderreifen in der Anfangsphase keinen Grip geliefert hat. Im zweiten Teil des Rennens lagen seine Rundenzeiten auf dem Niveau seines Teamkollegen Robert Kubica, der als Siebter die Ziellinie kreuzte. Ein neuer Frontflügel könnte einen weiteren Schritt nach vorne bringen. "Er sollte uns helfen, das Auto mit dem neuen Doppeldiffusor besser auszubalancieren. Das Konzept des Flügels ist nicht komplett neu, aber manchmal machen Kleinigkeiten einen großen Unterschied."

Den nächsten Ruck nach vorne erwartet Heidfeld aber erst für sein Heimrennen am Nürburgring: "Dann wird die zweite Stufe des Unterbodens gezündet." Je enger das Feld zusammenliegt, umso wichtiger wird es, das Auto optimal abzustimmen. "Das ist heute schwieriger geworden, weil im Gegensatz zu früher die Zeit fehlt, um Vergleichstests mit den alten Teilen zu fahren. Bis jetzt ist unsere Trefferquote erstaunlich gut. Das ist auch wichtig, denn nur zwei, drei Zehntel rauf oder runter, und die Welt könnte ganz anders aussehen."

Sebastian Vettel:

Auch wenn Jenson Button mittlerweile schon 32 Punkte mehr auf dem Konto hat als Sebastian Vettel, will sich der Deutsche noch längst nicht geschlagen geben. "Wenn wir jetzt aufgeben würden, wäre das völlig falsch. Es sind noch viele Rennen zu fahren und es kann immer noch viel passieren." Trotzdem sei es jetzt an der Zeit, das Ruder in der WM-Wertung rumzureißen. Mit einem stark veränderten Auto soll die Siegesserie der Brawn-Konkurrenten endlich beendet werden. "Von den Zahlen aus der Simulation und im Windkanal sieht es nicht schlecht aus. Jetzt müssen wir das natürlich auch auf der Strecke beweisen."

Auch in Istanbul ging das Team zuletzt optimistisch ins Grand Prix-Wochenende, nur um am Ende doch wieder die Plätze hinter Button zu belegen. "Da sahen wir am Freitag und Samstag absolut konkurrenzfähig aus und erlebten dann im Rennen eine böse Überraschung." Als Vettel dem weißen Auto hinterherfuhr, konnte er dessen Stärken gut erkennen: "Der Brawn ist sehr gut ausbalanciert. Sie müssen in den Kurven wohl nicht so viel kämpfen."

Adrian Sutil:

Ähnlich wie Sebastian Vettel hofft auch Adrian Sutil auf einen Sprung nach vorne durch ein großes Aerodynamik-Paket. "Natürlich hofft man, dass irgendwann einmal der große Wurf gelingt. Unsere Maßnahmen hier in Silverstone haben absolut das Potenzial dazu." In Sekunden wollte der Force India-Pilot den Fortschritt aber dennoch nicht abschätzen. Es sei schwer zu sagen, was die modifizierten Seitenkästen, der neue Unterboden, der veränderte Frontflügel und die verbesserten hinteren Aufhängungen bringen.

Dennoch sind die Ziele ehrgeiziger geworden als noch zu Saisonbeginn: "Nachdem wir jetzt zwei Mal in Folge in der zweiten Runde im Qualifying waren, hoffe ich hier erneut den ersten Abschnitt zu überstehen. Man weiß ja nie, was die Anderen entwickelt haben, aber unser Update sollte uns schon nach vorne bringen." Eine böse Überraschung erwartet der Deutsche nicht: "Die Basis des Autos stimmt und die Balance hat zuletzt auch immer gepasst. Da fährt man entspannter."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg geht ungewöhnlich optimistisch in den achten Grand Prix. "Früher haben wir uns vor Silverstone gefürchtet. Es war unsere schwächste Strecke. Jetzt weiß ich, dass unser Auto auf jedem Streckentyp schnell ist." Williams bringt neue Teile nach Silverstone. Rosberg schließt daraus: "Wir haben etwas Neues, die meisten unserer direkten Gegner haben ihr Pulver in Istanbul schon verschossen. Ich rechne mit einem Platz in den Top 6 in der Startaufstellung." Rosberg will seinen Rekord halten. Er ist der einzige außer den Brawn GP-Piloten, der es bislang bei allen Trainings in die Top Ten der Startaufstellung geschafft hat.

Rosberg sieht auch für den Rest der Saison positive Signale. "Williams kann sich noch steigern. Realistisch betrachtet könnten wir am Ende des Jahres rein vom Speed her die Nummer drei hinter Brawn GP und Red Bull werden. Von den Punkten eher nicht. Da ist uns Toyota schon zu weit voraus."

Timo Glock:

Timo Glock will auf den guten Leistungen vom letzten Rennen in Istanbul aufbauen. Das Streckenlayout von Silverstone ähnelt dem von Istanbul. Zwei schnelle Sektoren, ein langsamer, in dem mechanischer Grip zählt. "Unser Toyota sollte so gut wie in Istanbul sein, auch wenn wir diesmal nicht so viele neue Teile am Auto haben."

Trotzdem ist der Hesse vorsichtig. "Alles kommt darauf an, wie die Reifen funktionieren. Es ist ziemlich kühles Wetter angesagt. Das macht uns etwas Sorgen. Wir tun uns manchmal schwer, die Reifen auf Temperatur zu bringen. Doch diese Reifen sind eine Wissenschaft für sich. Wir sind schon öfter überrascht worden, in die eine Richtung wie in die andere." Und vielleicht regnet es ja auch am Rennsonntag, womit alle Spekulationen über die Reifen sowieso unnötig wären.

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