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Deutsche F1-Piloten beim GP Deutschland

Heimniederlage in Hockenheim

Sebastian Vettel Foto: xpb 31 Bilder

Die sechs deutschen Formel 1-Piloten erlebten ein enttäuschendes Rennwochenende in Hockenheim. Ausgerechnet beim Heimspiel jagte eine Panne die nächste. Vettel, Schumacher und Co. nahmen die Niederlage am Ende immerhin sportlich.

25.07.2010 Tobias Grüner

Sebastian Vettel:

Wie schon in Silverstone vergeigte Sebastian Vettel das Rennen am Start. Wieder einmal gab es keinen Sieg von der Pole Position. "Ich hatte sehr viel Grip als ich die Kupplung kommen ließ. Auf den ersten zehn Metern hatte ich eine sehr schlechte Beschleunigung. Ich hatte noch Glück, dass ich den Motor nicht abgewürgt habe." Während Vettel sein Sportgerät in Gang setzte zog Fernando Alonso schon rechts vorbei. Vettel versuchte den Spanier zu blocken, als sich von links Felipe Massa an die Spitze setzte.

Am Ende blieb nur Platz drei für den Red Bull-Piloten, der die Niederlage sportlich nahm. "Glückwunsch an Ferrari. Sie waren heute über weite Strecken ein, zwei Zehntel schneller als wir. Ich kam nie nah genug ran." Am Ende konnte Vettel Felipe Massa noch einmal unter Druck setzen, doch der Brasilianer blieb fehlerlos. Mit 15 Punkten musste sich Vettel zufrieden geben. "Platz drei war das Maximum. Darauf können wir stolz sein."

Nico Rosberg:

Nach der Enttäuschung im Qualifying konnte Nico Rosberg dem Rennen noch ein paar positive Aspekte abgewinnen. "Wir machten heute das Beste aus unserer Situation, aber nach dem Podiumsplatz vor zwei Wochen in Silverstone ist der achte Platz enttäuschend und lediglich eine Schadensbegrenzung." Mit nur vier Pünktchen aus Hockenheim kann der Deutsche den WM-Titel nun endgültig abschreiben. Rosberg orientiert sich nun nach hinten.

Das Minimalziel lautet Platz sechs in der WM-Wertung zu sichern. Dort liegt der Silberpfeil-Pilot aktuell fünf Punkte vor Renault-Pilot Robert Kubica. "Ich habe auf Robert Kubica nur zwei Punkte verloren", rechnet der Deutsche vor. "Wir hatten das ganze Wochenende über Probleme. Meine Strategie war gut und die Jungs machten beim Boxenstopp einen tollen Job - er war der schnellste des ganzen Rennens. In Ungarn erleben wir bestimmt wieder bessere Zeiten."

Adrian Sutil:

Nach dem katastrophalen Qualifying und der Strafversetzung wegen Getriebewechsels lief auch das Rennen für Adrian Sutil nicht nach Plan. Schon in der dritten Kurve war das Rennen nach einer Kollision gelaufen. Ausgerechnet Force India-Teamkollege Tonio Liuzzi traf den Boliden des Deutschen. "Er hat mich einfach abgeschossen", erhob Sutil schwere Vorwürfe gegen den Italiener. "Er wollte mich in einer Vollgas-Linkskurve angreifen. Das geht einfach nicht. Das hat mir mein Rennen kaputt gemacht. Aber wir haben drüber gesprochen und die Sache ist erledigt."

Sutil ging nach der Kollision direkt an die Box, um sich harte Reifen abzuholen. "Wir wären damit durchgefahren. Das wäre nicht so schlimm gewesen. Leider war in meinem harten Reifensatz der hintere linke Reifen ein weicher." Die Box hatte dem Deutschen in der Konfusion der ersten Runde ein Gummi des Teamkollegen montiert. Sutil musste noch einmal an die Box, um den Reifen auszutauschen. Nach dem Rennen gab es von der FIA eine Verwarnung. "Wenigstens passiert es bei so einer Startposition und nicht, wenn wir weiter vorne stehen", versuchte der Gräfelfinger etwas Positives zu finden.

Timo Glock:

Timo Glock erlebte im Rennen ein versöhnliches Ende des Hockenheim-Wochenendes. Nach dem verkorksten Qualifying musste er aus der letzten Startreihe losfahren. Das war aber kein Problem: "Ich hatte einen sehr guten Start, bin aber in Kurve zwei auf die Außenlinie gegangen", berichtet der Virgin-Pilot über die Anfangsphase. "Dort sind aber leider beide Force India ineinander gefahren. Da musste ich abbremsen und ausweichen und die HRT sind wieder beide vorbei."

Obwohl Glock schneller unterwegs war, hatte er Probleme gegen die HRT-Autos: "Yamamoto ging, Senna keine Chance. Weil die einfach so einen guten Top-Speed hatten. Als er an die Box ging, konnte ich an Speed zulegen." Zur Rennmitte wurde er aber wieder eingebremst: "Dann kam eine blaue Flagge nach der anderen. Das hat mir den Rhythmus geraubt. Erst am Ende konnte ich auf weichen Reifen einen guten Speed fahren. Ich war nur 2,4 Sekunden hinter der Spitze. Es geht also doch was voran", freute sich Glock.

Nico Hülkenberg:

Es war zum Haareraufen. Da ist Nico Hülkenberg Zehnter in der Startaufstellung, und dann kommt am Ende nur der 13. Platz heraus. Da ist es auch kein Trost, dass Teamkollege Rubens Barrichello ebenfalls leer ausging. "Die Probleme gingen mit einem schlechten Start los. Das ist zur Zeit noch unser größtes Problem. Im unteren Bereich hat der Motor zu wenig Dampf. Wenn da nicht alles mit der Kupplung passt, hast du gleich drei Plätze verloren."

Überholen erwies sich in Hockenheim praktisch als unmöglich. Zumal sich bald schon neue Probleme im Williams mit der Startnummer 10 hinzugesellten. "Die Bremsen waren nicht toll, und ich hatte zuviel Untersteuern." Gar nicht verstehen wollte Hülkenberg, warum ihn seine Box bis Runde 34 mit den weichen Reifen fahren ließ. "Ich habe mehrmals um neue Reifen gebeten, aber sie wollten mich nicht an die Box holen."

Michael Schumacher:

Wie der Rennsonntag für Michael Schumacher gelaufen ist, erfahren Sie hier:

>> Schumacher: "Problem nicht zwischen Lenkrad und Tank"

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