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Deutsche F1-Piloten in Montreal

Nur Fußball-WM sorgt für gute Laune

Glock, Hülkenberg und Vettel Foto: xpb 37 Bilder

Die Deutschen Piloten konnten in Montreal nicht die gewünschten Resultate einfahren. In dem ereignisreichen Rennen fehlte dem Deutschland-Sechser zumeist das Glück. Für gute Laune sorgte nur die deutsche Fußball-Nationalelf.

14.06.2010 Tobias Grüner

Timo Glock:

Nach dem Rennen brach Timo Glock im Virgin Motorhome in riesen Jubel aus. Verantwortlich dafür war allerdings nicht sein gutes Rennen, sondern das erste WM-Tor von Deutschland durch Lukas Podolski. Kurz vor dem Heimflug gab es immerhin noch etwas gute Laune. Im Rennen musste der Deutsche dagegen 20 Runden vor Ende aufgeben. "Wir hatten ein Problem mit der Hydraulik an der Servolenkung", erklärte Glock anschließend.

"Der Start war an sich okay. Irgendein HRT-Auto ist mir dann in Kurve acht voll hintenrein gedonnert. Dann war der ganze Diffusor hinten kaputt. Der Apparat war unfahrbar. Das hat mich über eine Sekunde gekostet." Die Reifensituation machte die Lage für den Deutschen nicht einfacher: "Mein Auto hat die Reifen geradezu aufgefressen." Bis auf die vier Boxenstopps sei das Rennen sonst sehr langweilig gewesen. Beim nächsten Rennen hofft Glock auf Besserung: "In Valencia haben wir noch mal ein mechanisches Update. Wir müssen mal schauen, was das bringt."

Nico Hülkenberg:

Nico Hülkenberg war nach dem Rennen niedergeschlagen. "Es ist viel los gewesen heute. Aber es war leider nicht erfolgreich", zog der Williams-Pilot ein unzufriedenes Fazit. Dabei hatte es im Qualifying und zu Rennbeginn noch ganz gut ausgesehen. "Ich war Neunter nach der ersten Runde. Dann kam der Vorfall mit Adrian Sutil. Das hätte nicht passieren dürfen." Hülkenberg krachte seinem Landsmann beim Anbremsen der Haarnadel auf den Hinterreifen. "Er hatte die weichen Reifen drauf und musste kämpfen. Ich war dahinter und viel schneller. Ich habe beim Anbremsen Abtrieb verloren. Da haben meine Reifen blockiert. Ich habe alles probiert, aber es hat nicht ganz gereicht", rechtfertigte Hülkenberg die Kollision.

Insgesamt versuchte der Deutsche aber die positiven Dinge hervorzuheben: "Wir haben einen Schritt nach vorne gemacht, der sich aber leider nicht im Rennresultat wiederspiegelt." Auch persönlich war der Grand Prix eine gute Lektion für den Rookie: "Da nimmt man immer was mit für die Zukunft. Das ist positiv. Ich habe das Rennen immerhin zuende gefahren. Aber wir hätten natürlich lieber Punkte mitgenommen."

Nico Rosberg:

Nico Rosberg fuhr auf Startplatz zehn los und kam als Sechster an. Kein Wunder, dass der Mercedes-Pilot anschließend gute Laune hatte: "Der sechste Platz ist wohl das beste Ergebnis, das wir erreichen konnten, deshalb bin ich ganz glücklich." Mit dem Rest des Wochenendes konnte der junge Silberpfeil-Star aber nicht zufrieden sein: "Es war ein schwieriges Wochenende mit dem schwachen Qualifying gestern und dem Pech in der ersten Runde heute, wo ich durch das Chaos vor mir viele Plätze verloren habe."

Rosberg fiel zunächst auf Rang 13 zurück, startete dann aber eine furiose Aufholjagd: "Ich konnte gut überholen und gewann dank guter Pace einige Plätze. Wir hatten eine großartige Strategie, aber es war richtig schwer, auf die Reifen aufzupassen. Ich bin ganz vorsichtig gefahren, um das Graining zu kontrollieren, aber immer als ich in den Rückspiegel blickte, sahen die Reifen schlimmer aus. Zum Glück haben die harten Reifen nach dem zweiten Stop bis zum Ende gehalten und ich konnte auf Platz sechs gute Punkte für die WM sammeln."

Michael Schumacher:

Was Michael Schumacher im Rennen von Montreal erlebte, lesen Sie hier:

>> Schumacher: Schlechte Zweikampfbilanz in Montreal

Sebastian Vettel:

Ein exlusives Interview mit Sebastian Vettel zum GP Kanada, gibt es hier:

>> Vettel: "Hat Sutil seine Spiegel verloren?"

Adrian Sutil:

Adrian Sutils Konter auf die Vettel-Kritik finden Sie hier:

>> Sutil: "Vettel denkt, er ist der Superstar"

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