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Deutsche F1-Piloten in Brasilien

Vettel, Schumi & Co. mit Luft nach oben

Nick Heidfeld Foto: Sauber F1 26 Bilder

Das Training in Sao Paulo lief für die deutschen Piloten noch nicht nach Plan. Selbst Sebastian Vettel sieht nach seinen zwei Bestzeiten noch Verbesserungspotenzial. Beim Blick auf den erwarteten Regen im Qualifying herrscht keine Einigkeit.

05.11.2010 Tobias Grüner, Michael Schmidt

Sebastian Vettel:

Sebastian Vettel war am Freitag gut gelaunt. Der Heppenheimer hatte auch allen Grund zum Strahlen. Er hatte sich zuvor die Bestzeiten in beiden Trainings notieren lassen. "Ich habe Spaß, die Strecke gefällt mir, das Auto liegt ganz gut - ich kann mich nicht beschweren", strahlte der Red Bull-Pilot. Allerdings versuchte Vettel die Erwartungen zu dämpfen. "Es war der Freitag. Da geht es um die goldene Ananas. Wenn man vorne steht, ist das kein schlechtes Zeichen, aber wichtiger ist, dass man Samstag- und Sonntag-Nachmittag ganz vorne steht."

Vettel wäre nicht Vettel, wenn es immer noch etwas zu verbessern gäbe. "Ich bin noch nicht 100 Prozent zufrieden. Wir können uns noch ein bisschen steigern", erklärte der Tagesschnellste. Und für den Samstag ist auch noch Regen angesagt. Der Deutsche lässt sich aber nicht aus der Ruhe bringen: "Es kann immer viel Unvorhergesehenes passieren. Wichtig ist, dass man auf alles vorbereitet ist und gut reagieren kann."

Nico Rosberg:

Für Mercedes lief das Training nicht ganz so gut wie erhofft. Sowohl Michael Schumacher als auch Nico Rosberg klagten über den großen Abstand zur Spitze. "Es sieht danach aus, als würde es hier etwas schwieriger werden", kommentierte Rosberg die Freitagsvorstellung. Trotzdem ist der Deutsche zuversichtlich. "Wir konnten heute beim Setup einige Forschritte erreichen. Ich denke, wir bekommen das hin, wenn es trocken ist."

Trotzdem hofft der Wahl-Monegasse insgeheim auf eine feuchte Piste. "Auf Regen würde ich mich aber sogar noch mehr freuen. Dann sollten unsere Chancen deutlich besser sein, weiter vorne zu stehen." Rosberg hofft auf einen Kampf gegen die WM-Kandidaten. "Die müssen vorsichtig sein. Das würde ich gerne ausnutzen."

Adrian Sutil:

Adrian Sutil war ebenfalls nicht ganz zufrieden mit dem Training. "Leider lief es bei uns nur normal. Wir sind dort, wo wir auch zuletzt waren." Punkte sind nicht in unmittelbarer Reichweite. Jetzt setzt Sutil seine ganzen Hoffnungen in den erwarteten Regen am Samstag. "Das war schon letztes Jahr sehr gut für mich. Da konnte ich auf Platz drei starten. Ich hoffe, dass es ähnlich wird. Ich könnte das brauchen, vor allem mit den fünf Plätzen, die ich noch nach hinten muss."

Neben Reifentests stand am Freitag vor allem die Erprobung eines neuen Unterbodens auf dem Programm. "Wir sind morgens ohne die neuen Teile gefahren und nachmittags mit. Es ist aber schwierig einen Unterschied zu merken. Am Nachmittag war die Strecke durch die Wärme eine Sekunde langsamer. Da muss man Vertrauen haben, dass die Technik funktioniert. Es sind auch keine großen Updates. Es geht um Zehntelchen."

Nico Hülkenberg:

Der Trainingsfreitag hat gezeigt, dass Williams in Brasilien besonders schwer um die Punkte kämpfen muss. "Die Mercedes sind schnell. Die Sauber sind schnell. Von daher wird es wohl diese Woche ein härteres Stück Arbeit in die Top Zehn zu kommen", erklärte Nico Hülkenberg. Aufgeben will der F1-Rookie aber natürlich nicht. "Wir haben noch ein bisschen Arbeit vor uns, aber vielleicht ist ja morgen sowieso nass."

Die wechselnden Wetterbedingungen könnten am Ende entscheidend sein. Hülkenberg hat sich seine Taktik schon zurechtgelegt. "Am Sonntag soll es wieder trocken sein. Ich denke, da fährt keiner ein reines Regensetup im Qualifying. Ich denke, dass ich auch auf der Trockenstrategie bleibe." Der erste Gegner ist auch in Brasilien der Teamkollege. Rubens Barrichello hat in Sao Paulo den Heimvorteil. "Wir waren ziemlich gleich schnell. Ich wurde in der letzten Kurve etwas aufgehalten, deshalb hatte ich einen kleinen Rückstand. Mal schauen, wer im Qualifying mehr rausquetschen kann."

Nick Heidfeld:

Nick Heidfeld verflucht den Regen, der am Samstag kommen soll. "Jetzt läuft mal alles so gut, und dann ist am Samstag im Regen alles wieder anders." Der Sauber-Pilot beendete den ersten Trainingstag als Achter. "Ich bin positiv überrascht", resümierte Heidfeld. "Eigentlich dachte ich, dass es hier wegen der langen Geraden und der vielen langsamen Kurven nicht so gut aussieht. Dann lag ich aber permanent in den Top Ten."
 
Auch die eine Runde mit den weichen Reifen bekam Heidfeld gut hin. "Es ist jetzt das zweite Mal nach Singapur, dass ich den extraweichen Reifen fahre. Ich habe davon profitiert, was ich dort gelernt habe und den Gripgewinn gut antizipiert. Man spürt, dass jetzt mehr Erfahrung da ist, wie ich meinen Fahrstil und das Setup anpassen muss." Mit dem Dauerlauf war Heidfeld noch zufriedener: "Da waren nur die Red Bull-Fahrer, Alonso und Hamilton schneller. Button lag ungefähr auf meinem Niveau."

Timo Glock:

In der Summe beider Trainingszeiten landete Timo Glock auf Rang 22. Am Nachmittag kam er über den letzten Platz nicht hinaus. Zunächst nervte ihn ein Problem, das ihn schon in Korea genervt hat. "Sobald ich die weichen Reifen drauf hatte, ist das Auto nur noch gerutscht. Ich konnte meine Zeit nicht verbessern."

Nach einer Abstimmungsänderung wurde es besser. "Ich spürte auf den gebrauchten Weichen endlich Grip." Danach stellte sich ein Problem mit dem Ansprechverhalten des Motors ein. Für die Tatsache, dass Teamkollege Lucas di Grassi vier Zehntel schneller war, gibt es eine plausible Erklärung: "Er hat für sein Brasilien-Highlight abtanken lassen."

Michael Schumacher:

Wie der erste Trainingstag für Michael Schumacher lief, lesen Sie hier:

>> Alguersuari: "Schumacher nicht der König der Formel 1"

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