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Formel 1: Deutsche F1-Piloten in Monaco

Deutsches Team mit Monaco-Experten

Michael Schumacher Foto: xpb 20 Bilder

Bei den deutschen Formel 1-Piloten herrscht vor dem GP Monaco Optimismus. Vor allem Nico Rosberg hofft, in seiner Wahlheimat Monte Carlo auf eine gute Vorstellung. Er will den schwachen Auftritt in Barcelona vergessen machen.

12.05.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Nico Rosberg:

Monte Carlo ist Nico Rosbergs Spezialstrecke. Hier war der 24-jährige Wahlmonegasse immer stark. Im letzten Jahr landete er auf Rang sechs. Der Schlüssel in den Häuserschluchten ist, "sich im Auto wohlzufühlen". Im letzten Jahr war der entscheidende Parameter für den Wohlfühlfaktor der Reifen. "Ich habe da ein Setup hingekriegt, wie ich den Reifen optimal zum Arbeiten bekommen habe." Für den GP Monaco werden Rosberg und Michael Schumacher wieder in den Mercedes mit dem kurzen Radstand umsteigen. "Bis auf den Radstand und den Heckflügel ist das Auto mit der Spezifikation von Barcelona identisch", präzisiert Rosberg.

Der Mercedes-Pilot geht optimistisch in seinen Heim Grand Prix. Zur Rennstrecke kann er laufen, hier kennt er jeden Zentimeter Asphalt. "Ich bin guter Dinge, dass ich an die Form von China anschließen kann." Barcelona ist abgehakt. Könnte er heute noch einmal sein Auto für diesen Kurs abstimmen, hätte er einiges anders gemacht: "Gleich nach der Qualifikation musste ich sagen: Das war das optimale Setup für mich. Wir haben im Rennen aber dann doch dazu gelernt. Es hätte schon noch eine bessere Lösung gegeben."

Sebastian Vettel:

Noch immer beschäftigen Sebastian Vettel die Probleme von Barcelona. Ein Bremsendefekt hatte den Deutschen kurz vor Rennende beinahe das Podium gekostet. "Wir sind zuversichtlich, die Ursache gefunden zu haben", berichtet der Red Bull-Pilot. "Wir denken, es wird nicht wieder vorkommen." Die Zuverlässigkeit seines Boliden beunruhigt Vettel nicht. "Wir hatten schon einige Probleme in diesem Jahr, aber niemals die gleiche Ursache. Wir haben immer schnell gehandelt."

Vettel glaubt aber nicht, dass man wieder so dominant auftreten wird wie in Barcelona. "Die Strecke ist ganz anders. Man stimmt das Auto komplett anders ab. Aber ich denke trotzdem, dass wir auch hier ein starkes Auto haben werden." An das Vorjahr erinnert sich Vettel nicht sehr gerne. 2009 war Red Bull nicht siegfähig. Auf verlorenem Posten krachte der Deutsche in die Bande. "Das war eine gute Lehrstunde für uns. Aber auch solche Rennen sind wichtig."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil ist ein ausgewiesener Monaco-Experte. 2007 fuhr er - damals noch im völlig unterlegenen Spyker - eine überraschende Trainingsbestzeit. Ein Jahr später fuhr er im Rennen einem starken vierten Platz entgegen, als er von Kimi Räikkönen abgeschossen wurde. Mittlerweile ist Sutil ein bekanntes Gesicht in den Top Ten. "Da ist das Kribbeln nicht mehr so groß. Damals war ich richtig nervös", gibt der Force India-Pilot zu.

Mit einem neuen Aerodynamik-Paket hofft der Deutsche noch ein paar mehr Kilo Abtrieb zu generieren. "Wir haben überall etwas. Allerdings sieht man das nur mit der Lupe. Am Frontflügel, an den Seitenkästen und am Diffusor." Auch er erwartet Red Bull nicht mehr ganz so stark wie zuletzt. "Ich denke, dass vor allem Lewis Hamilton gut sein wird. Der fährt hier immer stark." Er selbst setzt sich bescheidene Ziele. "Platz zehn oder vielleicht noch ein bisschen weiter vorne reinrutschen."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg ist kein typischer Monte Carlo-Neuling. Der Williams-Pilot hat seine Stadtkurs-Taufe bereits hinter sich. Im letzten Jahr belegte er in der GP2 die Plätze sechs und drei im Fürstentum. Hülkenberg geht ohne große Erwartungen in das Rennen des Jahres: "Ich bin völlig offen. Der Kurs sollte uns besser liegen, weil die Aerodynamik nicht ganz so wichtig ist. Monte Carlo ist das krasse Gegenteil von Barcelona." Der Blondschopf vom Niederrhein glaubt, dass er sich schnell an die Strecke gewöhnen wird: "Die GP2-Autos sind nicht viel langsamer hier. Du musst immer ein bisschen Luft zum Limit lassen, sonst hängst du in der Leitplanke."

Auch die erste Qualifikationsrunde mit 24 Autos schreckt ihn nicht. "In der GP2 waren letztes Jahr 26 Autos unterwegs. Ich habe fünf, sechs Mal Anlauf genommen, aber die einzig freie Strecke bekam ich ganz zum Schluss. Einige werden sich zum Schluss sicher beschweren. Da ist von uns allen Fairplay gefragt."

Timo Glock:

Für Timo Glock geht es in Monte Carlo nur ums Überleben. Der Virgin-Pilot fürchtet, dass sein Auto in den engen Kurven noch mehr Probleme haben wird als sonst. "Die langsamen und mittelschnellen Kurven sind nicht gerade unsere Stärke." Auch der Verkehr im Rennen wird Glock wieder beschäftigen. "In Barcelona hatte ich nur bis zum ersten Boxenstopp Ruhe. Danach bekam ich in jeder Runde blaue Flaggen gezeigt. Hier in Monte Carlo wird das noch schlimmer." Für den Vorschlag seiner Kollegen in den schnellen Autos, die Qualifikation in zwei Gruppen zu splitten, hat der Mann aus dem Odenwald wenig Verständnis: "Die GP2 schafft es auch mit 26 Autos."

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher von Monaco erwartet, lesen Sie hier:

>> Michael Schumacher:"Wir brauchen nicht über Siege sprechen"

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