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Deutsche F1-Piloten beim GP Japan

Packende Duelle und rauchende Motoren

Heidfeld und Sutil Foto: xpb 32 Bilder

Während sich drei deutsche Piloten beim GP Japan in Suzuka in den Punkterängen klassierten, erreichte Timo Glock mit Position 14 sein bestes Saisonresultat. Nico Rosberg, Adrian Sutil und Nico Hülkenberg mussten dagegen vorzeitig aufhören.

10.10.2010

Nico Rosberg:

Nico Rosberg schied sechs Runden vor Schluss auf Platz sechs liegend wegen eines Defektes an der hinteren Radaufhängung aus. "Es ist enttäuschend, das Rennen auf diese Weise zu beenden. Wegen eines Problems mit der Kupplung hatte ich einen schlechten Start, doch unsere Strategie, in der Safety-Car-Phase gleich am Ende der ersten Runde die Reifen zu wechseln, zahlte sich aus. Ich machte so die Plätze, die ich beim Start verloren hatte, wieder gut und fuhr an sechster Stelle vor Michael. Meine Reifen hatten natürlich über die lange Distanz etwas gelitten, deshalb war es nicht leicht, einen guten Speed zu fahren, aber es gelang mir, Michael hinter mir zu halten. Dann brach etwas hinten am Auto und mein Rennen war vorbei."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfelds zweiter Start für Sauber endete mit vier WM-Punkten. Am Morgen hatte er nur um 0,117 Sekunden das Top Ten-Finale gegen Michael Schumacher verpasst und Teamkollege Kamui Kobayshi erstmals geschlagen. Im Rennen landete Quick Nick zwar hinter dem Japaner, aber das war auch ein Resultat der unterschiedlichen Strategien. Kobayashi ging wie in Valencia mit einer alternativen Taktik ins Rennen. Erster Turn auf harten Reifen, der zweite auf weichen.

Heidfelds Reifenreihenfolge war genau umgekehrt, also der Klassiker. "Rückblickend war Kamuis Taktik vielleicht besser, aber das weiß man vorher ja nie", zog Heidfeld Bilanz. "Die frühe Safety-Car-Phase hat all denen geschadet, die mit den weichen Reifen losgefahren sind, weil sie da ihren Reifenvorteil nicht nutzen konnten." Dazu kam noch, dass der Sauber-Pilot lange hinter Rubens Barrichello eingeklemmt war. "Am Anfang fuhr Rubens sehr langsam. Dann wurde er Stück für Stück schneller. Trotzdem hat er mich aufgehalten."

In Runde 18 holte Sauber seinen Fahrer an die Box, als ersten der regulären Stopper. "Ich wusste, dass ich da Attacke machen musste. Die Runde aus den Boxen raus war schon sehr gut. Die zweite Runde dann auch. So kam ich an Rubens vorbei. Ich habe in diesen zwei Runden aber auch meinen Reifen sehr viel zugemutet und dafür am Ende des Rennens bezahlt. Als Kamui da mit seinen weichen Reifen angegriffen hat, war ich chancenlos. " Das Team informierte den Deutschen über Funk über die Situation und Heidfeld wich in der Haarnadel brav zur Seite: "Ich habe ihm das Überholen einfach gemacht. Er war einfach viel schneller."

Der Mönchengladbacher war mit seinem Wochenende trotzdem zufrieden. "Ich befinde mich ja immer noch in der Lernphase. In der Qualifikation habe ich einen großen Fortschritt gemacht. Aufgrund der Streckencharakteristik habe ich damit gerechnet, dass wir Williams schlagen könnten. Ehrlich gesagt war ich überrascht, dass sie es uns so schwer gemacht haben."

Adrian Sutil:

Force-India-Pilot Adrian Sutil schied in Runde 44 mit einem spektakulären Motorschaden aus. Das Mercedes-Triebwerk ging ausgerechnet am schnellsten Streckenabschnitt von Suzuka, der 130 R-Kurve, hoch. "Es gab schon vorher Anzeichen, dass mit dem Motor offenbar etwas nicht stimmte", erklärt Sutil. "Ich bekam immer wieder Funkbefehle, das Motor-Mapping zu ändern." Wegen einer gestörten Funkfrequenz konnte ihn sein Force India-Team jedoch nicht warnen, als der Motor mit ersten Qualmwolken sein baldiges Ableben ankündigte.

"Der Motor ging so mitten in der 130R-Kurve hoch, das war ganz schön haarig. Ich hatte Mühe, das Auto unter Kontrolle zu halten." Sutil glaubt, er hätte ohne den Schaden bis auf Platz neun nach vorne fahren können. "Ich hatte einen vorzüglichen Start, das wäre die halbe Miete für ein gutes Rennresultat gewesen."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenbergs Rennen dauerte nur 800 Meter. Dann parkte der Williams-Pilot mit abgeschertem rechten Vorderrad am Streckenrand. Vitaly Petrov war ihm beim Start ins Auto gefahren. Hülkenberg konnte sich noch zwei Stunden nach dem Rennen echauffieren: "Ich hatte einen schlechten Start. Schräg rechts vor mir lag Heidfeld. Zwischen uns war eine Lücke von einem halben Meter. Und da ist Petrov reingestochen. Ich kann ja verstehen, dass er nach seinem Superstart nicht vom Gas gehen will, aber er kann mir deshalb nicht einfach durchs Auto fahren. Manchmal hat er diese Aussetzer. Ich hoffe, die Rennleitung unternimmt mal was gegen ihn." Hülkenbergs Wunsch war den Sportkommissaren ein Befehl. Sie verdonnerten Petrov beim nächsten Rennen in Korea zu einer Strafversetzung um fünf Startplätze.

Timo Glock:

Timo Glock erzielte mit Platz 14 sein bestes Rennresultat in diesem Jahr. Trotzdem sah der Virgin-Pilot keinen Grund zu feiern. "Da hatten wir mal die Chance wegen der vielen Ausfälle auf Platz 12 zu fahren, und dann sind wir nicht zur Stelle." Virgin wollte besonders schlau sein und stellte sich dabei ein Bein. Das Team nutzte die frühe Safety-Car-Phase, den ungeliebten weichen Reifensatz loszuwerden. Glock war auf harten Reifen gestartet und wechselte innerhalb von zwei Runden zuerst auf weich, dann zurück auf hart.

"Ich kam mit den weichen Dingern nicht klar und war deshalb froh, dass wir nur eine Runde damit fahren mussten." Pech war, dass der Hesse hinter Sakon Yamamoto hängenblieb. Der Japaner kämpfte, als ginge es um sein Leben. "Er hatte einen unheimlichen Top-Speed und ich einen zu kurz übersetzten siebten Gang. Ich musste warten, bis er an die Boxen abbog." Danach fuhr Glock die Rundenzeiten von Lotus-Pilot Jarno Trulli. "Leider hatte ich so viel Zeit verloren, dass es aussichtslos war, gegen die Lotus zu kämpfen."

Sebastian Vettel:

Was Sebastian Vettel zu seinem Erfolg in Suzuka sagt, lesen Sie hier:

>> Vettel: "Hatte Webber immer im Griff"

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher bei seiner Rückkehr nach Suzuka erlebte, erfahren Sie hier:

>> GP Japan: Schumacher mit starker Leistung

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