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Vettel, Heidfeld & Co. - die Deutschen in Suzuka

Vettel einfach nicht zu schlagen

GP Japan 2009 Foto: dpa 72 Bilder

Sebastian Vettel konnte ihn Suzuka niemand folgen. Aber auch Nico Rosberg und Nick Heidfeld glänzten mit Punkteplätzen. Doch Freude wollte im BMW-Lager nicht so recht aufkommen. Adrian Sutil und Timo Glock wären besser ganz zuhause geblieben.

04.10.2009 Tobias Grüner

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel gewann in Suzuka sein drittes Saisonrennen. Der WM-Dritte schöpft jetzt wieder Hoffnung, obwohl der Rückstand auf Jenson Button immer noch 16 Punkte beträgt. "Es ist immer noch möglich, auch wenn ein paar Rennen mehr nicht schlecht wären. Aber ich erinnere mich daran, dass Hamilton vor zwei Jahren einen Vorsprung von 17 Punkten in zwei Rennen weggeworfen hat." Für Vettel war es ein Rennen nach Maß. "Kritisch war nur der Start. Ich bin in der Mitte der Straße gefahren, um bei Bedarf Angriffe von rechts und links abwehren zu können. Ab der zweiten Kurve habe ich das Rennen kontrolliert, die Reifen geschont, eine Lücke aufgefahren, um bei Überraschungen gerüstet zu sein."

Gegen Ende des Rennens wurde dem Red Bull-Piloten fast langweilig. Er versuchte auf frischen Reifen die schnellste Runde zu fahren, bekam von seinem Renningenieur die Warnung, lieber die Reifen zu schonen. "Das war gut so. Zwei Runden später rückte das Safety Car aus. Das hat das Feld wieder zusammengeschoben. Aber ich hatte auch da keine Probleme. Die Reifen waren in gutem Zustand, der Luftdruck stimmte und der Überrundete Grosjean hat mich brav nach hinten abgeschirmt."

Vettel und sein Red Bull waren in Suzuka in ihrem Element. Der Sieger macht der schwierigsten Strecke im Kalender eine Liebeserklärung. "Jede Kurve war ein Genuss. Schade, dass es nach 53 Runden schon vorbei war. Aber im ersten Sektor mit den vielen schnellen Kurven ist unser Auto geradezu geflogen." Und wie sieht Vettel das Restprogramm? "Beide Strecken sollten unserem Auto gut liegen."

Nick Heidfeld

Nick Heidfeld holte drei Punkte, doch der BMW-Pilot war nicht zufrieden. Nach einem sehr guten Start verlor er beim zweiten Tankstopp einen Platz an Kimi Räikkönen. "Ich hatte das Gefühl, dass ich länger hätte draußen bleiben können, wenn ich die Spritmengen vergleiche." Später gab ihm Teamchef Mario Theissen Recht. "Wir haben ihn absichtlich früher reingeholt, um direkt auf den Angriff Räikkönens zu reagieren. Doch dann klemmte rechts hinten die Radmutter."

"Ich will mich nicht beklagen, weil das Team sonst immer gute Boxenstopps macht", erklärte der enttäuschte Pilot. Später musste er aus taktischen Gründen auch noch Teamkollege Robert Kubica vorbeilassen. "Das hat auch nicht geholfen." Dann fuhr kurz vor dem Ende auch noch Nico Rosberg vorbei. Heidfeld fühlte sich um Platz fünf betrogen, nachdem der Williams-Pilot in der Safety-Car-Phase schneller an die Box zurückgekommen war als erlaubt. "Er war vorher klar hinter mir und kam nach dem Tankstopp eine Sekunde vor mir auf die Strecke."

Adrian Sutil:

Auch die Stimmung von Adrian Sutil war nach dem Rennen auf dem Nullpunkt. Nach einem hervorragenden Qualifying ging es nur noch bergab. Erst stuften die Kommissare den Deutschen von Rang vier auf Rang acht zurück, dann kam ihm auch noch Heikki Kovalainen in die Quere. "Ich hatte ihn schon überholt, da bekomme ich von ihm einen Schlag aufs Heck und habe mich gedreht. Die Aktion war völlig unnötig."

Schon zuvor lief das Rennen nicht optimal. "Ich hatte Übersteuern im ersten Sektor und kam etwas zu weit raus", berichtet der Deutsche. Mit Kovalainen und Rosberg gingen gleich zwei Piloten vorbei. "Platz acht war heute drin gewesen. Aber mein Rennen war eigentlich schon nach der Strafe von gestern zerstört. Ist egal, man kann es sowieso nicht mehr ändern." Auch wenn mal wieder eine Chance auf Punkte vertan wurde, will Sutil nicht aufgeben. "In Sao Paulo sieht es hoffentlich noch besser aus als hier. Da erwarte ich nochmal ein gutes Ergebnis."

Nico Rosberg:

Nach dem Rennen wurde Nico Rosberg zu den Kommissaren gebeten. "Ich war auf dem Weg in die Box ein wenig zu schnell als das Safety-Car auf der Strecke war", gab der Pilot zu. "Es war aber nicht mein Fehler. Normalerweise bekommen wir die Richtzeit auf das Display, aber ich hatte nur eine "Low Fuel"-Warnung. Da Rosberg sein Tempo trotzdem deutlich drosselte, ließ die Rennleitung Gnade walten und ließ den Deutschen auf dem fünften Platz.

"Das war das bestmögliche Ergebnis heute. So konnte ich meine Top-Fünf-Serie doch noch ausbauen. Die war in Singapur nur kurz unterbrochen." Allerdings berichtet Rosberg auch über Probleme im Rennen. "Das war nicht ideal mit der Servolenkung. Die war richtig schwer heute." In den letzten beiden Rennen will der gebürtige Wiesbadener erneut zuschlagen. "In Interlagos sollten wir Punkten und in Abu Dhabi hoffe ich wieder näher an der Spitze zu sein."

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